Cross Saison Abschluss/ CH-Meisterschaft

Nach dem Cross in Bützberg schaltete ich für drei Wochen eine Trainings-und Rennpause ein. Davon war ich zwei Wochen in Florida und konnte dort reichlich Sonne und Motivation für die kommende Bikesaison tanken. Es waren zwei super Wochen, die ich absolut nicht missen möchte.


Doch das böse erwachen kam wie jedes Jahr nach der Pause. Die Aufstiege waren plötzlich doppelt so lang und viel steiler und es fühlte sich an als hättest du immer Gegenwind oder einen platten Reifen. Auf jeden Fall machten die ersten Trainings gar keinen Spass. Leider stellte um diese Zeit auch noch das Wetter richtig auf Winter um und so brauchte es immer eine Portion mehr Motivation fürs Training. Motiviert war ich und so konnte ich mein Trainingspensum gut absolvieren.

Nach nur 10 Tagen zuhause stand ich mit meinen „Ferienbeinen“ schon wider am Start am Quer in Dagmersellen. Ohne grosse Ambitionen ging ich ins Rennen. Doch irgendwie kämpfte ich mich Runde für Runde über die Renndistanz und zwar immer ziemlich am Limit, doch am Schluss reichte es überraschend für den 4. Platz.

 

„Bin ich nun schon bald wieder auf dem Niveau wie vor der Pause?“

 

 

Nein….!!! Nach nur 8 Trainingstagen ist das fast nicht möglich. Jedoch gab mir der vierte Rang Vertrauen und Motivation für die Schweizermeisterschaften anfangs Januar. Doch bis dahin waren es nur noch 1,5 Wochen. Nach dem Quer in Dagmersellen liefen die Trainings einiges einfacher - im Kopf war es jedenfalls so. Die Berge wurden auch wieder etwas kürzer und die Beine drehten etwas leichter. Doch dies war nur mein Befinden, denn man kann nicht in 10 oder 12 Tagen wider in Form kommen.

 

Genau dies musste ich dann eine Woche später am Querrennen in Bussnang TG erfahren. Gut gestartet jedoch mit zu wenig Kraft um auf dieser Schlammstrecke (brauchte enorm viel Kraft) das Tempo durchzuziehen, verlor ich schon in der ersten Runde den Kontakt zur Spitze. Ich fuhr zwischenzeitlich auf Rang 8, konnte mich aber im Laufe des Rennens immer etwas weiter nach vorne arbeiten und erreichte das Ziel wider als vierter.

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir langsam klar, dass es mit der CH-Meisterschaft dieses Jahr ev. nichts wird. Ich hatte noch fünf Tage um mich etwas weiter zu bringen und die Ausgangslage zu ändern. Doch irgendwie erholte ich mich sehr schlecht nach dem Rennen in Bussnang und kämpfte die ganze Woche mit schweren Beinen. Einfach kraftlos….!!! Doch ich lies mich nicht entmutigen den in Beromünster wo die diesjährige Schweizermeisterschaft stattfand, hatte ich die letzten Jahren immer ein super Rennen. Also versuchte ich mich die letzten Tagen noch mental so gut wie nur möglich auf dieses Rennen vorzubereiten.

Die Strecke war wie erwartet sehr schwer und kraftraubend mit tiefen Wiesen (genau das hätte ich eigentlich nicht gebraucht) und rutschigen Abfahrten (was ich zwar mag). Ich kam am Start gut weg und konnte die ersten 3 Runden problemlos in der Spitze mitfahren. Doch als in der 4. Runde Julien Tamaracaz das erste Mal attackierte, musste ich abreissen lassen. Ich konnte etwas später wieder zu den drei Führenden aufschliessen, fiel jedoch später wieder zurück. Mir fehlte schlicht und einfach die nötige Power. Ohne Training geht nichts, dass musste ich zu diesem Zeitpunkt erfahren. Ich rettete mich erneut auf dem 4. Rang ins Ziel.

Julien gewann seinen ersten CH-Meister in der Elite Kategorie vor S. Zahner und Ch. Heule.

 

Enttäuscht war ich eigentlich nicht. Den ganz tief in mir wusste ich, dass diese paar Tage Training nicht ausreichen würden um um den CH-Titel zu fahren.

 

Ich bin jetzt frisch und erholt und blicke zuversichtlich Richtung Bike-Saisonstart. Dazwischen liegen noch zwei Trainingslager (Gran Canaria und Zypern) mit vielen Kilometern und harten und schönen Momenten auf dem Strassenvelo und Bike. Am 18. März geht es dann los mit dem ersten Weltcup in Süd Afrika.

 

Ich möchte mich bei allen die mich auf irgend eine Weise über diesen Winter unterstützt haben, herzlich bedanken. Besonderen Dank an Fabi, mein Familie (Päpu der jedes Wochenende wieder in der Wechselzohne stand und ein sauberes Velo für mich hatte.) Bruno Diethelm, und allen Sponsoren und treuen Fans an den Strecken. Ihr wart grossartig. Danke.

 

Ich werde mich in den nächsten Wochen wider aus dem Trainingslager melden.

 

Cheers luk

 

 

Race update CX und XC

Mit dem Radquer in Bützberg habe ich meine Herbstsaison nun beendet und werde nächsten Dienstag nach Miami in die Ferien fliegen. Die letzten Wochen und Tage bemerkte ich die lange Saison nun etwas und freue mich auf die Tage ohne Training.

Die letzten Rennen konnte ich zwar immer mit einem zufriedenstellenden Resultat beenden jedoch fehlte mir einfach ab und zu die Motivation bis zum letzten Tritt durchzuhalten.

 

Vor 3 Wochen konnte ich noch in den USA den Iceman (legendäres Mountainbike-Rennen in Michigan) noch gewinnen. Doch das Rennen stellte sich schwieriger heraus als ich gedacht hatte. Durch die wenigen Höhenmeter wurde das Rennen extrem schnell und taktisch. Da das Rennen ein Point to Point Rennen war, kannte ich die Strecke nur flüchtig. Ich versuchte nach 10 km auszubrechen und mir einen Vorsprung heraus zufahren. Jedoch jagte mich die hinten entstandene 6er Gruppe so stark, dass ich 30 min. später mein Vorhaben wider einstellte und mich einholen liess. So lief alles auf einen Sprint heraus. Diesen konnte ich dann knapp für mich entscheiden.

2 Tage später ging es dann schon wieder zurück in die Schweiz. Ich kam total übermüdet und ausgelaugt von dem Amerika Trip zurück und litt die ganze Woche im Training, konnte kaum ein zufriedenstellendes Training absolvieren. Dementsprechend startete ich in Frenkendorf am Internationalen Radquer. Nach einem schnellen Start bildete sich später eine 7er Spitzengruppe. Ich versuchte im schnellen Rennen immer in den ersten 3 Positionen zu fahren um etwas Kraft zu sparen, denn durch die vielen Kurven entstanden im hinteren Teil der Gruppe immer wieder Lücken, die man schliessen musste. Als in der letzten Runde der Angriff von Francis Mourey kam, fehlte mir einfach die nötige Kraft um mitzugehen. Es setzten sich 2 Fahrer ab und am Schluss verlor ich auch noch den Sprint um Platz drei.

 

Doch eine Woche später ich Bützberg, an unserem Heimrennen, konnte ich noch einmal ein super Rennen fahren. Von Start weg versuchte ich Druck zu machen und bemerkte sofort, dass ich einen guten Tag erwischt habe. Schon nach 2 Runden entstand eine kleine Lücke zwischen Marcel Wildhaber (mit welchem ich mich schon in der ersten Runde absetzten konnte) und mir. Ich konnte den Vorsprung von Runde zu Runde ausbauen und konnte das Rennen mit über 1 min. Vorsprung gewinnen.

 

Nun ist es aber an der Zeit ein paar Tage das Bike im Keller stehen zu lassen und mich zu erholen. Mitte Dezember werde ich dann das Aufbautraining für die kommende Mountainbike Saison starten.

 

Jetzt geht’s ab an die Wärme.

 

Bis Bald Luk

 

 

Rückblick der letzten Monate

Nach einer schlechten ersten Saisonhälfte machte ich eine Kehrtwendung und änderte einiges in meinem Training/Denken.

Ich brauchte zwar einige Wochen bis ich wieder etwas besser in Fahrt kam aber es ging stetig etwas aufwärts.

 

Den Grundstein konnte ich in den 3 Wochen im Engadin legen. Ich machte einen grossen Schritt vorwärts und konnte von Rennen zu Rennen mehr Selbstvertrauen tanken. Mit dem 5. Rang an der WM konnte ich mein Ziel erreichen. Durch das schöne Herbstwetter war ich weiter motiviert die Mountainbikesaison noch etwas weiter zu ziehen. So startete ich am Bundesliga in Heubach wo ich als 4. ein solides Rennen fahren konnte.  Zwei Wochen später stand schon das erste Radquer/Cross auf dem Programm wo ich zu meiner eigenen Überraschung dritter wurde.

 

Wie jedes Jahr arbeitete ich über die Herbsttage in der Mosterei meiner Eltern, so wurde es mir ganz bestimmt nie langweilig.

 

Leider kam das Training so etwas zu kurz und die Motivation, nach einem langen Sommer noch weiter zu trainieren, schwand allmählich etwas.

Ich versuchte aber trotzdem noch ein gutes Roc d’azur zu fahren. Leider erwischte ich 10 km vor dem Ziel, in der Spitzengruppe liegend, einen Platten und landete nur noch auf Rang 10.

Trotzdem hat mir das Rennen gezeigt, dass trotz den vielen Stunden in der Mosterei meine Batterien noch nicht ganz leer sind. Dies merkte ich auch 2 Wochen später am Radquer in Uster wo ich mehr oder weniger mühelos, trotz Kettenriss, gewann. Letzten Sonntag in Steinmauer war dann die Konkurrenz etwas stärker. Ich erwischte einen miserablen Start und musste mich zuerst 2 Runden lang nach vorne arbeiten. Kaum in der Spitzengruppe angekommen, die immer noch aus 5 Fahrern bestand, versuchte ich die Gruppe zu sprengen um etwas Ruhe ins Rennen zu bringen. Dies gelang mir aber 1 Runde später konnten alle wider aufschliessen. Ich bemerkte von Runde zu Runde mehr, dass ich die Beine hätte zu gewinnen. So entschied ich mich zu warten bis 3 Runden vor Schluss. Leider riss ich in der Zwischenzeit in einer Kurve das Collé von der Felge und musste anschliessend eine kleine Lücke schliessen. So brach die letzte Runde an, die mir jedoch kein Glück brachte. Denn bei einem Strassenübergang riss ich noch einmal das Collé ab. Nur war ich diesmal weiter weg von der Materialzone und so war das Rennen für mich gelaufen. Ich rettete mich noch als Sechster ins Ziel.

 

Im Moment bin ich für ein paar Tage in den USA bei TREK und werde am nächsten Samstag am legendären Iceman Race im Norden der USA starten. In Zwei Wochen geht es dann weiter mit dem Radquer in Frenkendorf, eine Woche später Quer in Bützberg. Und schon ist es ende November und Zeit ein paar Tage das Bike in den Keller zu stellen.

 

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden wie es weiter geht. Wünsche euch allen noch eine super Herbstzeit.

 

Luk

 

 

 

 

 

Weltmeisterschaften in Champery SUI - 5. Rang

Die Weltmeisterschaften im eigenen Land verliefen für die Flückiger-Brüder unterschiedlich: Luk war als Fünfter mit dem schweren Rennen in Champéry zufrieden. Der als 13. klassierte Math hätte es unmittelbar nach der Zieldurchfahrt am liebsten vergessen.

 

Von Kurt Henauer

 

Diese schweren Titelkämpfe auf einer sehr anspruchsvollen Runde und im zweiten Teil mit Regen sorgten an der Spitze für grosse Abstände. So verlor Luk als Fünfter auf den neuen Weltmeister und Saisondominator Jaroslav Kulhavy 4:29 Minuten; auf den viertplatzierten Spanier Hermida 2:20. „Die ersten vier sind an dieser WM in einer anderen Liga gefahren“, zollte Luk seinen Bezwingern Anerkennung. Das eigene Resultat stufte er positiv ein: „Ich bin in den letzten zwei Weltcuprennen und auch beim Bikers Cup konstant gefahren. Diese Leistung habe ich abgerufen und mein Ziel, einen Platz unter den Top 5, erreicht“, so Luk, der allerdings mit seiner Fahrt trotzdem etwas haderte. „In der Woche vor dem WM-Rennen habe ich mich frisch gefühlt, habe nur noch Intervalle gemacht. Deshalb habe ich nicht damit gerechnet, dass ich am Anfang Mühe habe.“

 

So nahm er in der Startschlaufe noch eine gute Position ein. „Aber in der ersten grossen Runde, als die Post abging, hielt ich nicht mit. Deswegen bin ich enttäuscht“, so Luk, der so schon früh aus dem Medaillenkampf fiel. „Dass ich diese Chance nicht wahrnehmen konnte, wurmt mich.“ Nicht nur zu Beginn auch wegen eines Defekts hatte er in der Wechselzone noch einmal eine Minute verloren. Aber wie das Endergebnis zeigt, wäre er auch ohne dieses Missgeschick nicht mehr in Medaillennähe gekommen.

 

Beine haben nicht gedreht

 

Math Flückiger ist als letztjährige U23-Weltmeister zu seinen ersten Elite-Titelkämpfen gestartet. Was ihm im Weltcup schon im letzten Jahr gelungen war, nämlich Top-Platzierungen bei den Besten, stellte sich heuer nie so richtig ein. „Eigentlich bin ich in guter Form, aber offensichtlich habe ich den Wechsel zum Berufs-Mountainbiker nicht wirklich geschafft“, so Math. Offenbar hat das zuviel an Zeit für den Zeitmilitär-Spitzensportler dazu geführt, dass er sich etwas verzettelt hat. „So gesehen war es für mich ein Lehrjahr. Das kann ich für die Zukunft mitnehmen. Ich weiss jetzt, was ich für mich machen muss.“ Zu denken gibt ihm, dass er von den Junioren bis zu den U23 immer Fortschritte gemacht und jetzt zum ersten Mal etwas stagniert hat. „Wenn ich dieses gleiche Gefühl wie früher wieder habe, dann geht es sicher wieder aufwärts“, gibt er sich zuversichtlich.

 

Diese Erkenntnis ist für ihn hart, umso mehr, „als dass mir die Strecke von Champéry gelegen wäre“, so Math, der als 13. auf den Sieger 6:44 Minuten verlor – keine Weltreise wenn man das ganze objektiv betrachtet. „Das wurmt mich, denn ich war wirklich in der Vorbereitung und auch an den WM motiviert. Aber ich hoffe, dass mich diese Erfahrung weiter bringt.“ Für seine Verhältnisse hatte er einen guten Start, aber nachher lief es nicht mehr rund. „Die Beine haben nicht ‚gedreht‘, ich hatte keine Kadenz und dann habe ich mich technisch verkrampft.“ so Math, der nachher auch mit nachlassender Konzentration zu kämpfen hatte, bei Wurzeln Fehler beging und Ausrutscher hatte. „Obwohl ich mir vorgenommen hatte, mich nicht zu nerven, tat ich es nachher trotzdem“, gab er sich am Tag nach der WM selbstkritisch.

 

London 2012

 

Nach den WM in Champéry ist für die Flückiger-Brüder vor den Olympischen Spielen 2012 in London. Weil es keinen Schweizer Weltmeister gab – Nino Schurter holte Silber – sind immer noch drei Startplätze offen, die im nächsten Jahr im Weltcup herausgefahren werden müssen. Pietermaritzburg (SA), Houffalize (Be), Nove Mesto (Tsch) und La Bresse (Fr) heissen zwischen Mitte März und Mitte Mai die Stationen, bei denen laut Selektionskonzept mindestens ein 8. Platz verlangt wird. Angesichts der Leistungsdichte im Schweizer Team wird man aber nur mit Top-3-Plätzen dabei sein könne. „Ich muss an dem festhalten, was ich in diesem Sommer gemacht habe“, sagt Luk zur Ausgangslage. Er hat wieder mit einem Trainer zusammen, der mir einen Raster für das Training gibt. „Es ist ein langer Weg bis zu den Olympischen Spielen, aber ich hoffe, dass ich noch einmal einen Sprung machen kann.“ Auch Math gibt die Hoffnung nach der nicht optimal verlaufenen Heim-WM nicht auf: „In Hinblick auf London fängt es nächstes Jahr mit den Selektionsrennen wieder von vorne an.“

Gut vorbereitet – aber die WM hat eigene Gesetze

Lukas und Mathias Flückiger gehören an den Mountainbike-WM in Champéry zum starken Schweizer Cross-Country-Team. Am nächsten Samstag um 16.30 gilt es ernst im Kampf um Podestplätze und Medaillen.

 

Von Kurt Henauer

 

Sowohl Luk wie auch Math wissen, dass sie gut vorbereitet sind. Trotzdem reden beide nicht euphorisch von den bevorstehenden Titelkämpfen im eigenen Land. „Es ist meine erste WM bei der Elite und WM-Rennen sind speziell“, sagt der letztjährige U23-Weltmeister Mathias Flückiger. „Die WM hat eigene Gesetzt, im letzten Jahr war ich in guter Form und dann hatte ich bereits in der ersten Runde einen Schuhdefekt“, blickt Luk zurück.

 

Trotz diesen leisen Bedenken sind beide zuversichtlich. „Letztes Jahr ging es gut. Ich werde die WM fahren wie einen Weltcup, auf diese kann ich mich immer gut fokussieren“, nennt Math seine Absicht. Vor zwei Jahren erzielte er auf der WM-Strecke als Fünfter seine erste Top-5-Platzierung bei der Elite; im Vorjahr war er im Wallis sogar Vierter. „Auf jeden Fall freue ich mich auf die Heim-WM mehr, als dass es mich unter Druck setzt“, so der jüngere der Flückiger-Brüder. „Bereits im letzten Winter, wenn es in der Spitzensport-RS in Magglingen manchmal hart war, habe ich mich mit Gedanken an die WM motiviert“, so der Zeitmilitär-Spitzensportler, der mit einem 50-Prozent-Pensum beim VBS angestellt ist.

 

Luk hat sich die Motivation und das Selbstvertrauen beim Racer Bikes-Cup in Muttenz geholt. Hinter Olympiasieger Julien Absalon wurde er Zweiter. „Ich habe gesehen, dass ich ihm Paroli bieten kann“, so Luk, der zuerst allein geführt hatte, und nach der Einholung durch den Franzosen und abwechslungsweisem Führen nur wegen eines Sturzes den Anschluss verlor. „An den WM wäre ich mit einem Top-5-Resultat zufrieden. Das ist realistisch, so fuhr ich auch in den letzten Weltcups“, so Luk, für den eine allfällige Medaille „nur ein Traum ist.“ Denn in diesem Jahr war er im Weltcup noch nie unter den besten 3. In Champéry hatte er vor zwei Jahren den 4. Platz belegt. „Die Strecke liegt mir“, sagt der gelernte Landmaschinenmechaniker, der mit seinem Bruder am Montag ins Wallis reiste. „Neben guter Erholung und Pflege werde ich wohl noch ein Intervalltraining machen und die heiklen Teile der Strecke anschauen“, nennt er das Vorbereitungsprogramm unmittelbar vor dem Tag X.

7* Welt Cup Final in Val di Sole

Luk und Math Flückiger tankten Selbstvertrauen für die WM

Luk (5.) und Math (7.) Flückiger vermochten sich beim Weltcupfinal in Val di Sole (It) rund zwei Wochen vor den WM in Champéry VS erneut zu steigern. Als Sieger ging einmal mehr der Weltcup-Gesamtsieger Jaroslav Kulhavy hervor.

 

Von Kurt Henauer

 

Mit Rang 5 gelang Luk Flückiger gegenüber Nove Mesto (6.) erneut eine kleine Steigerung. „Für mich war es die Bestätigung, dass ich in Nove Mesto nicht nur einen guten Tag hatte, sondern dass die Form soweit stimmt“, so Luk. „Ich hoffe aber schon, dass ich mich auf die WM hin noch etwas steigern kann.“ Nur 12 Sekunden hinter seinem älteren Bruder kam der letztjährige U23-Weltmeister Math Flückiger auf Rang 7. „Ich hatte wieder etwas Mühe am Start“, haderte der Zeitmilitär-Spitzensportler mit dem Beginn des Rennens. Auf der überaus schwierigen Strecke mit harten Aufstiegen und schnellen Abfahrten – „ man kann sich praktisch nie erholen“ – fällt es nach einem schlechten Start nicht leicht, wieder nach vorne zu fahren. „Ich habe zwar im letzten Winter in der Spitzensport-RS viele Startübungen gemacht“, sagte Math, der glaubt, „dass ich dann auf der Runde ähnlich schnell wie die Spitze fahren kann.“ Dies bewies er in Italien nach Rennhälfte. Während Luk während des ganzen Rennens in den Top Ten fuhr, konnte Math erst nach der Hälfte in die Gruppe mit seinem Bruder und weiteren Schweizern aufschliessen.

 

Die Flückiger-Brüder benutzten für den Weltcup-Final ein Fully. „Es hat in den Abfahrten doch ziemlich geschlagen, so konnten man sich mit dem hinten und vorne gefederten Rad doch etwas besser erholen“, so Math. Trotz gutem Material gefiel die Strecke in Italien Luk auch diesmal nicht uneingeschränkt: „Diese Strecke, eine der härtesten im Weltcup, sagt mir eigentlich nicht zu“, so der gelernte Landmaschinenmechaniker. „Aber dieser Wettkampf gab mir Zuversicht für die nächsten Rennen.“

Im Kampf um den Sieg musste diesmal Jaroslav Kuhlavy bis zur Ziellinie hart kämpfen. Erst im Endspurt gelang es ihm den zeitgleichen Olympia-Dritten Nino Schurter knapp auf Rang 2 zu verweisen. „Die zwei fahren im Moment in einer anderen Liga“, zollte Luk den Beiden Anerkennung.

 

Cross-Country präsentiert sich

Am Donnerstag (25. August) kann die Cross-Country-Weltelite an der Swiss Bike Trophy im Herzen der Stadt Bern live miterlebt werden. Auf dem Kurs rund um das Bundeshaus sind spannende Rennen im Kampf um das Siegerpreisgeld von 3500 Franken zu erwarten. „Das ist für uns eine Zwischenstation im Hinblick auf die WM, die acht Tage später stattfindet“, so Luk. „Trotzdem wäre ein gutes Resultat für das Selbstvertrauen schön.“ Er findet es ausserdem gut, „dass sich die Cross-Country-Fahrer den Leuten hautnah präsentieren können.“

6* Welt Cup Nove Mesto, Tschechien

Nur einer Woche nach der eher missglückten EM in der Slowakei lief es den Flückiger-Brüdern beim Weltcup in Nove Mesto (Tsch) vor über 50‘000 Zuschauern wieder besser: Lukas erreichte als Sechster das beste Ergebnis dieser Saison, Mathias fuhr auf den 10. Platz, obwohl er nach den EM noch die ganze Woche Mühe hatte.

 

Von Kurt Henauer

 

Nicht ganz unerwartet, kamen Lukas und Mathias Flückiger wenige Tage nach dem Ende des Höhentrainingslagers im Engadin vor einer Woche bei den EM nicht ganz auf Touren. Doch nun zeigten beide einen deutlichen Aufwärtstrend, was auch im Hinblick auf die Heim-WM am 4. September in Champéry zu Zuversicht Anlass gibt.

„Diese Strecke lag uns, sie ist ganz ähnlich wie die WM-Strecke“, sagte Luk nach dem Rennen. „Es hat Wurzeln, aber der Untergrund ist gut fahrbar und sie ist technisch nicht superschwer. Den Unterschied machte die Geschwindigkeit und unser Velo war für diesen Kurs optimal.“ Im Vergleich zu früheren Rennen in dieser Saison kam Luk beim Start auch viel besser weg: „Diesmal glückte mir der Start wieder. Ich war wieder so gut wie letztes Jahr“, nannte der 27-Jährige den Unterschied. So konnte er von Beginn weg in den Top 10 fahren, zwischenzeitlich sogar in der Gruppe, die sich hinter dem schon in der ersten Runde davon gezogenen Lokalmatadoren Jaroslav Kulhavy gebildet hatte. „Vor der letzten Runde war ich Fünfter“, so Luk, „aber ich machte dann wohl den Fehler, dass ich nicht selber in die Offensive ging. Dabei dachte ich, dass ich am Berg der Stärkste sei.“ So kam es, dass er nicht folgen konnte, als der Spanier Mantecon attackierte. „Nach dem letzten Aufstieg kam ich noch knapp über die Welle“, schilderte Luk die letzte Rennphase. Trotzdem durfte er sich am Ende mit dem 6. Platz über sein bisher bestes Saisonresultat freuen.

 

Während Lukas gut von der Höhe ins Flachland umstellen konnte, hatte Mathias seine liebe Mühe. „Die ganze Woche konnte ich kaum Velofahren“, so Math, dem ganz offensichtlich der Höhenunterschied und die lange Reise mehr zugesetzt hatten, als ihm lieb war. „Aber schon gestern und auch heute hatte ich wieder bessere Beine“, sagte Math. „Ich wollte die EM ganz einfach vergessen.“ Trotzdem kam er am Start nicht optimal weg. „Ich war träge und nach der Startschlaufe nur auf dem 30. Rang. Ich konnte auf den Single-Trails nicht überholen. Am Ende betrug sein Rückstand auf die besten Fünf rund eine Minute. „Das habe ich alles zu Beginn verloren“, so Math, der von der grossen Zuschauerkulisse rund um das Weltcup-Langlaufstadion und an der Strecke begeistert war. „Das ist einer der grössten Mountainbike-Events, und es wurden auch hochprofessionelle TV-Bilder produziert. So kann man unseren Sport gut verkaufen.“

 

Die grosse Zuschauermenge konnte ihren Landsmann Jaroslav Kulhavy bejubeln, der sich mit seinem vierten Tageserfolg vor Nino Schurter und Olympiasieger Julien Absalon vorzeitig den Weltcup-Gesamtsieg sicherte.

Die nächste Weltcup-Station ist Val di Sole in Italien, wo der Wettkampf nächsten Samstag auf dem Programm steht. Noch am Sonntagabend fuhren Luk und Math Flückiger mit dem Auto bis nach Linz, damit sie die rund 10-stündige Reise nicht an einem Stück unter die Räder nehmen mussten.

Europameisterschaften Dohnany, Slovakei

Licht und Schatten für die Flückiger-Brüder bei den Mountainbike-EM in Dohnany (Slk): Lukas verfehlte als 11. knapp die Top Ten; Mathias kam wenige Tag nach dem Ende des Höhentrainingslagers im Engadin nicht auf Touren und wurde lediglich 49.

 

von Kurt Henauer

 

Weder Lukas noch Mathias waren mit grossen Erwartungen in die Slowakeit gereist. Diese Kontinentaltitelkämpfe passten im Hinblick auf die WM in Champéry (4. September) auch nicht in ihr Konzept. Denn nur drei Tage nach einem fast dreiwöchigen Höhentrainingslager und einer beschwerlichen Anreise vom Hoch- ins Tiefland kann man in der Regel nicht viel erwarten. „Wir kamen zudem auf der Anreise in einen Stau und waren rund 13 Stunden unterwegs, so dass wir erst am Abend nach 22 Uhr im Hotel ankamen“, sagt Lukas zur beschwerlichen Reise. Ihm hat dies aber offenbar nicht so viel ausgemacht. „Bis drei Runden vor Schluss bin ich um Rang 4-6 gefahren“, sagt der ältere der Flückiger-Brüder zum Rennen das über acht Runden und rund 40 km führte. „Es war aber sehr heiss und feucht, so dass ich nachher mein Tempo gefahren bin, um mich im Hinblick auf den Weltcup vom nächsten Sonntag in Nove Mesto nicht kaputt zu machen“, ergänzt Lukas, der für das nächste Rennen zuversichtlich ist.

 

„Das war ein kraftloses Rennen“, zog Mathias Flückiger zu seinem Einsatz eine doch eher negative Bilanz. Der U23-Weltmeister liess sich deswegen aber nicht verunsichern. „Ich bin sicher deswegen nicht am Boden zerstört, denn ich hatte schon am Samstag keine Kraft, nachdem ich mich im Vorfeld gut gefühlt hatte.“ Mathias setzte der Wechsel von der Höhe ins Flachland und vor allem die beschwerliche Reise mehr zu als seinem Bruder. „Ich musste dann halt einfach langsam fahren“, so Mathias, der anderthalb Runden vor Schluss wegen der 80-Prozent-Rückstandsregel (auf den Führenden) sogar aus dem Rennen genommen wurde. Für Mathias Flückiger wird jetzt wichtig sein, sich gut zu erholen, um dann in Nove Mesto seine wahres Leistungsvermögen abrufen zu können.

An der Spitze lieferten sich der tschechische Weltcup-Dominator Jaroslav Kulhavy, Julien Absalon (Fr) und Florian Vogel (Sz) einen Dreikampf, der in dieser Reihenfolge ausging.


 

„Die EM nehmen wir einfach mit“

Die Mountainbiker Lukas und Mathias Flückiger (Leimiswil/Ochlenberg) starten am Sonntag (7. August) an den Europameisterschaften in Dohnany (Slowakei). Danach stehen die Weltcups in Nove Mesto (Tsch/14. August) und Val di Sole (It/21. August) auf dem Programm.

 

von Kurt Henauer, 3.8.11

 

Der Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaften vom 4. September in Champéry VS, rücken für die Oberaargauer Mountainbiker Lukas und Mathias Flückiger immer näher. Zuerst steht nach einem rund dreiwöchigen Höhentrainingslager im Engadin noch die EM an. „Die EM wollten wir eigentlich gar nicht fahren, wegen der WM-Qualifikation machen wir es trotzdem“, sagt dazu Mathias und fügt an: „Sie passt vom Datum her nicht in unser Vorbereitungskonzept.“ Ähnlich sieht es Lukas: „Wir fahren wegen der Qualifikation“, sagt der ältere der Beiden. „Und wenn wir gut fahren, ist es sicher gut fürs Selbstvertrauen. Wenn nicht, machen wir uns keine grossen Gedanken.“ Nur eine halbe Woche nach einem intensiven Höhentrainingslager ist dieser Wettkampf sicher nicht ideal.

 

Mathias und Lukas Flückiger reisen nachher gerade weiter nach Tschechien, nach Nove Mesto, wo der erste von zwei wichtigen Weltcup-Wettkämpfen ansteht. Eine Woche darauf starten sie in Val di Sole (It).

 

 

Im Engadin einen wichtigen Schritt Richtung WM getan

Nach den nicht ganz zufriedenstellend verlaufenen Schweizer Meisterschaften in Plaffeien dislozierten Lukas und Mathias Flückiger ins Engadin. In ihrem fast 3-wöchigen Trainingslager taten sie einen wichtigen Schritt Richtung WM in Champéry (4. September).

 

von Kurt Henauer, 3.8.11

 

Als ideale Basis für ihre ausgedehnten Trainings in der Engadiner Höhenluft erwies sich das Hotel Randolins, das oberhalb St. Moritz im Suvretta-Gebiet liegt. „Das Hotel liegt auf rund 2000 m über Meer und ist ruhig“, schwärmt Lukas Flückiger von der guten Unterkunft. „Und vor allem haben wir sogar sagen können, was wir essen wollen. Das haben Mathias und ich sehr geschätzt.“

 

Gute Verpflegung war für die grossen Trainingsumfänge wichtig. Auch Mathias, der schon vor den Weltcups in den USA drei Wochen im Engadin trainiert hatte, ist über das Hotel Randolins und auch über das absolvierte Training des Lobes voll. „Ich habe weitere Fortschritte gemacht“, so Mathias, „vor allem bin ich nach den Trainings nicht mehr so müde gewesen, wie noch im Juni. Jetzt ist es einfach muskulär, weil ich viel gemacht habe. Er konnte die Trainings etwas anders gestalten, „weil ich mich viel schneller angepasst habe, als beim ersten Höhenaufenthalt in diesem Jahr.“ So machte er kürzere, dafür aber intensivere Einheiten.

 

Über zahlreiche Pässe

Die langen Ausfahrten auf dem Rennvelo kamen aber in der wunderbaren Umgebung des Engadins nicht zu kurz. „Ich habe drei ganz lange Einheiten über sechs Stunden gemacht“, erzählt Mathias. Der Ofenpass, der Stelvio und der Umbrail mussten einmal „dran glauben“…..ein anderes Mal waren es der Julier, der Splügen und der Maloja, den Mathias bezwang. Trotz der erzielten Fortschritte bleibt nach einem Höhentrainingslager immer ein wenig ein zwiespältiges Gefühl. „Ich habe zwar ein gutes Gefühl, trotzdem hoffe ich, dass es nicht zu stark an die Substanz ging.“, sagt Mathias, nach Tagen mit bis zu drei Trainings. Neben dem Rennvelo und dem Bike absolvierten Lukas und Mathias noch Krafttrainings. „Vor allem die Stärkung der Rumpfmuskulatur und die Koordination standen da im Mittelpunkt“, sagt Mathias. Und wie sah es mit den Techniktrainings aus: „Im Engadin sind vom Gelände her immer schwierige Sachen möglich. Dazu kommt, dass es noch viel bergauf geht, was auch für die Kraft gut ist.“ Dass es im Engadin bergauf geht, musste auch Luks Freundin erfahren. „Wir sind mit ihr nach Corviglia hoch gefahren, am Schluss haben wir sie am Gummiseil geschleppt“, erzählt Lukas schmunzelnd.

 

Leistungssprung gemacht

 

„Im Vergleich zu den Schweizer Meisterschaften habe ich einen rechten Leistungssprung gemacht“, ist Lukas überzeugt. Dabei ist er gar nicht so gern ins Engadin gefahren, weil er ganz gerne zuhause trainiert. „Es ist für mich im Vorfeld ein Müssen, weil ich im Vergleich mit dem Tiefland keinen grossen Unterschied spüre“, so Lukas, „aber ich habe mich dann trotzdem wohl gefühlt. Von der Umgebung her war es perfekt und auch das Wetter hat gepasst.“ Er habe die zweieinhalb Wochen gut trainiert und hart gearbeitet. „Vielleicht war ich halt in den letzten Weltcups doch nicht so gut in Form, wie ich vom Training her das Gefühl hatte“, blickt er zurück. „Das Gefühl im Training und im Rennen, bei dem man auf Gegner trifft, ist halt oft sehr verschieden.“ Nun ist er aber für die kommenden Wettkämpfe, zuversichtlich. „Im Vergleich zu den Schweizer Meisterschaften in Plaffeien und den Weltcups in den USA habe ich Fortschritte gemacht. Ich denke, dass ich 5 bis 6 Prozent mehr Schub habe als vorher.“

 

Vom Engadin reisen Lukas und Mathias Flückiger direkt nach Dohnany (Slowakei), wo am 7. August das EM-Rennen auf dem Programm steht.

 

 

4* und 5* Lauf Welt Cup MSA (CAN) und Windham (USA)

Weltcup 4 und 5 schliesse ich mit etwas gemischten Gefühlen ab. Ich habe mir nach intensiver Vorbereitung doch einiges mehr vorgenommen.

 

In Mont Sainte Anne fand ich trotz Jetlag gut ins Rennen, stürzte aber in der ersten Runde bei einer nicht gerade spektakulären Stelle und riss mir die Schuhschnalle ab. So hatte ich in der Startrunde schon mal ein Brecher, der mich etwas aus dem Rhythmus brachte. Ich fing mich aber wieder und arbeitete mich bis auf Rang 8 vor.

 

Doch dann stürzte ich in einer technisch schwierigen Abfahrt wieder. Kurze Zeit wusste ich nicht, ob ich das Rennen überhaupt fortsetzen kann. Helm war gebrochen und ich konnte ihn kaum noch auf dem Kopf fixieren und an Luft fehlte es mir auch gerade etwas. Nach ein bis zwei Minuten setzte ich das Rennen aber fort und fand nach einer halben Runde schon wieder einen guten Rhythmus und machte so Platz um Platz gut. Zuerst etwas niedergeschlagen kam ich als 17er ins Ziel.

Doch das Resultat wiederspiegelte nicht meine momentane Form. Ohne Jetlag welches ich mir beim verpassten Anschlussflug von New York nach Quebec einholte (kam erst um 4 Uhr morgens in MSA an) und den zwei Stürzen, hätte ich ev. um einen Platz in den Top 5 mitkämpfen können. So oder so gehören solche Stürze dazu und jeder kämpft irgend auf eine Weise mit sich und der Strecke.

 

So reiste ich zuversichtlich nach Windham. Die Strecke präsentierte sich wie im letzten Jahr mit einem langen Aufstieg und einer schnellen Abfahrt nicht sehr spektakulär oder technisch. Jedoch kannst du, wenn du dich nicht von A-Z konzentriert bist, bei den scharfen Steinen schnell einen Platten einfangen und auch in der Abfahrt viel Zeit verlieren.

Der Start verlief einigermassen gut. Leider konnte ich mich wiederum nicht ganz vorne einreihen. Ich versuchte mich etwas nach vorne zuschieben. Mir fehlte aber schlicht und einfach die Power um in der höchsten Liga mit zu fighten. So suchte ich schnell meinen eigenen Rhythmus. Ich fuhr mehr oder weniger das ganze Rennen zwischen fünfzehn und zehn. Am Schluss reichte es gerade knapp für den neunten Platz. Top 10 ist ok. Doch ganz zufrieden sein kann ich noch nicht, den meine Ziele sind doch noch ein Stück höher. Rückblickend habe ich aber in allen Bereichen einen Schritt vorwärts gemacht gegenüber den ersten Weltcups zu Beginn der Saison.

 

Nun geht es zurück in die Schweiz wo nächstes Wochenende die CH- Meisterschaften stattfinden. Anschliessend werden Math und ich für 3 Wochen nach St.Moritz ins Höhentrainingslager fahren um noch einen weiteren guten Schritt nach vorne zu machen und bereit zu sein für die nächsten Höhepunkte Europameisterschaft, Weltcup, und WM in Champery.

 

Ihr hört von mir.

 

Luk

 

Racerbikes Cup in Chur

**Kurzes Update Racer Bikes Cup in Chur**

 

Ich bin im Moment in New York und habe meinen Flieger weiter nach Quebec verpasst. Dies gibt mir etwas Zeit um ein etwas verspätetes Update der letzten Wochen und dem Racer Cup in Chur zu schreiben. Ich konnte die letzten Wochen gut und konzentriert zuhause trainieren und mich wirklich optimal auf den kommenden Weltcupblock in Canada (MSA) und USA (Windham) vorbereiten. Auf dem Weg dorthin lag aber noch das Rennen in Chur, welches ich nutzte um mein Selbstvertrauen noch etwas mehr zu stärken.

Mit dem dritten Rang konnte ich mein Ziel mehr oder weniger erreichen. Ich hatte zwar in der 2. Runde einen kleinen Hänger der mich etwas zurückwarf. Mit der zweiten Gruppe um Platz drei fahrend, fühlte ich mich immer stark und wusste was ich zu tun hatte. Ich teilte mir die Kräfte gut ein und versuchte auch nicht total ans Limit zugehen.

So konnte ich dann in der letzten Runde, sicher auch dank meinem perfekt abgestimmten Bike, in der Abfahrt etwas Zeit zwischen mich und die Verfolger bringen und den dritten Rang für mich sichern.

 

Nun bin ich also schon unterwegs nach Canada an den nächsten Weltcup. Zuversichtlich, dass ich nun einen grossen Schritt vorwärts gemacht habe, starte ich am Samstag in Mt. Sainte Anne zum 4. Weltcup Lauf.

 

Ich wünsche allen eine schöne Woche bis Bald.

 

luk

 

 

Racerbikes Cup in Engelberg

Klar will man immer gewinnen, doch diesmal war es anders. Für mich war es einen Schritt, den ich unbedingt jetzt machen musste. Die Gewissheit endlich wieder ein Rennen von A-Z zu bestimmen. Auch wenn das Rennen in Engelberg nicht gerade mit vielen Stars glänzte, war doch der Weltmeister Jose A. Hermida, Vorjahressieger Martin Fanger (welcher in Engelberg immer 10% schneller fährt als sonst an einem Rennen. Ist auch sein Heimrennen), Balz Weber der langsam aber sicher im Aufwärtstrend und noch ein paar weitere Zufallskandidaten, die einem bei solchen Rennen grausam die Zähne ziehen können.

Nach der Pause vor 2 Wochen und jetzt mit einer Woche gutem Training in der Tasche, wusste ich, dass ich einiges mehr leisten kann als noch 1 Monat zuvor.

Der Start erfolgte um 15 Uhr und es wurde ziemlich kontrolliert, jedoch zügig gestartet. Die Strecke war mit einem langen Aufstieg und einder schnelle Abfahrt einfach zu fahren. Wir hatten 10 Runden zu absolvieren. Ich wollte als erster in die lange Abfahrt um jegliches Risiko zu vermindern. Dies gelang mir dann auch und so konnte ich das Tempo gut kontrollieren. Das Rennen verlief eher langweilig. Fanger und ich setzten uns in der 3. Runde von Jose A. Hermida ab und fuhren unsere Runden gemeinsam. In der 3-letzten Runde machte Fanger einen Fehler in der Abfahrt und ich setzte mich ab. Mit fast 1,5 min. Vorsprung erreichte ich das Ziel als Erster. Ich will dieses Rennen nicht überbewerten, dennoch ist es für mich ein Schritt in die Richtung in die es gehen sollte.

Bevor es mit dem Weltcup in Kanada und der USA weitergeht, werde ich noch den Racer Cup in Chur fahren, welcher in 2 Wochen stattfindet. Bis dahin stehen aber noch zwei gute Trainingswochen an.

 

Bis bald

Luk  

Racerbikes Cup in Gränichen

Nach den enttäuschenden Weltcup-Resultaten der vergangenen zwei Wochen legte ich 1 Woche trainingsfrei ein. Donnerstag machte ich eine lockere Ausfahrt, Freitag ein weiterer blauer Tag und Samstag reiste ich dann nach Gränichen einerseits um die Strecke zu besichtigen, andererseits freute ich mich auf das Treffen mit Frank Stacy und seiner Frau Carol von Bontrager/ Trek. Frank entwickelt für Bontrager/ Trek die besten Reifen und wir konnten mit ihm zusammen die letzten Monate   interessante Entwicklungsschritte betreffend den Reifen machen.

 

Die Strecke präsentierte sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal attraktiver. Am Sonntag um 14 Uhr fiel dann bei Temperaturen um die 30 Grad der Startschuss. Ich konnte mich die ersten ¾ Runden gut in der Spitzengruppe halten, doch Ende der Runde stürzte ich an einem Drop unkontrolliert, so dass es mir die ersten paar Sekunden die Luft komplett abstellte. Ich setzte das Rennen in einem eher gemütlichen Tempo fort und versuchte einfach weiter zu fahren. Zwei Runden später lag ich um den 15. Rang. Etwas hoffnungslos drehte ich meine Runden. Doch irgendwann fand ich meinen eigenen Rhythmus und beendete das Rennen auf dem 4. Schlussrang.

Das Resultat war sekundär für mich. Ein gutes Training nach der“ Ruhe“ -Woche war wichtiger und jetzt bin ich wieder frisch und freue mich auf die kommenden harten Trainings in Hinblick auf die Übersee Weltcup (USA, Canada) in 4 Wochen.

Nächstes Rennen werde ich in Engelberg fahren, jedoch werde ich das Rennen als Vorbereitung bestreiten und im Training einbauen. Trotzdem ist ein Rennen eben ein Rennen und ich werde mein Bestes geben.

 

Bis bald

 

Luk

3* World Cup Offenburg, Germany

Wie schon letzte Woche gesagt, hatte ich nicht viel Zeit um mir gross Gedanken um meine momentane Form oder Situation zu. Ich habe diesen Winter und Frühling härter trainiert den je zu vor. Immer mit den Gedanken und dem Ziel vor Augen jeden Weltcup in den ersten fünf zu beenden. Ich habe mein Rennkalender gegenüber den letzten Jahren total umgestellt und wollte mich nur noch auf die Weltcupläufe konzentriere, d.h. weniger Wettkämpfe vor und nach den Weltcup’s. Doch ich bin weit entfernt von meinen Vorstellungen .

Leider stehe ich jetzt in einer Sackgasse und kann nicht so schnell drehen wie ich mir das eigentlich wünschen würde. Nach dem ersten Weltcup in Südafrika konnte ich noch irgendwie über den 20. Platz hinweg sehen. Doch nach Dalby und jetzt Offenburg muss ich feststellen, dass es einfach meiner momentanen Form oder Situation entspricht. Mehr geht im Moment nicht…!!!

Wieso, dass ich bei Platz 20 hängen bleibe, weiss ich nicht. Und wo dass ich Änderungen anbringen soll, weiss ich auch noch nicht. Ich werde aber irgendwie den Weg an die Spitze wieder finden…das weiss ich und dies treibt mich weiter an.

Das Rennen in Offenburg verlief genau gleich wie die letzten zwei Weltcup zuvor. Ich hatte einen normalen Start und reihte mich zwischen 15 und 20 ein. Ich fuhr ein unauffälliges Rennen und beendete es auch auf dem unauffälligen Platz 20.

 

„Das ist das Leben eines Sportlers. Die Resultate und daraus entstehenden Emotionen bestimmen dein Leben und dein Gemüt. Ich lebe für den Erfolg, die Aussicht und die Vorstellung zu gewinnen oder deine Ziel zu erreichen geben mir jeden Tag die Motivation weiter zu machen, zu kämpfen und zu leiden für meine Leidenschaft.“

 

Wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

2* World Cup Dalby Forest UK

Wie soll ich beginnen? Klar waren die Erwartungen an mich selber sehr hoch. Mit spezifischem Training suchte ich den richtigen Weg um ganz vorne mitfahren zu können. Ich fühlte mich sehr gut und war konzentriert und bereit ein super Resultat abzuliefern. Die Strecke im englischen Dalby Yorkshire National Forest war wiederum sehr schnell und die sechs Runden versprachen ein super schnelles und intensives Rennen. Durch die mäßige Platzierung am ersten Weltcup konnte ich nur aus der dritten Startreihe starten. Mit einem kontrollierten Start kam ich gut weg. Jedoch nicht gut genug wie sich später herausstellte. Das Tempo vorne war so extrem hoch, dass die Positionen schon früh bezogen wurden. Es entstanden Lücken, die ich nicht mehr schließen konnte. Zwischenzeitlich schien mir die Situation aussichtslos. Auf den Plätzen 20.-25. Fahrend, kämpfte ich verbissen um den Anschluss zur nächsten großen Gruppe die vor mir lag. Doch der Abstand blieb konstant. Mir fehlte schlicht und einfach die Geschwindigkeit und die Power. Nach 1h45min fuhr ich als 19er über die Ziellinie. Ich bin etwas ratlos. Im Moment weiß ich noch nicht genau was ich machen oder denken soll. Groß Zeit um nachzudenken habe ich aber nicht, denn schon am Sonntag bietet sich die nächste Chance um den erhofften Sprung nach vorne zu machen. Der Weltcup macht Halt im deutschen Offenburg.

 

Luk

Racerbikes Cup in Solothurn

Die zwei Wochen nach Südafrika bis zum Racer Cup in Solothurn nutzte ich um mich gut von der Verletzung am Zeigefinger zu erholen und gut zu trainieren. Vor allem in der zweiten Woche konnte ich ein paar gute und harte Trainings absolvieren.

Motiviert und zuversichtlich ging ich am Freitagabend beim Short Race an den Start. Mit dem Ziel mich gut für das Hauptrennen am Samstag einzufahren, kämpfte ich mich Runde für Runde weiter und schaffte den Einzug ins Final bei welchem ich den 4. Schlussrang erzielte.

Am Samstag wurde dann um 16 Uhr zum Hauptrennen gestartet. Von den Jahren zuvor wusste ich, dass die erste Runde matchentscheidend sein wird und so versuchte ich mich in eine gute Ausgangslage zu bringen. Ich konnte mich mit Sauser, Schurter, Vogel und Gujan etwas absetzen. Die Schlüsselstelle war immer der lange aber sehr schnelle Aufstieg ca. Mitte der Runde. Wir hatten 7 Runden zu absolvieren. Die ersten 3 Runden gingen sehr schnell vorbei und ich konnte mich mühelos immer gut in der Spitzengruppe behaupten. Doch in der Vierten musste ich kämpfen um den Anschluss nicht zu verlieren und so geschah es, dass ich in der 5. Runde den Kontakt verlor. Ich versuchte den Schaden in Grenzen zu halten und blieb in Tuchfühlung mit dem Drittplatzierten Martin Gujan. Auf der letzten Runde verlor ich weiter etwas an Zeit und beendete das Rennen auf dem 4. Rang.

Das Rennen war noch nicht ganz was ich mir vorgestellt habe. Ich bin mir aber sicher, dass ich in den nächsten Wochen noch einen guten Schritt weiter nach vorne machen kann. Bis zum zweiten Weltcup bleiben mir noch 2 Wochen.

Nächstes Rennen; Weltcup Dalby Forest UK

 

Luk

1* World Cup Pietermaritzburg SA

Mit grosser Zuversicht schaute ich anfangs Woche noch Richtung Weltcup. Alles lief perfekt. Ich hatte die Strecke gut im Griff, die Beine drehten gut und ich war motiviert. Doch am Freitag auf der letzten Runde stürzte ich in einer Steinpassage unglücklich und verdrehte mir dabei die rechte Hand und Finger.

 

Zuerst wusste ich nicht, ob ich überhaupt starten kann weil ich den Lenker kaum halten konnte. Nach einer unruhigen Nacht, war es leider am Samstag morgen nicht besser. Doch ich versuchte die negativen Gedanken wegzustecken, was nicht so einfach war.

 

Der Start war extrem schnell, trotzdem konnte ich mich gut behaupten und lag nach der ersten Runde um den 10. Rang. Doch ich hatte in den technischen Passagen absolut keine Kontrolle über das Bike. Auch das Vertrauen fehlte mir, da ich den Lenker kaum halten konnte. In den Aufstiegen konnte ich nicht richtig am Lenker abstützen oder ziehen, so dass ich alles aus den Beinen herausfahren musste. Die ersten paar Runden konnte ich den Schaden in Grenzen halten. Doch die Schläge auf die Hand wurden zum Teil so stark, dass ich das Tempo nicht mitgehen konnte. Ich finishte auf Rang 22.

 

Enttäuscht über die Situation aber trotzdem froh, dass Rennen beendet zu haben, fliege ich nach fast 5 Wochen Süd Afrika wieder zurück in die Schweiz und werde zuerst meine Hand untersuchen lassen, damit ich sicher sein kann, dass nichts gerissen oder gebrochen ist.

Das nächste Rennen wird der Racer Cup in Solothurn sein bevor es mit dem nächsten Weltcup in Dalby, England weiter geht.

 

Luk

 

Rangliste unter www.uci.ch

 

Trek In Pursuite Movie ist online. Cape Epic 2011

Pietermaritzburg SA CUP 2011

SOUTH AFRICA....verbindet man immer mit Sonne, Wärme, Trockenheit und vielen Tieren. Hier in Pietermaritzburg in der Nähe von Durban am Indischen Ozean ist es alles andere als sonnig und trocken. Dafür hat es genug Tiere. Am Morgen spielen und streiten immer die Affen vor meinem Zimmer im Garden und die Vögel tun auch so als wären sie alleine auf diesem Planeten. (-:

Seit wir letzten Mittwoch angekommen sind, regnet es fast ununterbrochen. Eigentlich sehr untypisch für Südafrika. Doch der Regen stört mich wenig da es oft genug warm ist um das Training gut zu absolvieren.

 

Letzten Samstag hatten wir die Gelegenheit ein Rennen auf der Weltcupstrecke zu fahren. Das Rennen zählte zum Süd Afrika Cup.

Die Strecke war trotz des anhaltenden Regens gut fahrbar und bot uns eine gute Gelegenheit um noch einmal etwas intensive Kilometer zu sammeln.

 

Der Start war wiederum sehr wichtig da es nach 200m schon das erste Mal schmal wurde. Um 14.30 fiel der Startschuss bei leichtem Regen und ich konnte mich gleich nach ein paar km mit Jaroslav Kulhavy absetzen. Er versuchte in der ersten Runde immer wieder ein Loch zwischen uns zu bringen. Doch ich konnte reagieren und an seinem Hinterrad bleiben. Ende erster Runde übernahm ich das Tempo und konnte mich gleich etwas absetzten. Von da an versuchte ich das Tempo immer so hoch zu halten, dass er die Lücke nicht mehr schliessen konnte. Leider fing ich Mitte Rennen einen platten Hinterreifen ein und musste ca. 2 km mit flachem Reifen zurücklegen bevor ich das Rad in der Techzone wechseln konnte. Der Vorsprung von über 1 min. war schnell mal aufgebraucht und auf dem Ersatzrad welches ich bekam, war kein Schlammreifen aufgezogen. So musste ich Kulhavy in der 3. Runde ziehen lassen. Ich entschied mich eine Runde später das Rad noch einmal zu wechseln um wieder einen Pneu mit mehr Profil zu fahren. Es war absolut die richtige Entscheidung. Denn ich konnte Kulhavy kurze Zeit später wieder einholen und versuchte gleich vorbei zu fahren um als Erster auf die letzte Runde zu gehen. Mit einer guten letzten Runde konnte ich die Führung bis ins Ziel verteidigen und siegte vor J. Kulhavy und Math.

 

 

Nun blicke ich zuversichtlich auf nächstes Wochenende und hoffe auf etwas besseres Wetter.

 

Wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

NEWS aus Süd Africa

Nach langer Homepage-Abwesenheit melde ich mich mal wieder. Die Website hat sich grundlegend etwas verändert und ich hoffe euch gefällt der neue Look. Ich verbrachte die Winterzeit ausschliesslich in der Schweiz, fuhr einige Cross Rennen, die ich z.T. erfolgreich beendete. Leider konnte ich aber den Schweizermeistertitel nicht verteidigen. Ende Januar flog ich für 3 Wochen nach Stellenbosch (SA) um in der Wärme etwas Kilometer zu sammeln. Nach einem kurzen Aufenthalt zuhause ging es weiter zum ersten Team Camp in Malaga (ESP) und dann 1 Woche Training in Giverola. Ich denke, dass ich mich nahezu optimal auf die neue Saison vorbereiten konnte. Nach der langen Trainingszeit war ich dann froh, dass es mit dem Cape Epic ende März endlich los ging. Leider hatten wir nicht den optimalen Start in die Epic Woche. Math hatte sich auf dem Weg nach Südafrika erkältet und dazu kam noch, dass wir die ersten zwei Tagr reichlich platte Reifen sammelten. Doch je länger das Cape Epic ging um so besser in Fahrt kamen wir. Ich musste aber in diesen 8 Tagen sehr oft ans Limit gehen und erlebte wieder mal was es wirklich heisst körperlich an die absolute Grenze zu gehen. Am zweitletzten Tag fuhr ich mit allerletzter Kraft über den Zielstrich und war total am ende mit den Kräften. Die Etappe hätte keine 100m weiter gehen dürfen. Mit letzter Kraft rollte ich ins Ziel und lebte dann für einige Minuten in einer anderen Welt. Andere bräuchten reichlich Drogen für auf diesen Trip zu kommen. ☺ Was zwar für mich in dieser Zeit sekundär war ist, dass wir trotzdem noch auf Platz 3 fuhren. Podestplatz Nr. 4 aber immer noch keinen Sieg und nur noch eine Etappe zu fahren. Sah also nach meinem Desaster am Samstag ziemlich bitter aus für die letzte Etappe. Eigentlich war es unser Ziel mind. eine Etappe zu gewinnen und wenn möglich auch die letzte nach Lourensfort. Der letzte Tag nach Lourensfort ist wie die Champ Elysse bei der Tour de France. Jeder will diese letzte Etappe gewinnen, denn es ist die Prestigeträchtigste und die mit den meisten Emotionen. Math und ich hatten kein Plan, den keiner wusste wie sich die Beine nach dem Start anfühlen werden. Also gingen wir ohne grosse Ambitionen ins Rennen und freuten uns auf die Ziellinie, die uns in Lourensfort erwartete. Doch es kam ganz anders. Irgendwie hatten wir doch noch den Drang um eine Etappe zu gewinnen. Nach ein paar Kilometern waren wir schon alleine unterwegs und versuchten das hohe Tempo weiter zu ziehen. Nach ca. halber Distanz schloss das Merida Team von hinten auf und begleiteten uns einige Kilometer. Doch ca. 20 Kilometer vor dem Ziel lösten wir uns erneut und konnten die Etappe für uns entscheiden. Als wir in Lourensfort ins Zuschauerstation einfuhren, war dies einer der schönsten und emotionalsten Momente die Math und ich bis anhin je zusammen erleben durften. Die Zuschauer und alles rundherum war einmalig und wir konnten diesen speziellen Moment in vollen Züge geniessen. Für mich ist dieser Sport die ganze Zeit ein auf und ab. Mann lebt eigentlich 24h in einer Emotionswelle die nie abreisst. Ob es jetzt positive Emotionen sind nach einem Sieg, einem starken Trainingstag oder negative Momente nach einem Defekt oder kraftlosen Renntag. Sie kommen Schlag auf Schlag und geben dir immer diesen Kick um noch weiter zu gehen. Nach dem guten Ende des Cape Epic 2011 traffen wir in Stellenbosch auf das ganze TREK World Racing Team und hatten ein gemütliches Abschlussnachtessen mit einigen anderen Teams und der Organisation von Cape Epic. Die letzten 10 Tagen verbrachten wir mit Erholen, Trainieren, Pneutests mit Frank Stacy von Bontrager, Fotoshooting Wein tasting auf den umliegenden Weinfarmen usw. Im Moment sind wir gerade auf dem Weg nach Pietermaritzburg zum ersten Weltcup Lauf welcher in 10 Tagen stattfindet. Am Samstag werden wir jedoch schon die Gelegenheit haben ein Rennen auf dem neuen Weltcup Course zu fahren. Ich bin gespannt wie ich mich vom Cape Epic erholt habe und wie gut ich wirklich durch den Winter trainiert habe. So, der Flug von Capetown nach Durban ist schon bald vorbei und es ist Zeit abzuschliessen und den Laptop wider einzupacken. Ich wünsche allen eine gute Zeit und ihr hört ganz sicher von mir in den nächsten Tagen. Luk

Twitter News lukas Flückiger

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