Pech am Cross in Sion


Dienstag, 01. Dez 2009   zum Kommentar

Die letzte Woche war für viele alles andere als leicht. Nach einem milden Herbst  und Winteranfang liess sich der Schnee am Montag das erste Mal blicken. Ich machte mein kurzes Montagstraining daher auf der Rolle. Doch am Dienstag und Mittwoch war ich jeweils nach 3 Stunden in der Kälte so am Ende wie die Tage zuvor nach 5h. Ich konnte aber mein Training auch diese Woche gut durchziehen und reiste zuversichtlich nach Sion. Einzig meine schmerzende Achillessehne bereitete mir etwas Mühe.

Nach 2 Stunden Autofahrt kamen wir mittags in Sion an. Ich drehte mit Math einige Runden auf dem Kurs und bemerkte schnell einmal, dass man auf dieser schnellen, trockenen und harten Strecke nur mit viel Tempo etwas besser und leichter vorwärts kommt. Da es so viele kleine Schläge hatte, schlugen die Räder immer wider auf, so dass man sich z.T. vor kam wie auf einem Gummiball. Durch die Geschwindigkeit flog man aber dann förmlich über die harte Wiese. Doch all das brauchte viel, viel Power um immer wieder nach den Kurven heraus zu beschleunigen um das schnelle Tempo wieder zu erreichen.

 

 

Um 14.30 dann der Startschuss. Ich kam gleich ganz vorne ins Gelände und nach der Hälfte der Runde an die Spitze gehen. Ende der 1 Runde machte ich gegen hinten schon einige Meter gut und konnte mit Vorsprung in die 2. Runde einbiegen.  Etwas später sah ich, dass Marcel Wildhaber alleine auf der Verfolgung ist und nahm etwas Tempo heraus damit wir das Rennen zusammen in Angriff nehmen konnten. Doch dieses gemeinsame fahren hielte nicht lange an, da ich Mitte der 2. Runde schon einen Platten einfuhr. Bis ich das Rad wechseln konnte, fiel ich auf den 7. Rang zurück. Etwas später konnte ich zu einer grösseren Verfolgergruppe aufschliessen. Doch genau zu diesem Zeitpunkt bemerkte ich, dass ich am Hinterrad schon wieder Luft verlor.  Als ich die Gruppe um Platz 2 erreichte und gleich zum Angriff ansetzte um Marcel Wildhaber wieder einzuholen, riss es mir das Collé ab. Nach einem Stopp um das Collé wieder auf die Felge zu legen und einer vorsichtigen Fahrt zum Materialposten nahm ich das Rennen mit einem grossen Rückstand und an 12. Stelle wieder auf.

 

 

Ich brauchte dann 1 Runden bis ich mich wirklich entschloss das Rennen noch einmal neu aufzurollen. Ich machte Platz um Platz gut und litt dabei wie dieses Jahr noch an keinem Quer. Ich hatte keine Ruhephase und musste jeden Meter nutzen um Zeit gut zu machen.  In der zweitletzten Runde stellte ich den Kontakt total ausgepowert an die Verfolgergruppe welche immer noch hinter Marcel Wildhaber her jagte wieder her. Ich versuchte das Tempo etwas herunterzudrücken um mich etwas zu erholen und auf die letzten Meter zu konzentrieren. Auf der letzten halben Runde übernahm ich dann etwas zögernd die Initiative und baute einige Meter zwischen mir und den Verfolgern aus. So erreichte ich dann doch noch nach einer langen Aufholjagd den 2. Platz hinter Marcel Wildhaber welcher das ganze Rennen souverän vorne gefahren ist.

Rangliste unter http://www.radquer.ch/de/

 

 

Nach diesem Wochenende stehen vorläufig keine Rennen mehr an. Ich versuche mich jetzt gut zu erholen. Vor allem meine schmerzende Achillessehen welche ich zwar im Rennen nicht sonderlich spürte, dafür nach dem Rennen um so mehr, wieder total aus zu kurieren.

Wie, wo und wie viel ich die nächste Zeit trainieren kann, ist im Moment noch etwas ungewiss. Das nächste fest geplante Radquer wird aber ganz sicher in Dagmersellen  am 26. Dezember sein.

Bis dahin wünsche ich allen eine schöne und sinnliche Adventszeit.

Luk

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