Mo

06

Mai

2013

Bikedays Solothurn & GP Luzern

Der 3. Lauf des BMC Cup im Rahmen der Bikedays in Solothurn ist schon wieder Geschichte. Mein Weekend war vollgepackt mit vielen verschiedenen Sachen.

 

Am Freitag war Kick off des Swiss Cycling Rollensprints an der BEA wo ich die erste Zeit setzen durfte. Da merkt man dann auch wieder einmal, wie lange doch 1 Kilometer im Vollgastempo ist (Der Sprint fährt man auf einer Rolle. Man sieht aber in einem Bildschirm visuell seine Fahrt in einem Velodrom/Bahn). Habe aber am Samstag schon gehört, dass meine Zeit schon am ersten Tag an der BEA geknackt wurde. Die Ausrede von mir ist: Ich war noch nie auf einer Bahn und ich wusste nicht recht wie man sich da verhält (ha ha ha).

 

Am Freitag nach der BEA ging es ab nach Solothurn an die Bikedays wo der Eliminator-Sprint um 19 Uhr gestartet wurde. Eine super coole Runde durch die Altstadt von Solothurn mit Start und Ziel im Schanzengraben. Leider startete ich im Halbfinale nicht gut und schied aus, gewann aber anschliessend das kleine Finale und wurde schlussendlich 5er.

 

Am Samstag dann das Hauptrennen. Ich hatte einen guten Start und konnte mich in den ersten 2 Runden in der Spitze festsetzten. Doch in der 3. Runde musste ich am Aufstieg reissen lassen und verlor den Kontakt. So drehte ich alleine hinter dem Spitzentrio meine Runden und kam als 4. ins Ziel. Somit eine rechte Steigerung gegenüber den letzten zwei BMC Cup.

Auch wenn Math nicht mehr im gleichen Team fährt, freute ich mich auch über seinen 6. Platz und seine Steigerung. Ich bin zuversichtlich, dass wir beide die Weltcup-Saison so Starten können wie wir die letzte abschliessen konnten.

 

Am Sonntagmorgen früh (zumindest früh für mich) konnten Ralph Näf und ich mit einer Gruppe von motivierten Biker ein kurzes Techniktraining zusammen mit BMC im Rahmen der Bikedays leiten. Die Stunde ging viel zu schnell vorbei und wir machten uns auf den Weg nach Roggliswil an das Strassenrennen im Rahmen vom GP Luzern.

 

Um 13 Uhr starteten wir auf die 9 Runden mit einer Gesamtdistanz von 150 km. Schon nach 2 Runden bildete sich eine grössere Spitzengruppe von ca. 10 Fahrern. Leider war ich nicht dabei. Irgendwie hatte ich die Nerven nicht abzuwarten und wurde immer nervöser. Zum Glück wurde nach einer Runde Bummeltempo endlich wieder rennmässig gefahren und so setzte sich eine weitere Gruppe ab. Diesmal war ich aufmerksam und half mit die Spitze einzuholen. Der Zusammenschluss erfolgte schnell und so ging das Rennen wieder von vorne los. Die letzten 3 Runden waren ruhig und konstant. Erst in der letzten Runde ging dann das Finale los. Ich konnte bei jeder Attacke mit gehen. Am Schluss waren wir noch 4 Fahrer. Eigentlich wusste ich, dass ich der Schwächste im Sprint war, wollte jedoch unbedingt einen top 3 Platz. Nach einigen Stillstandsversuchen 2 Kilometer vor dem Ziel, ging es dann los. Ich hielt mich so lange es ging an 4. Position auf und versuchte an der letzten kurzen Erhebung ca. 50m vor dem Ziel alle Kräfte zu mobilisieren. Ganz knapp konnte ich mich noch an den beiden vor mir liegenden Fahrern vorbeischieben und gewann das Rennen.

 

Ich war selber etwas überrascht, dass ich nach einem solchen Wochenende doch noch die Kraft hatte um das schwere Rennen in Roggliswil zu gewinnen.

Nun geht es nur noch 14 Tage und der erste Weltcup steht vor der Tür. Ich hoffe aus diesen vergangenen Rennen möglichst zu profitieren und dann am Weltcup in Albstadt in Topform anzutreten. Ich freue mich auf jeden Fall, dass es endlich los geht.

 

Luk

 

 

 

 

 

Bilder: Armin Küstenbrück & Chris Roos, www.chrisroosfotografie.ch

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Sa

27

Apr

2013

2* BMC Cup Tesserete & Sea Otter Classic USA

Nach meinem ersten Rennen in Schaan als es nicht so lief wie ich mir das gerne gewünscht hätte, fühlte ich mich ein paar Tage ziemlich leer und hilflos. Ich kam nie mehr so richtig in Schwung wie die letzten Wochen vor dem Saisonauftakt. Irgendein Bausteinchen passte wohl noch nicht ganz. Es war oder ist nicht viel.

 

Tesserete, zweiter BMC Cup, eine Woche später, war dann schon um Welten besser. Zwar konnte ich am Start immer noch nicht in den ersten Positionen fahren, jedoch war ich wenigstens mit dabei bis ich nach ¾ der ersten Runde einen Platten im Hinterrad einfuhr. Dies spühlte mich dann aber bis fast auf Rang 30 zurück. Mit schnellsten Rundenzeiten oder mind. Top 5 konnte ich mich stetig nach vorne kämpfen und beendete das Rennen schlussendlich mit ein paar Sekunden Rückstand zum 5. Platz auf Rang 6.Für mich ein guter Schritt in eine bessere Richtung.

 

2 Tage später sass ich im Flieger nach California/USA zur Teilnahme am Sea Otter Classic.

4 Tage Amerika, 2 Rennen und wieder retour. So war das Programm.

 

Am Freitag wurde das Short Track am Morgen um 11 Uhr gestartet. Ich hatte trotz Flug und 9h Zeitumstellung ein gutes Gefühl und war vom Start weg hellwach und konnte ein kontrolliertes Rennen fahren. Ich habe mir in den 12 Runden einen Plan aufgestellt wie ich das Rennen gewinnen könnte. Doch eine Kurve vor dem Ziel überlistete mich Geoff Kabush mit seiner technisch perfekten Kurfenfahrt etwas und brachte 5 m Vorsprung auf 300m Zielgerade. Ich konnte zwar die Lücke schliessen aber kam um wenige Zentimeter nicht mehr an ihm vorbei. Schade, Platz 2.

 

Einen Tag später am Cross Country wollte ich es besser machen. Der ehemalige Olympiasieger und Weltmeister Miguel Martinez löste sich schon nach einigen Kilometer von uns und fuhr mehr oder weniger das ganze Rennen alleine mit 30 sek voraus. Widerum schätzte ich mich mit guten Beine als einer der Stärksten ein, jedoch hatte ich den Mut nicht mal alle Karten auf den Tisch zu legen und all in zu spielen. Dies wurde mir in der Schlussphase zum Verhängniss. Als die Jagd auf Martinez auf den letzten Kilometer los ging, hatte ich an einem steilen Anstieg etwas einen Hänger und so konnte ich 2 Fahrern nicht ganz folgen und so blieb mir nicht mehr als Platz 4.

Der Ausgangslage entsprechend war ich aber mit dem Sea Otter sehr zufrieden. Zeitverschiebung und Reise machten mir weniger zu schaffen als angenommen. Ich genoss die Zeit in den USA mit dem Team sehr. Wir hatten eine super Zeit und ich hoffe nächstes Jahr wieder am Sea Otter dabei zu sein.

 

Ich denke, dass ich mich von meinem Zwischentief von Schaan etwas erholt habe und zuversichtlich in Richtung Weltcup in 3 Wochen schauen kann. Zuerst steht aber noch ein intensiver und harter Trainingsblock mit div. Rennen unter anderem den Bike Days in Solothurn auf dem Plan.

 

Wünsche allen einen schönen Frühling-/Sommeranfang.

 

Luk

 

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Mo

08

Apr

2013

1* BMC Cup Schaan. LIE

Motiviert und mit Selbstvertrauen ging ich am Sonntag beim ersten BMC Cup in Schaan an den Start. Nach 2 1/2 Monaten gutem Training fühlte ich mich bereit und freute mich auf das Rennen. Doch die Tage vor dem Rennen waren sehr schwierig. Ich hatte irgendwie die Geduld nicht und hatte jeden Tag das Gefühl meine Form testen zu müssen um mir eine Bestätigung zu geben auf dem richtigen Weg zu sein. So kam es, dass ich mich evtl. die Tage zuvor selber aus dem Rennen nahm für eine Top-Platzierung.

 

Der Start war noch OK doch bei einer engen Kurve verfing ich mich im Absperrband und -posten so, dass es mich ca. auf Platz 50 nach hinten spülte. Also hiess es beim ersten Singeltrail Anstehen und Laufen. Meine Motivation war bei null. Ich kam als 30 von der ersten Runde zurück. Beine und Kopf leer.

 

Ich hatte anschliessend 3 Runden stark mit mir und den Bewegungsabläufen der Beine zu kämpfen. Ich konnte mich in den darauf folgenden Runden knapp in den Top 30 halten.

So wollte und konnte ich die Saison nicht starten. Ich versuchte einen Rhythmus zu finden der mich ans Training der letzten Monate erinnerte, d.h. Intervallübungen. So kam es, dass ich schnell ein paar Plätze gut machte, dann aber wieder verlor. Aber wenigstens kam ich so ins Rennen zurück. 4 Runden vor Schluss hatte ich mich dann etwas von der Entäuschung erholt und fuhr fast jede Runde Bestzeit ausser in der drittletzen Runde als ich noch ½ Runde mit Platten fahren musste bis ich wechseln konnte. Wenn ich das Rennen nun so von aussen betrachte, glaube ich daran, dass da irgendwas ist sonst hätte ich keine solchen Rundenzeiten fahren können.

 

Ich schaue nach vorne und versuche nächste Woche am BMC Cup in Tesserete meine nächste Chance zu nutzen.

 

 

 

Luk

Results Elite Men Schaan
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Sa

09

Feb

2013

Durchzogene Cross Saison 2012/2013

Der Winter neigt sich für mich schon bald dem ende zu. Ich habe mein letztes Cross Rennen mit der WM beendet und schaue nun motiviert und mit grosser Vorfreude der Mountainbike Saison entgegen.

 

Leider lief die ganze Cross Saison nach der längeren Pause im Herbst überhaupt nicht wie ich mir das erhofft habe. Ich konnte mein geplantes Training bis auf wenige Tage immer gut absolvieren doch irgendwie klappte es mit den Rennen nie so richtig. So fehlte mir dann im Januar auf irgend eine Weise das Erfolgserlebnis das mir das nötige Selbstvertrauen geben sollte. Schweizermeisterschaften konnte ich überhaupt nicht abrufen was ich hatte. Eine Woche später sah ich mit dem 10 Platz am Weltcup in Hoogerheide wider ein kleines Licht am Horizont. Doch dies war zuwenig um mit vollem Elan an die WM zu reisen. Das gewisse extra fehlte und ich kam nie ins WM Fieber.

 

Das Rennen und die vielen Amerikanischen Fans machten aber für mich trotz des unzufriedenen abschneiden unvergesslich.

 

Nun bin ich ein paar Tage zuhause, werde viel an meiner Grundlage und Kraft arbeiten bevor es mit dem Trainingslager in Frankreich weitergeht.

Das erste grössere Highlight für mich wider das Cape Epic mitte März sein, welches ich das erste Mal nicht mit Math sondern mit meinem neuen Team Kollege Ralph Näf fahren werde.

 

Ich freu mich auf die kommende Zeit.

 

Bis Gly.

 

Luk

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Mi

21

Nov

2012

1* Flückiger Cross 2012

Nach einer längeren Pause habe ich vor 3 Wochen wieder mit dem Training begonnen. Die ersten Tage waren wie jedes Jahr sehr mühsam. Der Körper wollte sich einfach nicht mehr an die Zeit der Belastung erinnern und so kam es in den ersten Tagen oft zu einer kompletten Leere auf den letzten Trainingskilometern.

 

Bereits eine Woche später lief es dann etwas runder und so konnte ich das Stundenpensum auch schon erhöhen. Doch irgendwie kam ich in den letzten 3 Wochen nie so richtig ins Training rein. Die Vorbereitungen für unser Rennen von letztem Sonntag liefen auf Hochtouren und auch die Mosterei in Wynigen wo ich meine Freizeit im Herbst verbringe, raubte mir oft die nötige Energie um ein gutes Training zu absolvieren. Trotzdem es eine hektische und stressige Zeit war, liebe ich es etwas neben dem Training zu machen und die Gedanken mal ganz anders zu ordnen.

 

Das Flückiger Cross kam immer näher und ich bemerkte, dass mir die Zeit etwas davon lief. Ich freute mich auf die Premiere und wollte neben einer guten Organisation und einem speziellen Rennen auch ein zufriedenstellendes Resultat für mich. Die Tage vor dem Flückiger Cross Event kam das Training nicht unbedingt zu kurz dafür aber die Erholung.

 

Das Kids-Training am Mittwoch läutete ein super Weekend ein. Ein grosser Andrang von motivierten Kids durfte sich am Mittwoch bei schönem Wetter auf Teilen der Strecke und Hindernissen austoben. Für uns alle vom OK Flückiger Cross war es ein kleiner Erfolg. Das Interesse am Radsport bei den Jungen lebt also doch noch!

 

3 Tage dicker Nebel und unzählige Stunden beim Aufbau der Strecke, Halle, Zelte, usw. vergingen schnell und schon war Sonntag. Jeder vom Flückiger Cross schlief wohl die letzten Tage kaum mehr richtig ruhig. Vorfreude, Unsicherheit, Bangen, und Stress begleiteten uns Tag und Nacht.

 

Es war Sonntag und jeder wusste was er zu tun hatte. Mein Job war für diesen Tag gegeben. TV-Begleitung , Sponsoren, Streckenbesichtigung mit den Kids, Bike richten, letzte Streckenbesichtigung, Warm-up und dann …..kam das Rennen.

 

Auch wenn ich den ganzen Morgen und Nachmittag auf den Beinen war und immer leicht fror, wollte ich ganz vorne mitfahren und den vielen Zuschauern (über 3000) ein spannendes Rennen bieten. Es war für uns (Math, Ändu und mir) ein sehr spezielles Gefühl vor der eigenen Haustür nun unser Rennen zu fahren. Die Zuschauer kamen in Scharen, bereiteten uns Hühnerhaut und wir waren trotz Müdigkeit bereit unser Bestes zu geben.

 

Ich nutze die 20 min. Einfahren um mich voll und ganz auf den Start zu konzentrieren. Ich wusste, dass dies für mich der Schlüssel sein würde um ein gutes Resultat trotz dem wenigen Training zu erreichen. Dieser glückte hervorragend und ich bog als erster ins Gelände ein. Schnell setzten sich Marcel Wildhaber, Simon Zahner und ich vom Rest des Feldes ab. Ich konnte den Zwei immer gut und ohne Probleme folgen. Auch als ich einen Platten einfuhr und das Bike wechseln musste, schloss ich schnell wieder auf und behielt die Nerven. 4 Runden vor Schluss fiel S. Zahner etwas zurück. So blieben nur noch M. Wildhaber und ich übrig. Eigentlich wollte ich 2 Runden vor Schluss attackieren um einen kleinen Vorsprung auf die letzte Runde mitzunehmen. Doch irgendwie fehlte die letzte Entschlossenheit. Also wartete ich ab. Doch Marcel Wildhaber hatte einen Plan und setzte ihn im Gegensatz zu mir um. Ich musste schnell einmal einsehen, dass er einfach doch noch etwas stärker war. So fuhr er im letzten kurzen Aufstieg einige Meter hinaus, die er locker ins Ziel fuhr.

 

Mit meinem 2. Platz kann ich aber sehr zufrieden sein. Das erste „Flückiger Cross“ wurde auch ohne Flückiger-Sieg ein grosser Erfolg. Math holte sich in der letzten Runde noch den 4. Platz und Ändu beendete das Rennen unter tobenden Applaus für den OK Chef auf dem 10. Rang.

 

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen die dieses Event/Rennen möglich gemacht haben bedanken. Ohne grosszügige Sponsoren, Gönner, der Gemeinde Madiswil und verständnisvollen Landbesitzern und Anwohnern wäre dies nie möglich gewesen. Herzlichen Dank.

 

Ändu als OK-Chef , Fabi als Sponsoringverantwortliche und Pesche als Strecken-Chef , gebührt ein grösste Lob und Dank. Auch allen anderen OK-Mitgliedern, Freunden und freiwilligen Helfern ein grosses Dankeschön. Ihr wart GROSSARTIG…..!!!!!

 

Ich freue mich schon auf die nächste Austragung im 2013. Es wird wieder ein super Event werden.

 

Nun steht bei mir ein längerer Trainingsblock an. Ich werde nach Gran Canaria reisen um mich super auf die Cross-Saison vorzubereiten. Nächstes Rennen wird am 23. Dezember der Weltcup in Namur Belgien sein. Ich hoffe oder bin mir fast ganz sicher euch von schönen und grossartigen News in der Zwischenzeit berichten zu können.

 

Luk

 

Ergebnisse

 

SF Bericht zum ersten "Flückiger Cross"

SF TV Bericht zum ersten "Flückiger Cross"
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Di

20

Nov

2012

BMC 2013

BMC MTB Racing Team baut nach den Erfolgen des letzten Jahres ein Spitzenteam auf.

 

BMC Switzerland tritt 2013 mit hochkarätigem Mountainbike Rennteam an.

 

Das BMC Mountainbike Racing Team geht mit einem Spitzenteam in die Saison 2013. Neben demmehrfachen Olympiasieger, Weltmeister und Weltcupsieger Julien Absalon stossen neu der aktueller Eliminator Weltmeister Ralph Näf und Cross Country Vize-Weltmeister 2012 Lukas Flückiger zum Team. Der amtierender Cross Country Europameister Moritz Milatz hat seinen Vertrag ebenfalls verlängert. Das Team wird ergänzt mit talentierten Nachwuchsfahrern und auch die schnell wachsende Enduro Sparte wird neu abgedeckt. Im Forschungszentrum am BMC Hauptsitz in Grenchen entwickeln und testen Ingenieure und erfahrene Athleten künftig gemeinsam neueste Technologien und Fahrräder für die Gruppen-Marken BMC, Bergamont und Stromer.

 

Das Engagement des Fahrradherstellers BMC ist langfristig angelegt und bis 2015 gesichert. In der Nachfolge des Strassenteams wird jetzt auch das BMC MTB Racing Team ein R&D-Team im wahrsten Sinne desWortes. Die Arbeit des BMC-Teams wird sich nicht nur auf Mountainbike-Rennen beschränken, sondern auch Hochschulen, Entwicklungslabs und Karbonfaser-Hersteller einbinden. Die Erfahrung der Athleten wird direkt in die Forschung und Entwicklung eingebracht. Für einige BMCRennfahrer eine weit über die aktive Karriere hinaus reichende Entwicklungsperspektive. Ähnlich als wie beim Road Team will BMC die Crossover-Synergien vermehrt nutzen, um Materialwahl und Prozesstechniken zu optimieren. Dazu dienen künftig auch langfristig angelegte Entwicklungskooperationen mit den Komponentenherstellern Shimano, 3T und Fox.

 

BMC MTB Rennteam 2013 mit klingenden Namen und jungen Gipfelstürmern

 

Bereits angekündigt ist der Zugang von Julien Absalon, dem 2-fachen Olympiasieger, 7-fachen
Weltmeister und 5-fachen Welt Cup Sieger. Weiterhin neu im Team sind die Schweizer Ralph Näf, EliminatorWeltmeister 2012 und Marathon Europameister 2010, sowie Lukas Flückiger, zweiter bei der XC Weltmeisterschaft 2012. Unter dem Management von David Chassot und der sportlichen Leitung von Alex Moos, werden in 2013, neben dem bereits unter der BMC Flagge fahrenden, amtierenden XC Europameister Moritz Milatz, weitere Weltklasse Fahrer an den Start gehen. Neben den Top Athleten steht bei BMC der Nachwuchs im Fokus: Hier wird das Team um internationale Top U23 Fahrer wie den Schweizer Reto Intergand und den US Amerikaner Stephen Ettinger mit den Schweizer U23 Cross Country (XC) Meister Matthias Stirnemann ergänzt.

 

Dazu verstärken die beiden Schweizer Martin Fanger und der Marathonspezialist Jérémy Huguenin das Team, in dem Julien Taramarcaz seinen Schweizer Meistertitel im Radquer verteidigen will.

 

Die Schweizer Teamleader bei BMC setzen 2013 fast auf die ganze Bandbreite des Mountainbike- Rennsports. Nicht nur Cross Country, Marathon und Cyclocross sind im BMC Mountainbike Racing Team mitWeltklasse besetzt: Die Enduro-Athleten Francois Bailly-Maître, aus Frankreich, zweifacher Gewinner der Transvésubienne und der Schweizer Florian Golay werden innerhalb des Teams die BMC Trailcrew vertreten, die bei einigen Gelegenheiten um Ralph Näf erweitert wird.

 

BMC Group CEO Thomas Binggeli bringt die Idee, künftig auch das MTB Rennteam mit der Forschungsund Entwicklungsabteilung zu verschmelzen auf den Punkt: „Ich sehe für beide Seiten ein herausragendes Potenzial. Mit den Informationen von der Rennstrecke werden wir die Fortschritte direkt in die Entwicklungsprozesse hineinbringen. Unsere Ingenieure werden laufend Rennfahrer zur Verfügung haben, um die einzelnen Entwicklungsschritte Konstant auf den Trails zu überprüfen.“

 

BMC MTB Racing Team 2013

 

David Chassot (Team Manager), Alexandre Moos (Sportlicher Leiter), Fabienne Heinzmann
(Administration), Steven Jonckheere (BMC Switzerland, Sports Marketing)
Riders: Julien Absalon (FRA) XCO, Francois Bailly-Maître (FRA) Enduro, Stephen Ettinger (USA) XCO, Martin Fanger (SUI) XCO, Lukas Flückiger (SUI) XCO-XCM-Cyclo, Florian Golay (SUI) Enduro, Jérémy Huguenin (SUI), XCO-XCM, Reto Indergand (U23 SUI) XCO, Moritz Milatz (GER) XCE-XCO-XCM , Ralph Näf (SUI) XCE-XCO-XCM-Enduro, Matthias Stirnemann (U23 SUI) XCO, Julien Taramarcaz (SUI) XCO-Cyclo

 

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Mi

31

Okt

2012

Dem Zeitgeist trotzen, neuer Cross Aufschwung....

Artikel aus der NZZ

Das Schöne beginnt, wo der Nutzen aufhört. Zum Beispiel beim Radfahren auf Feldern, durch Wälder, über Wiesen. Beim Radquerfahren also.

 

Radquerfahren ist eine Betätigung bar jeden Zweckes. Der Radquerfahrer kommt an, wo er gestartet ist. Er geht von A nach B und zurück nach A. Im Herbst und im Winter, bei unwirtlichsten Bedingungen. Auf Schlamm und auf Schnee, bei Regen und bei Kälte. Radquerfahren ist Kunst, vielleicht die höchste Kunst auf zwei Rädern, Radquerfahren ist die Reduktion aufs Minimum: Rahmen, Lenker, Laufräder, Schaltung, Bremsen, Sattel.

 

«Radquerfahren», sagt Thomas Frischknecht, «ist nichts für Weicheier.» Radquerfahren ist für echte Männer. Frischknecht, 42-jährig, muss es wissen. In den 1980er und 1990er Jahren, ehe er sich dem Mountainbikesport zuwandte, war er einer der besten Radquerfahrer der Welt. Junioren-Weltmeister. Amateur-Weltmeister. WM-Zweiter bei den Grossen. Thomas Frischknecht, oder «Frischi», wie er sich selber nennt, ist der Sohn von Peter Frischknecht, einem der Gesichter des Schweizer Radquersports, als der noch mehr als eine Randnotiz im Sportteil der Tageszeitungen war, als das Fernsehen noch Beiträge sendete aus Wetzikon, Steinmaur, Zürich-Waid. Gleich vor der Berichterstattung über Waffenlauf.

 

Radquerfahren ist ein Relikt aus vergangenen Tagen, und der Radquerfahrer ist dessen Bewahrer, ein Romantiker gewissermassen. Zum Beispiel Lukas Flückiger, 28-jährig, aufgewachsen in Ochlenberg. Ochlenberg! «Ochlenberg», schreibt Wikipedia, «liegt auf 580 m ü. M., 8 km südsüdwestlich der Stadt Langenthal (Luftlinie). Die Streusiedlungsgemeinde erstreckt sich in den Buchsibergen, einem Molassehügelland zwischen den Tälern von Önz im Westen und Langete im Osten, auf einer Geländeterrasse östlich des Stauffenbachtälchens, im Oberaargau.» Ochlenberg ist ein Ort, wo Menschen wie Flückiger herkommen, solche mit einem Flair für die Natur, solche auch, die vor nichts zurückschrecken. Nicht einmal vor Radquerfahren. Ochlenberg ist wie Dürnten, Galgenen, Roggliswil, wie Fully, Madiswil, Illnau. Geburtsstätten von Radquerfahrern.

 

«Radquerfahren», sagt Flückiger, «ist, wenn du deinen inneren Schweinehund überwinden musst.» Flückiger muss es wissen, wie Frischknecht, denn auch er hat die Aussensicht, auch er ist Mountainbiker von Beruf. Mit Radquerfahren hält er sich den Winter über auf Trab. An manchen Sonntagen, wenn der Nebel dick wie Melasse über den Feldern hängt, möchte er am liebsten im Bett verkrochen bleiben, anstatt an einem Radquer zu starten, von denen es in der Schweiz noch gut ein Dutzend gibt. Aber wenn das Rennen dann vorüber ist, weiss er wieder, warum es ihn zum Trainieren nicht wie andere Mountainbiker in wärmere Gefilde gezogen hat. «Wenn das Rennen vorüber ist», sagt er, «macht sich eine tiefe Zufriedenheit breit.»Radquerfahren heisst auch, einen gewissen Stolz in sich zu tragen.

 

Radquerfahren heisst, dem Zeitgeist zu trotzen. «Ich frage mich oft, warum es immer noch Junge in diesen Sport zieht», sagt Flückiger. Es muss mit der Faszination an der Andersartigkeit zusammenhängen, mit dem Gefallen am Urchigen und Archaischen. Radquer kommt ohne Sponsoring Packages und Hospitality aus, ohne Big Screens und TV Coverage, und wer sich finanziell beteiligt, denkt nicht primär an den Return of Investment, sondern allenfalls daran, sich mit dem einen oder anderen Geschäftskunden auf ein Bier im Verpflegungszelt zu treffen.

 

Oder sich, wie Mitte September auf der Baldegg, ein lauschiges Plätzchen im Schatten unter einem der vielen Bäume zu suchen, die das weitum bekannte Restaurant im Badener Naherholungsgebiet umstellen. Zum zweiten Mal findet hier das «Süpercross» statt. Das Radquer mit dem neumodischen Namen ist der Versuch, alte Zeiten mit sanften Veränderungen in die Gegenwart zu retten. 100 000 Franken beträgt das unbescheidene Budget – darin eingeschlossen allerdings allerhand nicht-finanzielle Unterstützungen, wie der OK-Präsident Christian Rocha präzisiert.

 

Absperrgitter, mobile WC-Häuschen, Durchfahrtsbewilligungen, kulante Landwirte: Der Aufwand, der hinter der Organisation eines Radquers steckt, ist immens. Und trotzdem stehen die paar verbliebenen Wettkämpfe wie Dinosaurier in der Veranstaltungslandschaft. Es gibt immer ein paar Verrückte, die sich begeistern lassen. Verrückte wie Rocha und seine junge Crew. Viele von ihnen frühere Biker oder Strassenfahrer, die sich im Laufe der Zeit ein Radquervelo kauften und irgendwann von einem Rennen auf der Baldegg zu träumen anfingen. Als Rocha genug hatte von den leeren Schwärmereien, sagte er: «Entweder machen wir uns an die Arbeit – oder ich will nie mehr über das Thema reden.» Die Kollegen sagten: «Wir sind dabei. Unter der Bedingung, dass du den OK-Chef machst.» So kann’s gehen.

 

Und so kommt’s, dass das Wetter am «Süpercross» das Gegenteil dessen ist, was man sich gemeinhin unter Radquer vorstellt. Menschen wie Rocha tragen das Herz auf der Brust – es gibt, so dünkt es einen, gar keine andere Möglichkeit, als dass das «Süpercross» ein Erfolg wird. Die Sonne scheint, und es ist warm. Der Fotograf, der sich auf Schlammschlachten gefreut hat, flucht leise vor sich hin. Die Fahrer aber, darunter mit dem Belgier Sven Nys so etwas wie der Superstar der Szene, freuen sich. «Keiner von uns mag Schlamm», sagt Flückiger, der Zweiter wird. «Das ist ein doofes Klischee.» Es gibt nur solche, die besser mit Schlamm und Schnee zurechtkommen, es sind die technisch versierteren unter den Radquerfahrern. Echte Männer mit Feingefühl.

 

Männer, die über Stock und Stein rasen, auf und ab, die sich im wilden Gelände bewegen, als wären sie dafür geboren. Unter dem Hintern ein nur leicht modifiziertes Rennvelo, die Reifen 32 Millimeter dick, ein Velo also, das der deutsche Essayist Konrad Paul Liebermann in seinem Buch «Das Universum der Dinge. Zur Ästhetik des Alltäglichen» folgendermassen beschreibt: «Das Rennrad bleibt sehnsüchtig dem gewundenen, glatten Asphaltband verbunden, Zeichen dafür, dass Menschen der Natur zu entkommen trachten. Die Strasse ist und bleibt der Ort seiner Erfüllung.»

 

Mit Verlaub: Liebermann täuscht sich. Wer sieht, wie Radquerfahrer auf ihren Rennvelos behende und leicht vorankommen, Tänzern gleich, wird den Eindruck nicht los, dass hier eine Betätigung völlig zu Unrecht aus der öffentlichen Aufmerksamkeit verschwunden ist. Jedenfalls in der Schweiz. In Belgien sind Radquerfahrer auch heute noch kleine Rockstars. Aber was lässt sich an einem dieser grauen Herbst- und Wintersonntage in Belgien auch anderes tun als Radquerfahren.

 

Wahre Wertschätzung erfährt der Radquersport derzeit in den USA. Im Land, das mit dem Mountainbiken und seinen vollgefederten Ungetümen als Untersatz einst die Antithese zum Radquerfahren erfunden hatte. In Las Vegas wurde Ende September vor zehntausend Zuschauern ein Radquer durchgeführt. Las Vegas! Zehntausend Zuschauer! Flückiger, der Junge aus Ochlenberg, war einer der Gäste aus dem fernen Europa. Amerikaner haben sich schon oft einen Spass daraus gemacht, sich Trends zu widersetzen, mit Vorliebe solchen, die sie selber gesetzt hatten. Selbiges geschieht nun in der Veloszene, deren Grösse in gewissen Regionen nicht zu unterschätzen ist. Mountainbiken ist out, Radquerfahren ist in.

 

Wenn Thomas «Frischi» Frischknecht heute noch einmal jung wäre, würde er die Radquerkarriere vielleicht nicht zugunsten jener als Mountainbiker opfern. Denn damals, Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre, als er noch in der Lehre war, fuhr Frischknecht manchmal viermal pro Monat nach Belgien hinauf, weil nur dort anständige Rennen zu bestreiten waren, die Szene kam ihm klein und alt vor. Mountainbiken hingegen, sagt er, sei trendig und reizvoll gewesen. «Das wollte ich machen.»

 

Bloss: Die Vorstellung, dass Radquerfahren dereinst auch in der Schweiz trendig wird, ist schwer zu ertragen. Radquerfahren ist Anarchie und ist Aufstand – mit dem Anstrich des Modischen ginge jede Romantik verloren.

 

Text: Christof Gertsch Fotografie: Lorenz Richard

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Mi

03

Okt

2012

End of the summer season 2012

Langsam aber sicher geht der Sommer zu Ende. Somit auch die Bike Saison 2012. Es war für mich ein auf und aber der Gefühle, Emotionen und Resultate. Ich habe viel für diese Olympiasaison investiert. Habe hart gearbeitet über den Winter und startete motiviert und zuversichtlich in die Saison. Doch im laufe der Qualifikationphase im Frühling habe ich bemerkt das ich ev. ein Bereich zu wenig beachtet habe. Und genau dieser wurde mir dann zum Verhängnis so das ich die Olympia verpasste. Ich versuchte aus meinen Fehlern zu lernen und setzte mir ganz schnell neue und hohe Ziel. Die vernachlässigten Bereiche welche ev. zu meiner nicht Qualifikation führte versuchte ich auf zuarbeiten. Mit Erfolg, denn es zeichnete sich schon ein paar Wochen später ab in welche Richtung es gehen kann.

Die zweite Saison hälfte war dann viel konstanter und ich war präsent an der Spitze. Die Weltcup in Canada und USA verliefen zwar wegen eines Sturzes nicht nach Plan. Aber ich kam anschliessend gut in Fahrt. Fuhr mein ersten Podium Platz am Weltcup in dieser Saison heraus und dann kam mein grosses Saison Ziel. Wenn du dich über so lange Zeit auf ein Ziel vorbereitest und jeden Tag mit dem Gedanken „WM“ erwachst, du jedes hartes Intervall, jede Kraftübung und fast jede Bewegung nur für dieses eine Rennen machst , spitzt sich die ganze Situation. Je näher das Rennen kommt, um so mehr Phasen gibt es an der du ins zweifeln kommst und auch ab und zu hinterfragst was du gemacht hast. Wenn aber die ganze Vorbereitung fast ohne Zwischenfall läuft, stärkt das dein Selbstbewusstsein. Ich habe fast zu 100% alles nach plan machen. Die Zeit verging wie im Flug und es kamen kaum Zweifel auf über meine Vorbereitung.

Der Rennverlauf war dann aber typisch für mich. Guter Start, Einbruch und am Schluss bemerkte ich es doch noch das es ein guter Tag für mich sein könnte und ich eifach nur scnell fahren muss. Ob ich es zuspät bemerkt habe? Das kann ich nicht sagen, ich bin einfach nur froh das ich es überhaupt bemerkt habe.

Mir hat dieses WM Rennen wider gezeigt wie gross doch die Spannweite ist, Mental bereit zu sein oder eben nicht. 90% der Leistung die du abrufen kannst kommt vom Kopf. Alles gute Training und perfekte Vorbereitung nützt nichts wenn du ein Virus im Computer (Zitat Math) hast der alles steuern sollte.

 

Nach ein paar hektischen Tag flog ich für 1,5 Wochen nach Amerika fuhr ein paar US Cross Rennen welche ich z.T. trotz Jetlage gut überstand und sogar ein USGP gewann.

 

Letzte Woche am Radcross in Illnau verspürte ich das erste Mal das die Batterien langsam leer werden. Die Entscheidung meine Pause um 2 Wochen vor zu ziehen war genau richtig.

Mitte Oktober werde ich noch am Roc dAzur starten und die letzten warmen Tage in Frankreich geniessen, bevor es im November langsam aber sicher wider in den Aufbau für nächste Saison geht.

 

Ich werde mich aber in der Zwischenzeit sicher mit einigen News hier auf der Website melden.

 

Luk

Movie USGP Sun Prairie USA
Movie USGP Sun Prairie USA
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Fr

21

Sep

2012

Cross Vegas, Las Vegas USA

++Update Cross Vegas++

Nach dem Süper Cross Baden machte ich mich am Montag morgen auf den Weg Richtung USA, genauer gesagt nach Las Vegas wo das Cross Vegas am Mittwochabend stattfand. Die ganze Reise nach Las Vegas war chaotisch und stressig. Flugverspätung, Flug verpasst, Bikes aufbauen und einstellen, wenig Schlaf und Jetlag, schlechtes Essen...all dies war nicht gerade die optimale Voraussetzung für ein gutes Rennen. Cross Vegas ist das absolut grösste Rennen in den USA und ein Spektakel. Ich liess mich mitreisen und nach ein paar Espresso vor dem Start war ich dann bereit. Ich startete gut ins Rennen und konnte bis mitte Rennen auch das Tempo bestimmen und hatte die Situation bei diesem schnellen und taktischen Rennen im Griff. Doch als sich 4 Runden vor Schluss ein paar Fahrer lösten und niemand richtig die Nachführarbeit übernehmen wollte, schlief das ganze Rennen etwas ein. 2 Runden vor Schluss versuchte ich den Rückstand wett zu machen. Doch alleine war dies fast unmöglich, so dass ich nach ¾ einer Runde völlig platt mein Ziel begraben musste. Etwas enttäuscht und müde fuhr ich als 9. ins Ziel.

 

Es war ein geniales Erlebnis und ich genoss die Atmosphäre in mitten Las Vegas ein Rennen zu fahren.

 

Nach einer weiteren kurzen Nacht flog ich am nächsten Tag nach Chicago und dann weiter mit dem Auto nach Madison wo das nächste Rennen (USGP sun Prairie) morgen schon wartet. Ich hoffe, dass ich noch irgendwo etwas Reserve habe für die zwei Rennen. Ich freue mich zwar extrem doch irgendwie ist die Konzentration und Bereitschaft nicht mehr ganz so präsent wie ich mir dies erhofft habe. Ich werde aber alles geben und freue mich auf meine USGP Premiere. Jedoch ist die Pause schon greifbar nahe und ich sehne mich auf ein paar Tage ohne Bike und Rennen.

 

Wie es läuft oder gelaufen ist, lest ihr wieder auf www.lukasflueckiger.ch

 

Weiter Angaben und Resultate zum Rennen unter www.crossvegas.com

 

Luk

 

 

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Mi

19

Sep

2012

Süpercross Baden. SUI

Die Tage nach der Weltmeisterschaft waren nicht ganz so einfach und erholsam wie ich mir dies gewünscht hätte. Jeden Tag wollte ich eigentlich meine Cross Bikes fertigstellen, doch irgendwie vergingen die Tage wie im Flug und so war schnell einmal Samstag und die letzten Colle mussten aufgeklebt werden. Da ich nicht gerade sonderlich viel zum trainieren kam, entschied ich mich am Samstag als Vorbereitung den Argovia Cup in Langendorf zu fahren. Meine Beine drehten sehr schlecht. Irgendwie kämpfte ich das ganze Rennen mit mir selber. Nach dem Rennen war ich mir aber überzeugt, dass ich genau das brauchte um wieder schnelle Beine für das erste Cross am Sonntag zu bekommen.

 

Am Sonntag war ich mir dann aber dann immer noch nicht ganz sicher über meinen Zustand. Eigentlich wollte ich mit viel Selbstvertrauen in Baden am Süpercross an den Start gehen, doch nach dieser Woche war das leider nicht mehr möglich.

 

Ich konnte aus der 3. Startreihe starten, machte in der ersten Runde schon einige Plätze gut und fuhr mich langsam etwas nach vorne. Mit viel Schwung versuchte ich in der 3. Runde die Spitzengruppe etwas zu verkleinern. Dies war für mich rennentscheidend. Denn ab diesem Zeitpunkt fühlte ich mich einiges besser und wieder explosiver. Ich konnte über weite Distanz das Tempo bestimmen und setzte mich Mitte Rennen mit F. Mourey aus Frankreich und Sven Nys ab. Nach einer weiteren Tempoverschärfung konnten wir auch Sven Nys distanzieren. Von da an wusste ich, dass ich die nötige Kraft hatte um das Rennen zu gewinnen. Als es auf die letzte Runde ging setzte ich mich an die Spitze um als erster in den Schlussaufstieg Richtung Treppe zu kommen. Doch ca. 20 Meter vor diesem Aufstieg überholte mich Mourey nicht ganz korrekt und fair, so dass ich stürzte und meine Hoffung auf den Sieg begraben musste. Der Weg bis ins Ziel war zu kurz um die Lücke wieder zu schliessen.

 

Etwas enttäuscht über die Fahrweise von Mourey und meinen verpassten Sieg holte ich mir noch den 2. Platz. Auf Rang 3 kam E. Franzoi ITA vor Math, der von ganz hinten (Startnr. 38) nach fast ganz vorne fuhr.

 

Das 2. Süpercross Baden war wiederum ein super Event und gab mir die Motivation zurück. Nun geht es am Mittwoch weiter in Las Vegas mit dem Cross Vegas. Ich freue mich extrem auf dieses Rennen und hoffe dass ich vorne etwas das Renngeschehen mitbestimmen kann. Am Samstag und Sonntag steht dann der erste US GP in Sun Pairie WI an.

 

Resultate und mehr Bilder unter:

www.suepercross-baden.ch

 

Bis Bald

 

Luk

SSF Rennbericht Baden
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Di

11

Sep

2012

Weltmeisterschaft 2012 Saalfelden AUT

Mit einigem an Selbstvertrauen reiste ich am Montag direkt von Albstadt nach Saalfelden an die Weltmeisterschaften.

 

Ich konnte einige gute Trainingsstunden auf der Strecke absolvieren und fand mein geeignetes Bike Set-up für das WM Rennen am Sonntag.

 

Das Wetter und die ganze Stimmung an der Strecke am Renntag war gigantisch. Ich war zu 100% fokussiert, jedoch auch relaxt und motiviert.

Ich startete aus der 2. Reihe mit der Start-Nr. 10. Alles lief nach Plan. Konnte mich gut in der Startschlaufe (verkürzte Startrunde) in den Top Ten halten und die erste grosse Runde in Führung liegend auf mich nehmen. So sah mein Drehbuch im Vorfeld aus. Leider habe ich nie weitergelesen. So sah ich mich Mitte erster Runde stark am Limit. Obschon die Beine weiterdrehten wollte und konnte ich den Ersten nach einer Runde nicht mehr folgen. So entwischte Nino Schurter und M. Fontana mit Fabian Giger. Mein Traum von einer Medaille löste sich in Luft auf.

 

In meinen eigenen Gedanken versunken und bemitleidend fuhr ich meine 3. Runde. Von hinten schlossen immer mehr Fahrer auf und so befand ich mich schon nach kurzer Zeit auf Platz 10.

Ende der 3. Runde befand ich mich dann mit Ralph Näf (meinem Zimmer-Kollegen), der auf dem Vormarsch war, in der Gruppe. Nach ein paar Wortwechseln mit ihm, heftete ich mich an sein Hinterrad. Meine Gedanken und mein Wille kamen innerhalb einer halben Runde zurück. So war es dann Zeit um die Situation noch zu drehen. Ohne jegliche Gedanken wo und in welcher Situation ich an meinem Rennen, auf welches ich mich über Wochen und Monate so seriös vorbereitet habe stecke, startete ich mein Rennen neu.

 

Mit schnellen Rundenzeiten fuhr ich mich wieder zurück. Vorne war alles immer noch nahe beisammen. Drei Runden vor Schluss sah ich mich plötzlich wieder in den Top fünf. Von da an glaubte ich wieder an mich und merkte, dass ich die nötige Kraft noch habe um das ganze Rennen wieder zu drehen. Als ich eingangs zweitletzter Runde auf Silberkurs war und der Vorsprung von Nino Schurter auf 23 sek. geschmolzen war, glaubte ich sogar, dass ich wieder um den Sieg mitfahren kann. Doch die Aufholjagt liess mich das Verpflegen total vergessen und so bekam ich 1 Runde vor Schluss starke Krämpfe, so dass ich mein Tempo drosseln musste.

 

Mit knapp 30 sek. Rückstand gewann ich nach 1h40min meine erste Elite WM-Medaille hinter dem neuen Weltmeister Nino Schurter und vor meinem Bruder Math.

 

Es war ein unglaublicher Tag. Ein totaler Schweizer Triumph und dazu noch gemeinsam auf dem Podium mit Math, das hätte ich mir nie erträumen lassen.

 

Nach meiner „Nicht Selektion“ für die Olympischen Spiele habe ich mir neue Ziele gesetzt, habe diesen Zielen alles untergeordnet, dass es am Ende doch aufgegangen ist/war für mich wie ein Traum.

 

Ohne Euch hätte ich dies nicht erreicht. Einen grossen Dank an Fabi welche die letzten Wochen und Monate ihr Leben komplett mir angepasst hat. Meine Familie die immer hinter mir stand. Bruno Diethelm, welcher auch bei Niederlagen an mich glaubte und mich zu dem Biker gemacht hat welcher ich heute bin. Ralph Näf, mein Zimmerkollege und Freund welcher mich immer wieder inspiriert und ein grosser Teil meines Rennverlaufs mitgestaltet hat. Swiss Cyling für die unglaublich perfekt organisierte Woche. Trek Bikes für das Vertrauen der letzten 4 Jahren und mein neues Trek Superfly SL welches die Tage vor der WM meine Motivation noch weiter anhob.

 

Ein riesen Dank an alle die an der Strecke oder vor dem TV für die Flückigers mit gefant haben. Ihr wart unglaublich.

 

Meine Cross Country Saison geht nun mit dieser Weltmeisterschaft zu ende. Jedoch werde ich nun direkt in die Cyclocross Saison einsteigen. Schon am Sonntag geht es los mit dem ersten CH Cross in Baden. 3 Tage später werde ich in Las Vegas/USA das erste Mal am Nacht Cross starten. Die Saison geht also noch ein paar Wochen weiter. Ich freu mich.

 

Wünsche allen eine super Woche.

 

Luk

 

 

SF Bericht
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Di

04

Sep

2012

Bundesliga HC Albstadt

Wir haben uns kurzfristig entschieden, noch ein Wettkampf vor der WM zu absolvieren. Der Entscheid fiel erst am Mittwoch. So reisten wir ziemlich schlecht vorbereitet an das Bundesliga Rennen nach Albstadt.

Durch die Regenfälle der Tage zuvor wurde die Strecke sehr technisch und forderte Material und Fahrer alles ab. Trotzdem war die ganze Strecke gut fahrbar.

 

Math und ich entschieden uns beide für den Schalmmreifen von Bontrager (MuddX 29). War sicher eine super Wahl. Math führte das Feld nach der ersten Runde an und das Feld war wirklich gut besetzt.

Mir fehlte irgendwie in der ersten Runde der letzte Kick um am Start ganz vorne mitzufahren. So kam ich an 7. Stelle liegend das erste Mal durch Start und Ziel.

 

Da ich Math in Führung sah, bekam ich einen Motivationsschub und versuchte in der 2. Runde weiter nach vorne zu fahren. Ich holte im Aufstieg Fahrer um Fahrer ein und so lag ich am höchsten Punkt nur wenige Meter hinter Math. In der folgenden Abfahrt konnte ich ihn ein- und überholen. Von da weg fuhr ich mein eigenes Rennen.

 

Doch als ich in der letzten Runde noch zweimal vom Bike musste um das Gras aus meinem Wechsler zu entfernen, kam Math wieder bedrohlich nah. Schlussendlich gewann ich aber trotzdem. Math fuhr souverän den 2. Platz ins Ziel vor Julien Absalon.

 

Am nächsten Tag fuhren wir direkt von Albstadt nach Saalfelden AUT wo wir unsere Woche vor den Weltmeisterschaften verbringen werden. Am Samstag ist es nun soweit. Für dieses Rennen habe ich die letzten Monate trainiert und ich bin zuversichtlich was das Rennen betrifft.

 

Wie es mir in Saalfelden läuft, verfolgt ihr am besten selber um 14.00 Uhr Samstag auf SF live.

 

Bis bald.

 

Luk

 

Rangliste

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Mo

27

Aug

2012

BMC Racing Cup Final Muttenz, SUI

Nach dem Weltcup Final war nun eine lange Zeit ohne Wettkämpfe. Ich nutze diese Zeit um mich für die Weltmeisterschaften in Form zu bringen. Ich reiste direkt aus Val d‘Isere nach St. Moritz ins Höhentraining und verbrachte dort 3 Wochen. Die Bedingungen waren fantastisch und ich konnte fast ausnahmslos mein geplantes Training durchziehen.

 

So reiste ich motiviert und zuversichtlich letzten Sonntag nach Hause zurück.

Aber wie hoch kann man meine Zuversicht werten? Für die Weltmeisterschaft wollen alle Fahrer in Form sein aber dieses Jahr waren die Tage in St. Moritz perfekt. Ich war motiviert und das Wetter war jeden Tag auf meiner Seite. Daher glaube ich fest, dass es nun wieder einen Schritte vorwärts ging.

Diesen Sonntag gab es für die meisten noch einmal die Chance am BMC Racing Cup Final den Vergleich zu machen. Klar geht es noch immer 2 Wochen aber viel ändern kann man in diesen paar Tagen auch nicht mehr.

 

In Muttenz wurde also zum Finallauf der CH-Serie gerufen. Mit am Start waren neben OS Silber Medaillengewinner Nino Schurter auch der Bronze Gewinner Marco Fontana (Italien), Julien Absalon (ex Olympiasieger), Florian Vogel, Ch. Sauser, Gujan, Math, Litscher, Giger usw….nahezu das ganze Schweizer Aufgebot mit vielen guten internationalen Fahrern.

 

Ich hatte einen guten Start und konnte mich gleich mit 4 anderen Fahrern absetzten. Die Strecke war schnell und man musste gut überlegen wo man seine Energie einsetzten wollte Doch der Aufstieg war zu kurz um sich absetzten zu können. So blieb die Gruppe das ganze Rennen bestehen.

In der letzten Runde als Florian Vogel versuchte in der Fläche eine Lücke zu reissen, mussten wir reagieren. Nun war das Finale eröffnet. Im letzten Anstieg setzten siich Nino Schurter und ich leicht ab. So kam es dann leider zum Sprint den ich eigentlich vermeiden wollte und wurde somit schon wieder Zweiter. Gegen Nino hatte ich im Sprint leider keine Chance.

 

Doch es war ein spannendes Rennen und ich denke, dass ich zuversichtlich sein kann im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in zwei Wochen. Nun stehen ein paar gute und intensive Trainings auf dem Programm bevor es dann nächsten Montag auf nach Saalfelden geht.

 

Bis dahin weiter schöne, warme Sommertage.

 

Cheers Luk

Ergebnisse
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SF Bericht von Muttenz
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Mo

30

Jul

2012

7* Worldcup Val d'Isere Frankreich

Letzte Woche noch etwas enttäuscht über mein Abschneiden an den Schweizermeisterschaften ging es dieses Wochenende am Weltcup Final in Val d’Isere dann aufs Podium.

Ich war mir sicher, dass die Form stimmt, auch nach dem 4. Rang an der SM war ich zuversichtlich. Die Leistungsdichte in der Schweiz ist nun mal sehr hoch und dann ist man schnell mal nicht in den Medaillenrängen an einer Schweizermeisterschaft.

 

Mit ein paar guten intensiven Trainings in den Beinen reiste ich am Donnerstag abend, ungewohnt knapp (wegen der Höhenluft in Val dIsere, liegt knapp bei 1900m), nach Val d‘Isere.

Ich fühlte mich zuerst nicht sehr wohl auf dem sehr offenen und schnellen Kurs. Doch je mehr Runden ich macht desto besser kam ich zurecht. Der Regen die Nacht zuvor machte die Runde etwas langsamer und technischer.

Aus der zweiten Startreihe hatte ich einen guten Start und konnte mich schnell in der Verfolgergruppe festbeissen. Ich kam dann Runde um Runde besser in Fahrt, versuchte aber trotzdem nicht ans Limit zu gehen um einen allfälligen Einbruch auf dieser Höhe zu vermeiden.

 

Zwei Runden vor Schluss entschied ich mich das Risiko einzugehen, erhöte meine Pace und machte mich auf die Verfolgung von Nino Schurter und Marco Fontana welche sich schon in der ersten Runde absetzten konnten. Der Abstand war bei 40sek und ich konnte diesen in der vorletzten Runde auf knapp 25sek reduzieren. Eine halbe Runde vor Schluss kam ich bis zu 10sek and Schurter und Fontana heran als diese attackierten. Schurter und ich konnte zu Fontana aufschliessen und ihn eine halbe Runde vor Schluss distanzieren.

Mit 13sek Rückstand kam ich als Zweiter ins Ziel. Ich bin sehr zufrieden und freue mich, dass ich 2 Wochen vor Olympia, welche ich zwar verpassen werde so eine gute Form habe und doch gezeigt habe, dass ich ganz vorne mitfahren kann.

 

Math welcher ganz bestimmt mit seiner super Form auch ganz vorne gelandet wäre, war der Pechvogel des Wochenendes und riss nach 20m seine Kette und musste die ersten 3km zuerst mal in die Techzone laufen. Er musste aber dann das Rennen trotzdem aufgeben.

 

Nun werde ich für 3 Wochen in Engadin nach St.Moritz ins Höhentrainingslager reisen um mich gezielt auf die Weltmeisterschaften vorzubereiten.

 

Luk

 

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Mo

23

Jul

2012

XC Schweizermeisterschaft, Balgach

Die Strecke der diesjährigen Schweizermeisterschaft in Balgach präsentierte sich als wirklich coole und abwechslungsreiche Mountainbikestrecke. Viele klagten zwar über den langen und zum Teil steilen Aufstieg und dann auch noch über die steile und rutschige Abfahrt aber genau dies ist Mountainbike. Auch wenn ich diese langen Aufstiege nicht besonders mag, muss ich sagen, dass sich der Veranstalter ziemlich ins Zeug gelegt hat und eine super Strecke in den Weinbergen von Balgach baute.

 

Mein Plan war schon am Samstag nach der Streckenbesichtigung klar: Nicht zu schnell starten und dann konstante Runden fahren und so zur Spitze aufschliessen.

Doch irgendwie bemerkte ich schon nach einer halben Runde, dass mein Anfangstempo ev. doch etwas zu langsam war. Wenn du dich auf einen nicht allzu schnellen Start einstellst, kommt dir sogar ein mässiger Start schnell vor. Genau dies wurde mir zum Verhängnis.

 

So musste ich schleunigst versuchen den Schaden in Grenzen zu halten. Ich konnte mich dann ohne Probleme bis Mitte Rennen auf Platz 3 vorarbeiten und nahm mit Math und Fabian Giger gemeinsam die zweite Rennhälfte in Angriff. Doch irgendwie fehlte mir immer gegen den höchsten Punkt hin der letzte Biss um die Zwei nicht fahren zulassen. In der Abfahrt konnte ich die Lücke immer wieder schliessen, ausser in der letzten Runde. Da nahm Math 30 sek. Vorsprung mit und ging als Dritter auf die letzte Runde. Ich lag ca. weitere 30 sek. vor Giger auf Platz 4.

 

Nino Schurter und Florian Vogel, die sich schon in der ersten Runde auf und davon gemacht haben, waren bereits über 1min 10 sek. voraus.

Ich versuchte mich noch so gut es ging den Berg hinauf zu pushen und den Rückstand zu Math etwas zu verkleinern. Auf dem höchsten Punkt waren es nur noch knapp 20 sek. welche ich in der darauffolgenden Schlussabfahrt noch einholte. Wir gingen also zusammen auf die letzen 200m. Wir mussten aber beide nicht lange diskutieren den nach ein paar Worten und Blicken waren wir uns einig, dass wir dieses Rennen kampflos beenden werden und uns besser die weitere Saisonziele damit absichern (Weltcup und WM). So holte Math die Bronzemedaille und ich landete auf Platz vier.

Enttäuscht über den Rennverlauf, jedoch glücklich, dass ich Math auch zu seiner Medaille verhelfen konnte, nehme ich nun den Weltcup Final in Val d’Isere in Angriff. Ich werde nun alles geben um alle Mosaiksteinchen zusammen zu tragen um in Val d’Isere ganz vorne mitfahren zu können.

 

Danach heisst es 3 Wochen St.Moritz und hart arbeiten für die Weltmeisterschaften Mitte September.

 

 

 

 

 

 

 

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Swiss Cup Lugano/Tesserete

Letzte Woche ging im Flug vorbei. Ich hatte nicht extrem viel Training jedoch sonst viel zu erledigen, so dass die Tage nur so verflogen. Schon war Wochenende und ich war motiviert und freute mich auf das Rennen in Lugano/Tesserete.

 

Samstag Mittag fuhren mein Mechaniker Oli Kaderli und ich ins Tessin um die Strecke gut zu besichtigen. Für mich ist Tesserete eine der besten Strecken im BMC Racing Cup. Viele Singletrails, hunderttausend Wurzeln und Steine. Richtig cool um Runden zu drehen. (-:

 

Der Regen welcher von Samstag auf Sonntag in Lugano nieder ging machte die Strecke etwas rutschig und umso technischer. Doch die Sonne und das warme Wetter durch den Sonntag trocknete die Strecke grösstenteils ab und so konnten wir bei perfekten Bedingungen um 14.00 Uhr starten. Mein Ziel war ganz klar dieses Rennen zu gewinnen und die Entscheidung schon früh zu machen. Ich startete schnell ins Rennen, versuchte Eingangs der ersten Singletrails sauber zu fahren. Leider hatte ich aber kurz verkrampfte Beine und musste etwas Tempo rausnehmen. Mitte der ersten Runde schlitzte ich an einem scharfen Stein mein Colle auf und so verlor ich am Hinterrad Luft. Ein Kilometer später hatte ich einen platten Hinterreifen. Nach dem Radwechsel und der 2. Runde hatte ich schon über 2 min. Rückstand. Ich hatte mir dies ganz anders vorgestellt. Also fuhr ich von diesem Zeitpunkt an konzentriert und machte Zeit und Ränge gut. Am Ende fuhr ich mit 1 min. 50 sek. auf dem 4. Platz ins Ziel.

 

Ich hatte die ersten 2 Runden ausgeschlossen einen guten Lauf und konnte mich durch das ganze Rennen hindurch motivieren trotz der schlechten Aussichten.

 

Herzlichen Dank an Oli für die super Betreuung über das ganze Wochenende.

 

Nächste Woche Heubach dann Solothurn, dazwischen viel Training so sehen die nächsten Tage und Wochen aus. Freue mich.

 

Bis bald.

 

Luk

 

2* Weltcup 2012 in Houffalize, Belgien

Mit viel Motivation und Sicherheit trat ich am Donnerstag die Reise nach Houffalize (Belgien) an. Es stand der 2. Weltcup auf dem Programm und somit auch das 2. Olympiaquali-Rennen. Ich konnte die letzten Wochen gut trainieren und meinen Aufwärtstrend letzten Montag beim Strassenrennen in Schwarzhäusern auch bestätigen.

 

Doch schon am Donnerstagabend kamen erste Zweifel auf. Ich hatte mich auf dem Weg nach Belgien irgendwie leicht erkältet. Bekam aber bis Samstag alles wieder in den Griff. Ich fühlte mich aber nie ganz 100% fit. So bekam ich am Samstag Abend eine grosse Fieberblase, die mich total aus dem Konzept brachte. Ich schleif schlecht und die Motivation sank. Am Morgen quälte ich mich aus dem Bett und konnte mich irgendwie nie richtig auf das Rennen konzentrieren und fokussieren.

 

Aus der ersten Reihe konnte ich mich beim Start zwar auf den ersten Meter noch behaupten doch schon in den ersten steilen Rampen konnte ich nicht voll hinauf drücken und verlor Position um Position. Ich wurde nie richtig warm im Rennen und war verkrampft. Immer um Position 10-15 fahrend, versuchte ich den Schaden in Grenzen zu halten und möglichst wenig Punkte zu verlieren. Dies gelang mir recht gut und ich beendete das Rennen auf Platz 13.

 

Das Positive ist, ich lies mich nie ganz fallen und kämpfte gegen mich und meinen verkrampften Körper. So habe ich für den kommenden Weltcup in Nove Mesto welcher in 4 Wochen stattfindet immer noch eine gute Ausgangslage/Startposition.

Dazwischen werde ich drei Rennen bestreiten die ich als Training und Weg zu einem weiteren guten Weltcup einbauen werde.

 

Ergebnisse unter. www.uci.ch

 

Ich wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

Schweizer MTB Saisonstart in Buchs

Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup. So reisten wir am Montagmorgen nach dem Rennen von Pietermaritzburg zurück in die Schweiz. Mein Ziel war es mich so schnell wie möglich zu erholen und mit dem grossen Training für den nächsten Weltcup in Houffalize, Belgien in vier Wochen zu beginnen. Leider verspürte ich schon am Mittwoch nach dem Training ein starkes Ziehen im linken Knie. Am Donnerstagmorgen war es dann leicht entzündet, so dass ich kaum richtig Druck auf die Pedale geben konnte.

 

Freitag und Samstag war dann nicht ans Trainieren zu denken. Keine Chance. Ich pendelte zwischen Physio, Massage, Verzweiflung und Stress. Ich wusste, dass ich das Training unbedingt brauche um mich bis Houffalize weiter zu steigern. Es waren wichtige Tage die vergingen und mich fast zum verzweifeln brachten.

Sonntagmorgen war dann etwas besser und ich konnte langsam wieder mit dem Training starten. Die nächste Woche startete super und ich konnte mein geplantes Training absolvieren. Mit den Gedanken im Hinterkopf, die verlorenen Zeit etwas aufzuholen, verbrachte ich fast die ganzen Tage mit Training, Dehnen usw.

 

Am Sonntag stand dann der erste BMC Racing Cup auf dem Programm. Ich wusste schon im Vorfeld, dass ich nicht gerade die Buchserberge hinauf fliegen werde. So kam es dann auch. Ich hatte schon in den ersten Runden extrem Mühe. Die Beine drehten einfach nicht und ich konnte nicht an meine Grenzen gehen. Ich suchte später im Rennen einen guten Rhythmus welcher ich auch fand und beendete das Rennen auf dem 11. Rang.

 

Nun geht es in grossen Schritten weiter Richtung Houffalize. Es bleibt nicht viel Zeit aber es gibt noch viel zu tun.

 

Bis Bald Luk

1* Weltcup 2012 in Pietermaritzburg, Süd Afrika

Der erste Weltcup der neuen Saison ist Geschichte.

 

Der Weltcupauftakt ist immer sehr speziell, jeder ist motiviert, alle treffen das erste Mal in der Saison aufeinander und sind gespannt wie gut das Wintertraining nun Früchte trägt. Klar sind ab und zu Rennen im Vorfeld schon aussagekräftig jedoch wird an einem Weltcup immer ein paar Prozent schneller und aggressiver gefahren als in anderen Rennen. Wenn du nur für ein paar Meter die Beine hängen lässt um durchzuatmen, befindest du dich ein bis zwei Plätze weiter hinten. Daher ist man vor dem Start auch immer etwas nervöser als an anderen Rennen. Die frage stellt sich dann immer und immer wieder: „Hast du die Beine und die mentale Stärke um deine gesetzten Ziele zu erreichen?“

 

Ich war mir sicher über den Winter gut trainiert zu haben, jedoch bin ich da nicht alleine, jeder der am Start steht hat viele und gute Kilometer in den Beinen. Doch das Testrennen eine Woche zuvor gab mir die Bestätigung auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Ich konnte aus der ersten Reihe starten und versuchte die ersten 600m keinen Platz zu verlieren um möglichst in den ersten 10 in den ersten Singletrail zu fahren. Dies gelang mir einigermassen. Doch es entstanden schon in der ersten Runde einige Lücken und so verlor ich den Kontakt zur Spitze. Es setzten sich 3 Fahrer ab und ich versuchte mich irgendwie bei der Verfolgergruppe festzusetzten. In den ersten 2 Runden war das Tempo jedoch so hoch, dass ich der Gruppe nicht folgen konnte. So fuhr ich bis auf die zweit letzte Runde um Rang 8 herum. In den letzten zwei Runden konnte ich dann noch etwas zulegen und kam wieder etwas näher an die Gruppe heran welche sich allmählich auflöste. So war ich in der letzten Runde wieder nahe an Platz 5. Ich kam zusammen mit Kulhavy auf die Zielgerade, doch war nicht mehr Imstande um den fünften Platz zu sprinten.

 

Ich habe gegenüber letzter Woche wiederum einen Schritt vorwärts gemacht und mit dem 6. Platz habe ich nun schon mal eine Olympiaquali-Norm erfüllt. Obschon es wahrscheinlich nicht reichen wird sich mit einem 6. Platz definitiv für Olympia zu qualifizieren bin ich meinem Traum doch schon ein Schritt näher gekommen. Ich habe nun 4 Wochen Zeit bis zum nächsten Weltcup in Belgien, Houffalize.

Dazwischen werde ich noch das Auftaktrennen des BMC Racing Cup und 2 Strassenrennen bestreiten.

 

Luk

Pietermaritzburg Weltcup Vorschau

Am nächsten Samstag geht es in Pietermaritzburg (SA) los „Die Olympia-Qualifikation wird extrem hart“ In Pietermaritzburg (SA) erfolgt der Auftakt zur Cross-Country-Mountainbike-Weltcupsaison. Das erste Rennen ist für Luk und Math Flückiger zugleich der erste von vier Selektionswettkämpfen für die Olympischen Spiele 2012 in London.

 

Von Kurt Henauer

 

Innerhalb von zwei Monaten zwischen Mitte März und Mitte Mai fällt in Pietermaritzburg (SA), Houffalize (Be), Nove Mesto (Tsch) und La Bresse (Fr) die Entscheidung, welche zwei Schweizer Fahrer den bereits selektionierten Nino Schurter, den WM-Zweiten von Champéry, an die Olympischen Spiele begleiten werden. „Es kommen wohl rund sieben Fahrer in Frage“, sagt Luk Flückiger, „und jeder wird wohl beim ersten Rennen übermotiviert sein.“ Der WM-Fünfte von 2011, in Champéry war er damit zweitbester Schweizer, macht sich keine grossen Gedanken zur Olympiaqualifikation. „Ich nehme es, wie es kommt, aber es wird extrem hart“ Auch sein jüngerer Bruder Math versucht nicht zu stark an die Quali zu denken: „Ich will mich nicht darauf versteifen. Natürlich träume ich von London“, so der U23-Weltmeister von 2010, „aber es wäre auch kein Weltuntergang, wenn es nicht klappen würde.“ Beide sagen, dass rund sieben Fahrer das Potenzial für die zwei verbleibenden Olympia-Startplätze hätten. Aber man wisse nie, wer plötzlich noch auftauche.

 

Die Flückiger-Brüder haben im Winter zahlreiche Radquer-Rennen bestritten und die Saisonvorbereitung mehr oder weniger so durchziehen können, wie sie wollten. „Math war einmal eine Woche krank, danach war ich auch einmal zwei bis drei Tage angeschlagen“, sagt dazu Luk, der im vergangenen Winter eher weniger Quers bestritt als ein Jahr zuvor. Math bekundete im Dezember zudem Knieprobleme. „Das hat aber für die Vorbereitung nichts ausgemacht“, sagt er jetzt eine Woche vor dem Weltcupauftakt. Beide sind sehr früh nach Südafrika gereist. „Zuerst standen noch das erste Zusammentreffen mit dem Trek-Team und ein Fotoshooting auf dem Programm. Am letzten Samstag haben sie ein Testrennen bestritten, das von Nino Schurter gewonnen wurde. Luk wurde im stark besetzten Feld Sechster, Math Neunter.

 

Neu mit 29-Zoll-Rädern

Die Flückiger-Brüder haben neu auf die grösseren 29-Zoll-Räder gewechselt. „In der Weltspitze fahren immer mehr mit diesen Rädern, wohl 80 bis 90%“, sagt dazu Luk. Beim Testrennen hätte die Hälfte der Fahrer davon Gebrauch gemacht. Bis zum Weltcupauftakt stehen neben der guten Erholung noch zwei bis drei qualitativ gute Trainings auf dem Programm. Math glaubt, dass er im Profileben „einen Schritt nach vorne“ gemacht habe. „Ich muss mich aber immer noch zusammen nehmen, dass ich mich nicht zu stark auf den Sport versteife und mich dann verkrampfe“, so der beim VBS mit einem 50-%-Pensum angestellte Zeitmilitär-Spitzensportler.

 

Luk und Math Flückiger sind für den Weltcup-Auftakt vom nächsten Samstag gerüstet und können bei der Vergabe der zwei Olympia-Tickets sicher ein Wort mitreden. „Wir müssen einfach locker bleiben und dürfen das Ganze nicht zu eng sehen“, gibt sich Math zuversichtlich. Stationen, bei denen laut Selektionskonzept mindestens ein 8. Platz verlangt wird. Angesichts der Leistungsdichte im Schweizer Team wird man aber nur mit Top-3-Plätzen dabei sein könne.

 

Das Rennen in Pietermaritzburg wie der ganze Weltcup 2012 kann Live im Internet auf www.redbull.tv oder auch auf www.redbull.com/bike verfolgt werden.

 

Weiter News unter http://www.rockyroads.net/de/ oder www.uci.ch

Süd Afrika, Teil 1

Etwas ungewiss aber dennoch mit einer guten Portion Motivation reiste ich letzten Samstag nach Pietermaritzburg (Südafrika). Die Zeit zwischen Zypern und Abflug nach RSA verbrachte ich damit, herauszufinden warum ich in Zypern nicht die gewünschten Beine hatte, Geburtstagstorte bauen für mein Fabi, Aus- und Einpacken von Kleidern und Waschen.

 

Das Training in den paar Tagen zuhause lief super und die Zuversicht kam zurück.

Die Reise nach Südafrika verlief beinahe reibungslos und wir lebten uns gut ein.

Heute, knapp eine Woche später, fuhren wir auf der Weltcupstrecke unser erstes Rennen. Es war wie jedes Jahr ein UCI C2 Rennen welches mit guten Fahrern besetzt war.

Die Strecke hat sich im Gegensatz zum letzten Jahr etwas verändert. Es sind einige Höhenmeter dazu gekommen und ein paar coole technische Abschnitte welche richtig Spass machen.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit und 26 Grad startete ich gut ins Rennen. Ich Konnte fast 2 Runden mit der Spitze mitfahren. In der 3. Runde verlor ich jedoch etwas die Konzentration und machte einige Fahrfehler. So kam es, dass ich in einem längeren Rockgarten stürzte und wieder auf mein sonst schon lädiertes Knie und den verstauchten Daumen fiel. Etwas gehemmt aber trotz allem mit einem guten Tempo fuhr ich die letzten 2 Runden und kam als 6er in Ziel.

 

Nach den eher schlechten Rennen in Zypern gab mir dieses Rennen doch Vertrauen für den Weltcup von nächsten Samstag zurück.

 

Wünsche allen eine schöne Woche und ihr hört spätestens nächsten Samstag von mir.

 

Luk

 

2. Woche in Zypern

Nach zwei Wochen Zypern kann ich leider nicht ganz das gewünschte Resultat verbuchen wie ich mir dies im Vorfeld erwünscht hätte. Ich konnte zwar super trainieren und hatte z.T. auch ein gutes Gefühl doch an den Renntagen waren die Beine nicht gut oder ich hatte Pech (Kettenriss, Sturz). Anschliessend verkrampfte ich mich einfach zu fest und fuhr nicht mit der gewissen Lockerheit. Doch ich denke, dass es eine gute Erfahrung war und ich trotz den nicht zufriedenstellenden Resultaten weiter gekommen bin.

Nun verbringe ich 4 Tage zuhause bevor ich mit dem ganzen Team am 3. März nach Südafrika an den ersten Weltcup fliege. Mit dem ersten Weltcup in Pietermaritzburg geht es nun in die erste Runde der Olympiaquali. Die Qualifikation umfasst 4 Läufe. Die ersten vier Weltcups, Pietermaritzburg (RSA), Houffalize (BEL), Nove Mesto (CZE), La Bresse (FRA). Anschliessend werden (Ende Mai) die besten 3 Fahrer qualifiziert.

 

Luk

Saison Start Sunshine Cup Cyprus

Nach den Cross-Schweizermeisterschaften anfangs Januar machte ich für ein paar Tage Trainingspause und verbrachte etwas Zeit in Adelboden auf den Ski’s.


Ende Januar ging es dann ins erste Trainingslager nach Gran Canaria wo ich mein geplantes Training bei super Bedingungen absolvieren konnte. Müde aber mit vielen und guten Kilometern in den Beinen verbrachte ich anschließend 4 Tage zu Hause, im Winter, wo ich trotz den kalten Temperaturen weiter an meiner Form arbeiten konnte.

 

Letzten Montag ging es schon wieder nach Zypern wo wir insgesamt 4 Wettkämpfe auf dem Programm haben. Da Math und ich dieses Jahr das Cape Epic nicht bestreiten werden, ist dies hier quasi unser Start in die Saison 2012. Die Rennen sollen aber mehr als Aufbau/Training gelten. Heute war der Auftakt zum Sunshine Cup 2012. Das Rennen war sehr gut besetzt und ich erwartete einen harten Kampf. Etwas unsicher über meine momentane Verfassung startete ich ins Rennen. Es war mein erste Rennen auf einem 29“ Fully, Die Frage war, wie komme ich mit dem Bike zurecht im Rennen. Die wenigen Trainings die ich mit dem Bike gemacht habe, waren immer sehr gut. Doch Training und Rennen sind zwei komplett verschiedene Sachen. Ich hatte schon in der ersten Runde Mühe der Spitzengruppe zu folgen. So musste ich abreisen lassen und fiel bis auf Rang 21 zurück. Nach einer Runde lösten sich meine verkrampften Beine allmählich und ich konnte einen zufriedenstellenden Rhythmus fahren. Von Runde zu Runde konnte ich Rang um Rang gut machen und beendete das Rennen auf dem 8. Rang.

 

Ich denke, dass ich noch ein paar Tage Zeit brauche um mich gut zu erholen und mich optimal auf das Bike einzustellen (habe die letzten Monate nur auf Strasse und Cross Bike trainiert.)

Nächsten Freitag geht es schon mit dem Drei-Etappen Rennen AFXENTIA (Prolog, Point to Point, Cross Country) in Macheras Forest weiter.

 

Luk

 

Cross Saison Abschluss/ CH-Meisterschaft

Nach dem Cross in Bützberg schaltete ich für drei Wochen eine Trainings-und Rennpause ein. Davon war ich zwei Wochen in Florida und konnte dort reichlich Sonne und Motivation für die kommende Bikesaison tanken. Es waren zwei super Wochen, die ich absolut nicht missen möchte.


Doch das böse erwachen kam wie jedes Jahr nach der Pause. Die Aufstiege waren plötzlich doppelt so lang und viel steiler und es fühlte sich an als hättest du immer Gegenwind oder einen platten Reifen. Auf jeden Fall machten die ersten Trainings gar keinen Spass. Leider stellte um diese Zeit auch noch das Wetter richtig auf Winter um und so brauchte es immer eine Portion mehr Motivation fürs Training. Motiviert war ich und so konnte ich mein Trainingspensum gut absolvieren.

Nach nur 10 Tagen zuhause stand ich mit meinen „Ferienbeinen“ schon wider am Start am Quer in Dagmersellen. Ohne grosse Ambitionen ging ich ins Rennen. Doch irgendwie kämpfte ich mich Runde für Runde über die Renndistanz und zwar immer ziemlich am Limit, doch am Schluss reichte es überraschend für den 4. Platz.

 

„Bin ich nun schon bald wieder auf dem Niveau wie vor der Pause?“

 

 

Nein….!!! Nach nur 8 Trainingstagen ist das fast nicht möglich. Jedoch gab mir der vierte Rang Vertrauen und Motivation für die Schweizermeisterschaften anfangs Januar. Doch bis dahin waren es nur noch 1,5 Wochen. Nach dem Quer in Dagmersellen liefen die Trainings einiges einfacher - im Kopf war es jedenfalls so. Die Berge wurden auch wieder etwas kürzer und die Beine drehten etwas leichter. Doch dies war nur mein Befinden, denn man kann nicht in 10 oder 12 Tagen wider in Form kommen.

 

Genau dies musste ich dann eine Woche später am Querrennen in Bussnang TG erfahren. Gut gestartet jedoch mit zu wenig Kraft um auf dieser Schlammstrecke (brauchte enorm viel Kraft) das Tempo durchzuziehen, verlor ich schon in der ersten Runde den Kontakt zur Spitze. Ich fuhr zwischenzeitlich auf Rang 8, konnte mich aber im Laufe des Rennens immer etwas weiter nach vorne arbeiten und erreichte das Ziel wider als vierter.

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir langsam klar, dass es mit der CH-Meisterschaft dieses Jahr ev. nichts wird. Ich hatte noch fünf Tage um mich etwas weiter zu bringen und die Ausgangslage zu ändern. Doch irgendwie erholte ich mich sehr schlecht nach dem Rennen in Bussnang und kämpfte die ganze Woche mit schweren Beinen. Einfach kraftlos….!!! Doch ich lies mich nicht entmutigen den in Beromünster wo die diesjährige Schweizermeisterschaft stattfand, hatte ich die letzten Jahren immer ein super Rennen. Also versuchte ich mich die letzten Tagen noch mental so gut wie nur möglich auf dieses Rennen vorzubereiten.

Die Strecke war wie erwartet sehr schwer und kraftraubend mit tiefen Wiesen (genau das hätte ich eigentlich nicht gebraucht) und rutschigen Abfahrten (was ich zwar mag). Ich kam am Start gut weg und konnte die ersten 3 Runden problemlos in der Spitze mitfahren. Doch als in der 4. Runde Julien Tamaracaz das erste Mal attackierte, musste ich abreissen lassen. Ich konnte etwas später wieder zu den drei Führenden aufschliessen, fiel jedoch später wieder zurück. Mir fehlte schlicht und einfach die nötige Power. Ohne Training geht nichts, dass musste ich zu diesem Zeitpunkt erfahren. Ich rettete mich erneut auf dem 4. Rang ins Ziel.

Julien gewann seinen ersten CH-Meister in der Elite Kategorie vor S. Zahner und Ch. Heule.

 

Enttäuscht war ich eigentlich nicht. Den ganz tief in mir wusste ich, dass diese paar Tage Training nicht ausreichen würden um um den CH-Titel zu fahren.

 

Ich bin jetzt frisch und erholt und blicke zuversichtlich Richtung Bike-Saisonstart. Dazwischen liegen noch zwei Trainingslager (Gran Canaria und Zypern) mit vielen Kilometern und harten und schönen Momenten auf dem Strassenvelo und Bike. Am 18. März geht es dann los mit dem ersten Weltcup in Süd Afrika.

 

Ich möchte mich bei allen die mich auf irgend eine Weise über diesen Winter unterstützt haben, herzlich bedanken. Besonderen Dank an Fabi, mein Familie (Päpu der jedes Wochenende wieder in der Wechselzohne stand und ein sauberes Velo für mich hatte.) Bruno Diethelm, und allen Sponsoren und treuen Fans an den Strecken. Ihr wart grossartig. Danke.

 

Ich werde mich in den nächsten Wochen wider aus dem Trainingslager melden.

 

Cheers luk

 

 

Race update CX und XC

Mit dem Radquer in Bützberg habe ich meine Herbstsaison nun beendet und werde nächsten Dienstag nach Miami in die Ferien fliegen. Die letzten Wochen und Tage bemerkte ich die lange Saison nun etwas und freue mich auf die Tage ohne Training.

Die letzten Rennen konnte ich zwar immer mit einem zufriedenstellenden Resultat beenden jedoch fehlte mir einfach ab und zu die Motivation bis zum letzten Tritt durchzuhalten.

 

Vor 3 Wochen konnte ich noch in den USA den Iceman (legendäres Mountainbike-Rennen in Michigan) noch gewinnen. Doch das Rennen stellte sich schwieriger heraus als ich gedacht hatte. Durch die wenigen Höhenmeter wurde das Rennen extrem schnell und taktisch. Da das Rennen ein Point to Point Rennen war, kannte ich die Strecke nur flüchtig. Ich versuchte nach 10 km auszubrechen und mir einen Vorsprung heraus zufahren. Jedoch jagte mich die hinten entstandene 6er Gruppe so stark, dass ich 30 min. später mein Vorhaben wider einstellte und mich einholen liess. So lief alles auf einen Sprint heraus. Diesen konnte ich dann knapp für mich entscheiden.

2 Tage später ging es dann schon wieder zurück in die Schweiz. Ich kam total übermüdet und ausgelaugt von dem Amerika Trip zurück und litt die ganze Woche im Training, konnte kaum ein zufriedenstellendes Training absolvieren. Dementsprechend startete ich in Frenkendorf am Internationalen Radquer. Nach einem schnellen Start bildete sich später eine 7er Spitzengruppe. Ich versuchte im schnellen Rennen immer in den ersten 3 Positionen zu fahren um etwas Kraft zu sparen, denn durch die vielen Kurven entstanden im hinteren Teil der Gruppe immer wieder Lücken, die man schliessen musste. Als in der letzten Runde der Angriff von Francis Mourey kam, fehlte mir einfach die nötige Kraft um mitzugehen. Es setzten sich 2 Fahrer ab und am Schluss verlor ich auch noch den Sprint um Platz drei.

 

Doch eine Woche später ich Bützberg, an unserem Heimrennen, konnte ich noch einmal ein super Rennen fahren. Von Start weg versuchte ich Druck zu machen und bemerkte sofort, dass ich einen guten Tag erwischt habe. Schon nach 2 Runden entstand eine kleine Lücke zwischen Marcel Wildhaber (mit welchem ich mich schon in der ersten Runde absetzten konnte) und mir. Ich konnte den Vorsprung von Runde zu Runde ausbauen und konnte das Rennen mit über 1 min. Vorsprung gewinnen.

 

Nun ist es aber an der Zeit ein paar Tage das Bike im Keller stehen zu lassen und mich zu erholen. Mitte Dezember werde ich dann das Aufbautraining für die kommende Mountainbike Saison starten.

 

Jetzt geht’s ab an die Wärme.

 

Bis Bald Luk

 

 

Rückblick der letzten Monate

Nach einer schlechten ersten Saisonhälfte machte ich eine Kehrtwendung und änderte einiges in meinem Training/Denken.

Ich brauchte zwar einige Wochen bis ich wieder etwas besser in Fahrt kam aber es ging stetig etwas aufwärts.

 

Den Grundstein konnte ich in den 3 Wochen im Engadin legen. Ich machte einen grossen Schritt vorwärts und konnte von Rennen zu Rennen mehr Selbstvertrauen tanken. Mit dem 5. Rang an der WM konnte ich mein Ziel erreichen. Durch das schöne Herbstwetter war ich weiter motiviert die Mountainbikesaison noch etwas weiter zu ziehen. So startete ich am Bundesliga in Heubach wo ich als 4. ein solides Rennen fahren konnte.  Zwei Wochen später stand schon das erste Radquer/Cross auf dem Programm wo ich zu meiner eigenen Überraschung dritter wurde.

 

Wie jedes Jahr arbeitete ich über die Herbsttage in der Mosterei meiner Eltern, so wurde es mir ganz bestimmt nie langweilig.

 

Leider kam das Training so etwas zu kurz und die Motivation, nach einem langen Sommer noch weiter zu trainieren, schwand allmählich etwas.

Ich versuchte aber trotzdem noch ein gutes Roc d’azur zu fahren. Leider erwischte ich 10 km vor dem Ziel, in der Spitzengruppe liegend, einen Platten und landete nur noch auf Rang 10.

Trotzdem hat mir das Rennen gezeigt, dass trotz den vielen Stunden in der Mosterei meine Batterien noch nicht ganz leer sind. Dies merkte ich auch 2 Wochen später am Radquer in Uster wo ich mehr oder weniger mühelos, trotz Kettenriss, gewann. Letzten Sonntag in Steinmauer war dann die Konkurrenz etwas stärker. Ich erwischte einen miserablen Start und musste mich zuerst 2 Runden lang nach vorne arbeiten. Kaum in der Spitzengruppe angekommen, die immer noch aus 5 Fahrern bestand, versuchte ich die Gruppe zu sprengen um etwas Ruhe ins Rennen zu bringen. Dies gelang mir aber 1 Runde später konnten alle wider aufschliessen. Ich bemerkte von Runde zu Runde mehr, dass ich die Beine hätte zu gewinnen. So entschied ich mich zu warten bis 3 Runden vor Schluss. Leider riss ich in der Zwischenzeit in einer Kurve das Collé von der Felge und musste anschliessend eine kleine Lücke schliessen. So brach die letzte Runde an, die mir jedoch kein Glück brachte. Denn bei einem Strassenübergang riss ich noch einmal das Collé ab. Nur war ich diesmal weiter weg von der Materialzone und so war das Rennen für mich gelaufen. Ich rettete mich noch als Sechster ins Ziel.

 

Im Moment bin ich für ein paar Tage in den USA bei TREK und werde am nächsten Samstag am legendären Iceman Race im Norden der USA starten. In Zwei Wochen geht es dann weiter mit dem Radquer in Frenkendorf, eine Woche später Quer in Bützberg. Und schon ist es ende November und Zeit ein paar Tage das Bike in den Keller zu stellen.

 

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden wie es weiter geht. Wünsche euch allen noch eine super Herbstzeit.

 

Luk

 

 

 

 

 

Weltmeisterschaften in Champery SUI - 5. Rang

Die Weltmeisterschaften im eigenen Land verliefen für die Flückiger-Brüder unterschiedlich: Luk war als Fünfter mit dem schweren Rennen in Champéry zufrieden. Der als 13. klassierte Math hätte es unmittelbar nach der Zieldurchfahrt am liebsten vergessen.

 

Von Kurt Henauer

 

Diese schweren Titelkämpfe auf einer sehr anspruchsvollen Runde und im zweiten Teil mit Regen sorgten an der Spitze für grosse Abstände. So verlor Luk als Fünfter auf den neuen Weltmeister und Saisondominator Jaroslav Kulhavy 4:29 Minuten; auf den viertplatzierten Spanier Hermida 2:20. „Die ersten vier sind an dieser WM in einer anderen Liga gefahren“, zollte Luk seinen Bezwingern Anerkennung. Das eigene Resultat stufte er positiv ein: „Ich bin in den letzten zwei Weltcuprennen und auch beim Bikers Cup konstant gefahren. Diese Leistung habe ich abgerufen und mein Ziel, einen Platz unter den Top 5, erreicht“, so Luk, der allerdings mit seiner Fahrt trotzdem etwas haderte. „In der Woche vor dem WM-Rennen habe ich mich frisch gefühlt, habe nur noch Intervalle gemacht. Deshalb habe ich nicht damit gerechnet, dass ich am Anfang Mühe habe.“

 

So nahm er in der Startschlaufe noch eine gute Position ein. „Aber in der ersten grossen Runde, als die Post abging, hielt ich nicht mit. Deswegen bin ich enttäuscht“, so Luk, der so schon früh aus dem Medaillenkampf fiel. „Dass ich diese Chance nicht wahrnehmen konnte, wurmt mich.“ Nicht nur zu Beginn auch wegen eines Defekts hatte er in der Wechselzone noch einmal eine Minute verloren. Aber wie das Endergebnis zeigt, wäre er auch ohne dieses Missgeschick nicht mehr in Medaillennähe gekommen.

 

Beine haben nicht gedreht

 

Math Flückiger ist als letztjährige U23-Weltmeister zu seinen ersten Elite-Titelkämpfen gestartet. Was ihm im Weltcup schon im letzten Jahr gelungen war, nämlich Top-Platzierungen bei den Besten, stellte sich heuer nie so richtig ein. „Eigentlich bin ich in guter Form, aber offensichtlich habe ich den Wechsel zum Berufs-Mountainbiker nicht wirklich geschafft“, so Math. Offenbar hat das zuviel an Zeit für den Zeitmilitär-Spitzensportler dazu geführt, dass er sich etwas verzettelt hat. „So gesehen war es für mich ein Lehrjahr. Das kann ich für die Zukunft mitnehmen. Ich weiss jetzt, was ich für mich machen muss.“ Zu denken gibt ihm, dass er von den Junioren bis zu den U23 immer Fortschritte gemacht und jetzt zum ersten Mal etwas stagniert hat. „Wenn ich dieses gleiche Gefühl wie früher wieder habe, dann geht es sicher wieder aufwärts“, gibt er sich zuversichtlich.

 

Diese Erkenntnis ist für ihn hart, umso mehr, „als dass mir die Strecke von Champéry gelegen wäre“, so Math, der als 13. auf den Sieger 6:44 Minuten verlor – keine Weltreise wenn man das ganze objektiv betrachtet. „Das wurmt mich, denn ich war wirklich in der Vorbereitung und auch an den WM motiviert. Aber ich hoffe, dass mich diese Erfahrung weiter bringt.“ Für seine Verhältnisse hatte er einen guten Start, aber nachher lief es nicht mehr rund. „Die Beine haben nicht ‚gedreht‘, ich hatte keine Kadenz und dann habe ich mich technisch verkrampft.“ so Math, der nachher auch mit nachlassender Konzentration zu kämpfen hatte, bei Wurzeln Fehler beging und Ausrutscher hatte. „Obwohl ich mir vorgenommen hatte, mich nicht zu nerven, tat ich es nachher trotzdem“, gab er sich am Tag nach der WM selbstkritisch.

 

London 2012

 

Nach den WM in Champéry ist für die Flückiger-Brüder vor den Olympischen Spielen 2012 in London. Weil es keinen Schweizer Weltmeister gab – Nino Schurter holte Silber – sind immer noch drei Startplätze offen, die im nächsten Jahr im Weltcup herausgefahren werden müssen. Pietermaritzburg (SA), Houffalize (Be), Nove Mesto (Tsch) und La Bresse (Fr) heissen zwischen Mitte März und Mitte Mai die Stationen, bei denen laut Selektionskonzept mindestens ein 8. Platz verlangt wird. Angesichts der Leistungsdichte im Schweizer Team wird man aber nur mit Top-3-Plätzen dabei sein könne. „Ich muss an dem festhalten, was ich in diesem Sommer gemacht habe“, sagt Luk zur Ausgangslage. Er hat wieder mit einem Trainer zusammen, der mir einen Raster für das Training gibt. „Es ist ein langer Weg bis zu den Olympischen Spielen, aber ich hoffe, dass ich noch einmal einen Sprung machen kann.“ Auch Math gibt die Hoffnung nach der nicht optimal verlaufenen Heim-WM nicht auf: „In Hinblick auf London fängt es nächstes Jahr mit den Selektionsrennen wieder von vorne an.“

Gut vorbereitet – aber die WM hat eigene Gesetze

Lukas und Mathias Flückiger gehören an den Mountainbike-WM in Champéry zum starken Schweizer Cross-Country-Team. Am nächsten Samstag um 16.30 gilt es ernst im Kampf um Podestplätze und Medaillen.

 

Von Kurt Henauer

 

Sowohl Luk wie auch Math wissen, dass sie gut vorbereitet sind. Trotzdem reden beide nicht euphorisch von den bevorstehenden Titelkämpfen im eigenen Land. „Es ist meine erste WM bei der Elite und WM-Rennen sind speziell“, sagt der letztjährige U23-Weltmeister Mathias Flückiger. „Die WM hat eigene Gesetzt, im letzten Jahr war ich in guter Form und dann hatte ich bereits in der ersten Runde einen Schuhdefekt“, blickt Luk zurück.

 

Trotz diesen leisen Bedenken sind beide zuversichtlich. „Letztes Jahr ging es gut. Ich werde die WM fahren wie einen Weltcup, auf diese kann ich mich immer gut fokussieren“, nennt Math seine Absicht. Vor zwei Jahren erzielte er auf der WM-Strecke als Fünfter seine erste Top-5-Platzierung bei der Elite; im Vorjahr war er im Wallis sogar Vierter. „Auf jeden Fall freue ich mich auf die Heim-WM mehr, als dass es mich unter Druck setzt“, so der jüngere der Flückiger-Brüder. „Bereits im letzten Winter, wenn es in der Spitzensport-RS in Magglingen manchmal hart war, habe ich mich mit Gedanken an die WM motiviert“, so der Zeitmilitär-Spitzensportler, der mit einem 50-Prozent-Pensum beim VBS angestellt ist.

 

Luk hat sich die Motivation und das Selbstvertrauen beim Racer Bikes-Cup in Muttenz geholt. Hinter Olympiasieger Julien Absalon wurde er Zweiter. „Ich habe gesehen, dass ich ihm Paroli bieten kann“, so Luk, der zuerst allein geführt hatte, und nach der Einholung durch den Franzosen und abwechslungsweisem Führen nur wegen eines Sturzes den Anschluss verlor. „An den WM wäre ich mit einem Top-5-Resultat zufrieden. Das ist realistisch, so fuhr ich auch in den letzten Weltcups“, so Luk, für den eine allfällige Medaille „nur ein Traum ist.“ Denn in diesem Jahr war er im Weltcup noch nie unter den besten 3. In Champéry hatte er vor zwei Jahren den 4. Platz belegt. „Die Strecke liegt mir“, sagt der gelernte Landmaschinenmechaniker, der mit seinem Bruder am Montag ins Wallis reiste. „Neben guter Erholung und Pflege werde ich wohl noch ein Intervalltraining machen und die heiklen Teile der Strecke anschauen“, nennt er das Vorbereitungsprogramm unmittelbar vor dem Tag X.

7* Welt Cup Final in Val di Sole

Luk und Math Flückiger tankten Selbstvertrauen für die WM

Luk (5.) und Math (7.) Flückiger vermochten sich beim Weltcupfinal in Val di Sole (It) rund zwei Wochen vor den WM in Champéry VS erneut zu steigern. Als Sieger ging einmal mehr der Weltcup-Gesamtsieger Jaroslav Kulhavy hervor.

 

Von Kurt Henauer

 

Mit Rang 5 gelang Luk Flückiger gegenüber Nove Mesto (6.) erneut eine kleine Steigerung. „Für mich war es die Bestätigung, dass ich in Nove Mesto nicht nur einen guten Tag hatte, sondern dass die Form soweit stimmt“, so Luk. „Ich hoffe aber schon, dass ich mich auf die WM hin noch etwas steigern kann.“ Nur 12 Sekunden hinter seinem älteren Bruder kam der letztjährige U23-Weltmeister Math Flückiger auf Rang 7. „Ich hatte wieder etwas Mühe am Start“, haderte der Zeitmilitär-Spitzensportler mit dem Beginn des Rennens. Auf der überaus schwierigen Strecke mit harten Aufstiegen und schnellen Abfahrten – „ man kann sich praktisch nie erholen“ – fällt es nach einem schlechten Start nicht leicht, wieder nach vorne zu fahren. „Ich habe zwar im letzten Winter in der Spitzensport-RS viele Startübungen gemacht“, sagte Math, der glaubt, „dass ich dann auf der Runde ähnlich schnell wie die Spitze fahren kann.“ Dies bewies er in Italien nach Rennhälfte. Während Luk während des ganzen Rennens in den Top Ten fuhr, konnte Math erst nach der Hälfte in die Gruppe mit seinem Bruder und weiteren Schweizern aufschliessen.

 

Die Flückiger-Brüder benutzten für den Weltcup-Final ein Fully. „Es hat in den Abfahrten doch ziemlich geschlagen, so konnten man sich mit dem hinten und vorne gefederten Rad doch etwas besser erholen“, so Math. Trotz gutem Material gefiel die Strecke in Italien Luk auch diesmal nicht uneingeschränkt: „Diese Strecke, eine der härtesten im Weltcup, sagt mir eigentlich nicht zu“, so der gelernte Landmaschinenmechaniker. „Aber dieser Wettkampf gab mir Zuversicht für die nächsten Rennen.“

Im Kampf um den Sieg musste diesmal Jaroslav Kuhlavy bis zur Ziellinie hart kämpfen. Erst im Endspurt gelang es ihm den zeitgleichen Olympia-Dritten Nino Schurter knapp auf Rang 2 zu verweisen. „Die zwei fahren im Moment in einer anderen Liga“, zollte Luk den Beiden Anerkennung.

 

Cross-Country präsentiert sich

Am Donnerstag (25. August) kann die Cross-Country-Weltelite an der Swiss Bike Trophy im Herzen der Stadt Bern live miterlebt werden. Auf dem Kurs rund um das Bundeshaus sind spannende Rennen im Kampf um das Siegerpreisgeld von 3500 Franken zu erwarten. „Das ist für uns eine Zwischenstation im Hinblick auf die WM, die acht Tage später stattfindet“, so Luk. „Trotzdem wäre ein gutes Resultat für das Selbstvertrauen schön.“ Er findet es ausserdem gut, „dass sich die Cross-Country-Fahrer den Leuten hautnah präsentieren können.“

6* Welt Cup Nove Mesto, Tschechien

Nur einer Woche nach der eher missglückten EM in der Slowakei lief es den Flückiger-Brüdern beim Weltcup in Nove Mesto (Tsch) vor über 50‘000 Zuschauern wieder besser: Lukas erreichte als Sechster das beste Ergebnis dieser Saison, Mathias fuhr auf den 10. Platz, obwohl er nach den EM noch die ganze Woche Mühe hatte.

 

Von Kurt Henauer

 

Nicht ganz unerwartet, kamen Lukas und Mathias Flückiger wenige Tage nach dem Ende des Höhentrainingslagers im Engadin vor einer Woche bei den EM nicht ganz auf Touren. Doch nun zeigten beide einen deutlichen Aufwärtstrend, was auch im Hinblick auf die Heim-WM am 4. September in Champéry zu Zuversicht Anlass gibt.

„Diese Strecke lag uns, sie ist ganz ähnlich wie die WM-Strecke“, sagte Luk nach dem Rennen. „Es hat Wurzeln, aber der Untergrund ist gut fahrbar und sie ist technisch nicht superschwer. Den Unterschied machte die Geschwindigkeit und unser Velo war für diesen Kurs optimal.“ Im Vergleich zu früheren Rennen in dieser Saison kam Luk beim Start auch viel besser weg: „Diesmal glückte mir der Start wieder. Ich war wieder so gut wie letztes Jahr“, nannte der 27-Jährige den Unterschied. So konnte er von Beginn weg in den Top 10 fahren, zwischenzeitlich sogar in der Gruppe, die sich hinter dem schon in der ersten Runde davon gezogenen Lokalmatadoren Jaroslav Kulhavy gebildet hatte. „Vor der letzten Runde war ich Fünfter“, so Luk, „aber ich machte dann wohl den Fehler, dass ich nicht selber in die Offensive ging. Dabei dachte ich, dass ich am Berg der Stärkste sei.“ So kam es, dass er nicht folgen konnte, als der Spanier Mantecon attackierte. „Nach dem letzten Aufstieg kam ich noch knapp über die Welle“, schilderte Luk die letzte Rennphase. Trotzdem durfte er sich am Ende mit dem 6. Platz über sein bisher bestes Saisonresultat freuen.

 

Während Lukas gut von der Höhe ins Flachland umstellen konnte, hatte Mathias seine liebe Mühe. „Die ganze Woche konnte ich kaum Velofahren“, so Math, dem ganz offensichtlich der Höhenunterschied und die lange Reise mehr zugesetzt hatten, als ihm lieb war. „Aber schon gestern und auch heute hatte ich wieder bessere Beine“, sagte Math. „Ich wollte die EM ganz einfach vergessen.“ Trotzdem kam er am Start nicht optimal weg. „Ich war träge und nach der Startschlaufe nur auf dem 30. Rang. Ich konnte auf den Single-Trails nicht überholen. Am Ende betrug sein Rückstand auf die besten Fünf rund eine Minute. „Das habe ich alles zu Beginn verloren“, so Math, der von der grossen Zuschauerkulisse rund um das Weltcup-Langlaufstadion und an der Strecke begeistert war. „Das ist einer der grössten Mountainbike-Events, und es wurden auch hochprofessionelle TV-Bilder produziert. So kann man unseren Sport gut verkaufen.“

 

Die grosse Zuschauermenge konnte ihren Landsmann Jaroslav Kulhavy bejubeln, der sich mit seinem vierten Tageserfolg vor Nino Schurter und Olympiasieger Julien Absalon vorzeitig den Weltcup-Gesamtsieg sicherte.

Die nächste Weltcup-Station ist Val di Sole in Italien, wo der Wettkampf nächsten Samstag auf dem Programm steht. Noch am Sonntagabend fuhren Luk und Math Flückiger mit dem Auto bis nach Linz, damit sie die rund 10-stündige Reise nicht an einem Stück unter die Räder nehmen mussten.

Europameisterschaften Dohnany, Slovakei

Licht und Schatten für die Flückiger-Brüder bei den Mountainbike-EM in Dohnany (Slk): Lukas verfehlte als 11. knapp die Top Ten; Mathias kam wenige Tag nach dem Ende des Höhentrainingslagers im Engadin nicht auf Touren und wurde lediglich 49.

 

von Kurt Henauer

 

Weder Lukas noch Mathias waren mit grossen Erwartungen in die Slowakeit gereist. Diese Kontinentaltitelkämpfe passten im Hinblick auf die WM in Champéry (4. September) auch nicht in ihr Konzept. Denn nur drei Tage nach einem fast dreiwöchigen Höhentrainingslager und einer beschwerlichen Anreise vom Hoch- ins Tiefland kann man in der Regel nicht viel erwarten. „Wir kamen zudem auf der Anreise in einen Stau und waren rund 13 Stunden unterwegs, so dass wir erst am Abend nach 22 Uhr im Hotel ankamen“, sagt Lukas zur beschwerlichen Reise. Ihm hat dies aber offenbar nicht so viel ausgemacht. „Bis drei Runden vor Schluss bin ich um Rang 4-6 gefahren“, sagt der ältere der Flückiger-Brüder zum Rennen das über acht Runden und rund 40 km führte. „Es war aber sehr heiss und feucht, so dass ich nachher mein Tempo gefahren bin, um mich im Hinblick auf den Weltcup vom nächsten Sonntag in Nove Mesto nicht kaputt zu machen“, ergänzt Lukas, der für das nächste Rennen zuversichtlich ist.

 

„Das war ein kraftloses Rennen“, zog Mathias Flückiger zu seinem Einsatz eine doch eher negative Bilanz. Der U23-Weltmeister liess sich deswegen aber nicht verunsichern. „Ich bin sicher deswegen nicht am Boden zerstört, denn ich hatte schon am Samstag keine Kraft, nachdem ich mich im Vorfeld gut gefühlt hatte.“ Mathias setzte der Wechsel von der Höhe ins Flachland und vor allem die beschwerliche Reise mehr zu als seinem Bruder. „Ich musste dann halt einfach langsam fahren“, so Mathias, der anderthalb Runden vor Schluss wegen der 80-Prozent-Rückstandsregel (auf den Führenden) sogar aus dem Rennen genommen wurde. Für Mathias Flückiger wird jetzt wichtig sein, sich gut zu erholen, um dann in Nove Mesto seine wahres Leistungsvermögen abrufen zu können.

An der Spitze lieferten sich der tschechische Weltcup-Dominator Jaroslav Kulhavy, Julien Absalon (Fr) und Florian Vogel (Sz) einen Dreikampf, der in dieser Reihenfolge ausging.


 

„Die EM nehmen wir einfach mit“

Die Mountainbiker Lukas und Mathias Flückiger (Leimiswil/Ochlenberg) starten am Sonntag (7. August) an den Europameisterschaften in Dohnany (Slowakei). Danach stehen die Weltcups in Nove Mesto (Tsch/14. August) und Val di Sole (It/21. August) auf dem Programm.

 

von Kurt Henauer, 3.8.11

 

Der Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaften vom 4. September in Champéry VS, rücken für die Oberaargauer Mountainbiker Lukas und Mathias Flückiger immer näher. Zuerst steht nach einem rund dreiwöchigen Höhentrainingslager im Engadin noch die EM an. „Die EM wollten wir eigentlich gar nicht fahren, wegen der WM-Qualifikation machen wir es trotzdem“, sagt dazu Mathias und fügt an: „Sie passt vom Datum her nicht in unser Vorbereitungskonzept.“ Ähnlich sieht es Lukas: „Wir fahren wegen der Qualifikation“, sagt der ältere der Beiden. „Und wenn wir gut fahren, ist es sicher gut fürs Selbstvertrauen. Wenn nicht, machen wir uns keine grossen Gedanken.“ Nur eine halbe Woche nach einem intensiven Höhentrainingslager ist dieser Wettkampf sicher nicht ideal.

 

Mathias und Lukas Flückiger reisen nachher gerade weiter nach Tschechien, nach Nove Mesto, wo der erste von zwei wichtigen Weltcup-Wettkämpfen ansteht. Eine Woche darauf starten sie in Val di Sole (It).

 

 

Im Engadin einen wichtigen Schritt Richtung WM getan

Nach den nicht ganz zufriedenstellend verlaufenen Schweizer Meisterschaften in Plaffeien dislozierten Lukas und Mathias Flückiger ins Engadin. In ihrem fast 3-wöchigen Trainingslager taten sie einen wichtigen Schritt Richtung WM in Champéry (4. September).

 

von Kurt Henauer, 3.8.11

 

Als ideale Basis für ihre ausgedehnten Trainings in der Engadiner Höhenluft erwies sich das Hotel Randolins, das oberhalb St. Moritz im Suvretta-Gebiet liegt. „Das Hotel liegt auf rund 2000 m über Meer und ist ruhig“, schwärmt Lukas Flückiger von der guten Unterkunft. „Und vor allem haben wir sogar sagen können, was wir essen wollen. Das haben Mathias und ich sehr geschätzt.“

 

Gute Verpflegung war für die grossen Trainingsumfänge wichtig. Auch Mathias, der schon vor den Weltcups in den USA drei Wochen im Engadin trainiert hatte, ist über das Hotel Randolins und auch über das absolvierte Training des Lobes voll. „Ich habe weitere Fortschritte gemacht“, so Mathias, „vor allem bin ich nach den Trainings nicht mehr so müde gewesen, wie noch im Juni. Jetzt ist es einfach muskulär, weil ich viel gemacht habe. Er konnte die Trainings etwas anders gestalten, „weil ich mich viel schneller angepasst habe, als beim ersten Höhenaufenthalt in diesem Jahr.“ So machte er kürzere, dafür aber intensivere Einheiten.

 

Über zahlreiche Pässe

Die langen Ausfahrten auf dem Rennvelo kamen aber in der wunderbaren Umgebung des Engadins nicht zu kurz. „Ich habe drei ganz lange Einheiten über sechs Stunden gemacht“, erzählt Mathias. Der Ofenpass, der Stelvio und der Umbrail mussten einmal „dran glauben“…..ein anderes Mal waren es der Julier, der Splügen und der Maloja, den Mathias bezwang. Trotz der erzielten Fortschritte bleibt nach einem Höhentrainingslager immer ein wenig ein zwiespältiges Gefühl. „Ich habe zwar ein gutes Gefühl, trotzdem hoffe ich, dass es nicht zu stark an die Substanz ging.“, sagt Mathias, nach Tagen mit bis zu drei Trainings. Neben dem Rennvelo und dem Bike absolvierten Lukas und Mathias noch Krafttrainings. „Vor allem die Stärkung der Rumpfmuskulatur und die Koordination standen da im Mittelpunkt“, sagt Mathias. Und wie sah es mit den Techniktrainings aus: „Im Engadin sind vom Gelände her immer schwierige Sachen möglich. Dazu kommt, dass es noch viel bergauf geht, was auch für die Kraft gut ist.“ Dass es im Engadin bergauf geht, musste auch Luks Freundin erfahren. „Wir sind mit ihr nach Corviglia hoch gefahren, am Schluss haben wir sie am Gummiseil geschleppt“, erzählt Lukas schmunzelnd.

 

Leistungssprung gemacht

 

„Im Vergleich zu den Schweizer Meisterschaften habe ich einen rechten Leistungssprung gemacht“, ist Lukas überzeugt. Dabei ist er gar nicht so gern ins Engadin gefahren, weil er ganz gerne zuhause trainiert. „Es ist für mich im Vorfeld ein Müssen, weil ich im Vergleich mit dem Tiefland keinen grossen Unterschied spüre“, so Lukas, „aber ich habe mich dann trotzdem wohl gefühlt. Von der Umgebung her war es perfekt und auch das Wetter hat gepasst.“ Er habe die zweieinhalb Wochen gut trainiert und hart gearbeitet. „Vielleicht war ich halt in den letzten Weltcups doch nicht so gut in Form, wie ich vom Training her das Gefühl hatte“, blickt er zurück. „Das Gefühl im Training und im Rennen, bei dem man auf Gegner trifft, ist halt oft sehr verschieden.“ Nun ist er aber für die kommenden Wettkämpfe, zuversichtlich. „Im Vergleich zu den Schweizer Meisterschaften in Plaffeien und den Weltcups in den USA habe ich Fortschritte gemacht. Ich denke, dass ich 5 bis 6 Prozent mehr Schub habe als vorher.“

 

Vom Engadin reisen Lukas und Mathias Flückiger direkt nach Dohnany (Slowakei), wo am 7. August das EM-Rennen auf dem Programm steht.

 

 

4* und 5* Lauf Welt Cup MSA (CAN) und Windham (USA)

Weltcup 4 und 5 schliesse ich mit etwas gemischten Gefühlen ab. Ich habe mir nach intensiver Vorbereitung doch einiges mehr vorgenommen.

 

In Mont Sainte Anne fand ich trotz Jetlag gut ins Rennen, stürzte aber in der ersten Runde bei einer nicht gerade spektakulären Stelle und riss mir die Schuhschnalle ab. So hatte ich in der Startrunde schon mal ein Brecher, der mich etwas aus dem Rhythmus brachte. Ich fing mich aber wieder und arbeitete mich bis auf Rang 8 vor.

 

Doch dann stürzte ich in einer technisch schwierigen Abfahrt wieder. Kurze Zeit wusste ich nicht, ob ich das Rennen überhaupt fortsetzen kann. Helm war gebrochen und ich konnte ihn kaum noch auf dem Kopf fixieren und an Luft fehlte es mir auch gerade etwas. Nach ein bis zwei Minuten setzte ich das Rennen aber fort und fand nach einer halben Runde schon wieder einen guten Rhythmus und machte so Platz um Platz gut. Zuerst etwas niedergeschlagen kam ich als 17er ins Ziel.

Doch das Resultat wiederspiegelte nicht meine momentane Form. Ohne Jetlag welches ich mir beim verpassten Anschlussflug von New York nach Quebec einholte (kam erst um 4 Uhr morgens in MSA an) und den zwei Stürzen, hätte ich ev. um einen Platz in den Top 5 mitkämpfen können. So oder so gehören solche Stürze dazu und jeder kämpft irgend auf eine Weise mit sich und der Strecke.

 

So reiste ich zuversichtlich nach Windham. Die Strecke präsentierte sich wie im letzten Jahr mit einem langen Aufstieg und einer schnellen Abfahrt nicht sehr spektakulär oder technisch. Jedoch kannst du, wenn du dich nicht von A-Z konzentriert bist, bei den scharfen Steinen schnell einen Platten einfangen und auch in der Abfahrt viel Zeit verlieren.

Der Start verlief einigermassen gut. Leider konnte ich mich wiederum nicht ganz vorne einreihen. Ich versuchte mich etwas nach vorne zuschieben. Mir fehlte aber schlicht und einfach die Power um in der höchsten Liga mit zu fighten. So suchte ich schnell meinen eigenen Rhythmus. Ich fuhr mehr oder weniger das ganze Rennen zwischen fünfzehn und zehn. Am Schluss reichte es gerade knapp für den neunten Platz. Top 10 ist ok. Doch ganz zufrieden sein kann ich noch nicht, den meine Ziele sind doch noch ein Stück höher. Rückblickend habe ich aber in allen Bereichen einen Schritt vorwärts gemacht gegenüber den ersten Weltcups zu Beginn der Saison.

 

Nun geht es zurück in die Schweiz wo nächstes Wochenende die CH- Meisterschaften stattfinden. Anschliessend werden Math und ich für 3 Wochen nach St.Moritz ins Höhentrainingslager fahren um noch einen weiteren guten Schritt nach vorne zu machen und bereit zu sein für die nächsten Höhepunkte Europameisterschaft, Weltcup, und WM in Champery.

 

Ihr hört von mir.

 

Luk

 

Racerbikes Cup in Chur

**Kurzes Update Racer Bikes Cup in Chur**

 

Ich bin im Moment in New York und habe meinen Flieger weiter nach Quebec verpasst. Dies gibt mir etwas Zeit um ein etwas verspätetes Update der letzten Wochen und dem Racer Cup in Chur zu schreiben. Ich konnte die letzten Wochen gut und konzentriert zuhause trainieren und mich wirklich optimal auf den kommenden Weltcupblock in Canada (MSA) und USA (Windham) vorbereiten. Auf dem Weg dorthin lag aber noch das Rennen in Chur, welches ich nutzte um mein Selbstvertrauen noch etwas mehr zu stärken.

Mit dem dritten Rang konnte ich mein Ziel mehr oder weniger erreichen. Ich hatte zwar in der 2. Runde einen kleinen Hänger der mich etwas zurückwarf. Mit der zweiten Gruppe um Platz drei fahrend, fühlte ich mich immer stark und wusste was ich zu tun hatte. Ich teilte mir die Kräfte gut ein und versuchte auch nicht total ans Limit zugehen.

So konnte ich dann in der letzten Runde, sicher auch dank meinem perfekt abgestimmten Bike, in der Abfahrt etwas Zeit zwischen mich und die Verfolger bringen und den dritten Rang für mich sichern.

 

Nun bin ich also schon unterwegs nach Canada an den nächsten Weltcup. Zuversichtlich, dass ich nun einen grossen Schritt vorwärts gemacht habe, starte ich am Samstag in Mt. Sainte Anne zum 4. Weltcup Lauf.

 

Ich wünsche allen eine schöne Woche bis Bald.

 

luk

 

 

Racerbikes Cup in Engelberg

Klar will man immer gewinnen, doch diesmal war es anders. Für mich war es einen Schritt, den ich unbedingt jetzt machen musste. Die Gewissheit endlich wieder ein Rennen von A-Z zu bestimmen. Auch wenn das Rennen in Engelberg nicht gerade mit vielen Stars glänzte, war doch der Weltmeister Jose A. Hermida, Vorjahressieger Martin Fanger (welcher in Engelberg immer 10% schneller fährt als sonst an einem Rennen. Ist auch sein Heimrennen), Balz Weber der langsam aber sicher im Aufwärtstrend und noch ein paar weitere Zufallskandidaten, die einem bei solchen Rennen grausam die Zähne ziehen können.

Nach der Pause vor 2 Wochen und jetzt mit einer Woche gutem Training in der Tasche, wusste ich, dass ich einiges mehr leisten kann als noch 1 Monat zuvor.

Der Start erfolgte um 15 Uhr und es wurde ziemlich kontrolliert, jedoch zügig gestartet. Die Strecke war mit einem langen Aufstieg und einder schnelle Abfahrt einfach zu fahren. Wir hatten 10 Runden zu absolvieren. Ich wollte als erster in die lange Abfahrt um jegliches Risiko zu vermindern. Dies gelang mir dann auch und so konnte ich das Tempo gut kontrollieren. Das Rennen verlief eher langweilig. Fanger und ich setzten uns in der 3. Runde von Jose A. Hermida ab und fuhren unsere Runden gemeinsam. In der 3-letzten Runde machte Fanger einen Fehler in der Abfahrt und ich setzte mich ab. Mit fast 1,5 min. Vorsprung erreichte ich das Ziel als Erster. Ich will dieses Rennen nicht überbewerten, dennoch ist es für mich ein Schritt in die Richtung in die es gehen sollte.

Bevor es mit dem Weltcup in Kanada und der USA weitergeht, werde ich noch den Racer Cup in Chur fahren, welcher in 2 Wochen stattfindet. Bis dahin stehen aber noch zwei gute Trainingswochen an.

 

Bis bald

Luk  

Racerbikes Cup in Gränichen

Nach den enttäuschenden Weltcup-Resultaten der vergangenen zwei Wochen legte ich 1 Woche trainingsfrei ein. Donnerstag machte ich eine lockere Ausfahrt, Freitag ein weiterer blauer Tag und Samstag reiste ich dann nach Gränichen einerseits um die Strecke zu besichtigen, andererseits freute ich mich auf das Treffen mit Frank Stacy und seiner Frau Carol von Bontrager/ Trek. Frank entwickelt für Bontrager/ Trek die besten Reifen und wir konnten mit ihm zusammen die letzten Monate   interessante Entwicklungsschritte betreffend den Reifen machen.

 

Die Strecke präsentierte sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal attraktiver. Am Sonntag um 14 Uhr fiel dann bei Temperaturen um die 30 Grad der Startschuss. Ich konnte mich die ersten ¾ Runden gut in der Spitzengruppe halten, doch Ende der Runde stürzte ich an einem Drop unkontrolliert, so dass es mir die ersten paar Sekunden die Luft komplett abstellte. Ich setzte das Rennen in einem eher gemütlichen Tempo fort und versuchte einfach weiter zu fahren. Zwei Runden später lag ich um den 15. Rang. Etwas hoffnungslos drehte ich meine Runden. Doch irgendwann fand ich meinen eigenen Rhythmus und beendete das Rennen auf dem 4. Schlussrang.

Das Resultat war sekundär für mich. Ein gutes Training nach der“ Ruhe“ -Woche war wichtiger und jetzt bin ich wieder frisch und freue mich auf die kommenden harten Trainings in Hinblick auf die Übersee Weltcup (USA, Canada) in 4 Wochen.

Nächstes Rennen werde ich in Engelberg fahren, jedoch werde ich das Rennen als Vorbereitung bestreiten und im Training einbauen. Trotzdem ist ein Rennen eben ein Rennen und ich werde mein Bestes geben.

 

Bis bald

 

Luk

3* World Cup Offenburg, Germany

Wie schon letzte Woche gesagt, hatte ich nicht viel Zeit um mir gross Gedanken um meine momentane Form oder Situation zu. Ich habe diesen Winter und Frühling härter trainiert den je zu vor. Immer mit den Gedanken und dem Ziel vor Augen jeden Weltcup in den ersten fünf zu beenden. Ich habe mein Rennkalender gegenüber den letzten Jahren total umgestellt und wollte mich nur noch auf die Weltcupläufe konzentriere, d.h. weniger Wettkämpfe vor und nach den Weltcup’s. Doch ich bin weit entfernt von meinen Vorstellungen .

Leider stehe ich jetzt in einer Sackgasse und kann nicht so schnell drehen wie ich mir das eigentlich wünschen würde. Nach dem ersten Weltcup in Südafrika konnte ich noch irgendwie über den 20. Platz hinweg sehen. Doch nach Dalby und jetzt Offenburg muss ich feststellen, dass es einfach meiner momentanen Form oder Situation entspricht. Mehr geht im Moment nicht…!!!

Wieso, dass ich bei Platz 20 hängen bleibe, weiss ich nicht. Und wo dass ich Änderungen anbringen soll, weiss ich auch noch nicht. Ich werde aber irgendwie den Weg an die Spitze wieder finden…das weiss ich und dies treibt mich weiter an.

Das Rennen in Offenburg verlief genau gleich wie die letzten zwei Weltcup zuvor. Ich hatte einen normalen Start und reihte mich zwischen 15 und 20 ein. Ich fuhr ein unauffälliges Rennen und beendete es auch auf dem unauffälligen Platz 20.

 

„Das ist das Leben eines Sportlers. Die Resultate und daraus entstehenden Emotionen bestimmen dein Leben und dein Gemüt. Ich lebe für den Erfolg, die Aussicht und die Vorstellung zu gewinnen oder deine Ziel zu erreichen geben mir jeden Tag die Motivation weiter zu machen, zu kämpfen und zu leiden für meine Leidenschaft.“

 

Wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

2* World Cup Dalby Forest UK

Wie soll ich beginnen? Klar waren die Erwartungen an mich selber sehr hoch. Mit spezifischem Training suchte ich den richtigen Weg um ganz vorne mitfahren zu können. Ich fühlte mich sehr gut und war konzentriert und bereit ein super Resultat abzuliefern. Die Strecke im englischen Dalby Yorkshire National Forest war wiederum sehr schnell und die sechs Runden versprachen ein super schnelles und intensives Rennen. Durch die mäßige Platzierung am ersten Weltcup konnte ich nur aus der dritten Startreihe starten. Mit einem kontrollierten Start kam ich gut weg. Jedoch nicht gut genug wie sich später herausstellte. Das Tempo vorne war so extrem hoch, dass die Positionen schon früh bezogen wurden. Es entstanden Lücken, die ich nicht mehr schließen konnte. Zwischenzeitlich schien mir die Situation aussichtslos. Auf den Plätzen 20.-25. Fahrend, kämpfte ich verbissen um den Anschluss zur nächsten großen Gruppe die vor mir lag. Doch der Abstand blieb konstant. Mir fehlte schlicht und einfach die Geschwindigkeit und die Power. Nach 1h45min fuhr ich als 19er über die Ziellinie. Ich bin etwas ratlos. Im Moment weiß ich noch nicht genau was ich machen oder denken soll. Groß Zeit um nachzudenken habe ich aber nicht, denn schon am Sonntag bietet sich die nächste Chance um den erhofften Sprung nach vorne zu machen. Der Weltcup macht Halt im deutschen Offenburg.

 

Luk

Racerbikes Cup in Solothurn

Die zwei Wochen nach Südafrika bis zum Racer Cup in Solothurn nutzte ich um mich gut von der Verletzung am Zeigefinger zu erholen und gut zu trainieren. Vor allem in der zweiten Woche konnte ich ein paar gute und harte Trainings absolvieren.

Motiviert und zuversichtlich ging ich am Freitagabend beim Short Race an den Start. Mit dem Ziel mich gut für das Hauptrennen am Samstag einzufahren, kämpfte ich mich Runde für Runde weiter und schaffte den Einzug ins Final bei welchem ich den 4. Schlussrang erzielte.

Am Samstag wurde dann um 16 Uhr zum Hauptrennen gestartet. Von den Jahren zuvor wusste ich, dass die erste Runde matchentscheidend sein wird und so versuchte ich mich in eine gute Ausgangslage zu bringen. Ich konnte mich mit Sauser, Schurter, Vogel und Gujan etwas absetzen. Die Schlüsselstelle war immer der lange aber sehr schnelle Aufstieg ca. Mitte der Runde. Wir hatten 7 Runden zu absolvieren. Die ersten 3 Runden gingen sehr schnell vorbei und ich konnte mich mühelos immer gut in der Spitzengruppe behaupten. Doch in der Vierten musste ich kämpfen um den Anschluss nicht zu verlieren und so geschah es, dass ich in der 5. Runde den Kontakt verlor. Ich versuchte den Schaden in Grenzen zu halten und blieb in Tuchfühlung mit dem Drittplatzierten Martin Gujan. Auf der letzten Runde verlor ich weiter etwas an Zeit und beendete das Rennen auf dem 4. Rang.

Das Rennen war noch nicht ganz was ich mir vorgestellt habe. Ich bin mir aber sicher, dass ich in den nächsten Wochen noch einen guten Schritt weiter nach vorne machen kann. Bis zum zweiten Weltcup bleiben mir noch 2 Wochen.

Nächstes Rennen; Weltcup Dalby Forest UK

 

Luk

1* World Cup Pietermaritzburg SA

Mit grosser Zuversicht schaute ich anfangs Woche noch Richtung Weltcup. Alles lief perfekt. Ich hatte die Strecke gut im Griff, die Beine drehten gut und ich war motiviert. Doch am Freitag auf der letzten Runde stürzte ich in einer Steinpassage unglücklich und verdrehte mir dabei die rechte Hand und Finger.

 

Zuerst wusste ich nicht, ob ich überhaupt starten kann weil ich den Lenker kaum halten konnte. Nach einer unruhigen Nacht, war es leider am Samstag morgen nicht besser. Doch ich versuchte die negativen Gedanken wegzustecken, was nicht so einfach war.

 

Der Start war extrem schnell, trotzdem konnte ich mich gut behaupten und lag nach der ersten Runde um den 10. Rang. Doch ich hatte in den technischen Passagen absolut keine Kontrolle über das Bike. Auch das Vertrauen fehlte mir, da ich den Lenker kaum halten konnte. In den Aufstiegen konnte ich nicht richtig am Lenker abstützen oder ziehen, so dass ich alles aus den Beinen herausfahren musste. Die ersten paar Runden konnte ich den Schaden in Grenzen halten. Doch die Schläge auf die Hand wurden zum Teil so stark, dass ich das Tempo nicht mitgehen konnte. Ich finishte auf Rang 22.

 

Enttäuscht über die Situation aber trotzdem froh, dass Rennen beendet zu haben, fliege ich nach fast 5 Wochen Süd Afrika wieder zurück in die Schweiz und werde zuerst meine Hand untersuchen lassen, damit ich sicher sein kann, dass nichts gerissen oder gebrochen ist.

Das nächste Rennen wird der Racer Cup in Solothurn sein bevor es mit dem nächsten Weltcup in Dalby, England weiter geht.

 

Luk

 

Rangliste unter www.uci.ch

 

Trek In Pursuite Movie ist online. Cape Epic 2011

Pietermaritzburg SA CUP 2011

SOUTH AFRICA....verbindet man immer mit Sonne, Wärme, Trockenheit und vielen Tieren. Hier in Pietermaritzburg in der Nähe von Durban am Indischen Ozean ist es alles andere als sonnig und trocken. Dafür hat es genug Tiere. Am Morgen spielen und streiten immer die Affen vor meinem Zimmer im Garden und die Vögel tun auch so als wären sie alleine auf diesem Planeten. (-:

Seit wir letzten Mittwoch angekommen sind, regnet es fast ununterbrochen. Eigentlich sehr untypisch für Südafrika. Doch der Regen stört mich wenig da es oft genug warm ist um das Training gut zu absolvieren.

 

Letzten Samstag hatten wir die Gelegenheit ein Rennen auf der Weltcupstrecke zu fahren. Das Rennen zählte zum Süd Afrika Cup.

Die Strecke war trotz des anhaltenden Regens gut fahrbar und bot uns eine gute Gelegenheit um noch einmal etwas intensive Kilometer zu sammeln.

 

Der Start war wiederum sehr wichtig da es nach 200m schon das erste Mal schmal wurde. Um 14.30 fiel der Startschuss bei leichtem Regen und ich konnte mich gleich nach ein paar km mit Jaroslav Kulhavy absetzen. Er versuchte in der ersten Runde immer wieder ein Loch zwischen uns zu bringen. Doch ich konnte reagieren und an seinem Hinterrad bleiben. Ende erster Runde übernahm ich das Tempo und konnte mich gleich etwas absetzten. Von da an versuchte ich das Tempo immer so hoch zu halten, dass er die Lücke nicht mehr schliessen konnte. Leider fing ich Mitte Rennen einen platten Hinterreifen ein und musste ca. 2 km mit flachem Reifen zurücklegen bevor ich das Rad in der Techzone wechseln konnte. Der Vorsprung von über 1 min. war schnell mal aufgebraucht und auf dem Ersatzrad welches ich bekam, war kein Schlammreifen aufgezogen. So musste ich Kulhavy in der 3. Runde ziehen lassen. Ich entschied mich eine Runde später das Rad noch einmal zu wechseln um wieder einen Pneu mit mehr Profil zu fahren. Es war absolut die richtige Entscheidung. Denn ich konnte Kulhavy kurze Zeit später wieder einholen und versuchte gleich vorbei zu fahren um als Erster auf die letzte Runde zu gehen. Mit einer guten letzten Runde konnte ich die Führung bis ins Ziel verteidigen und siegte vor J. Kulhavy und Math.

 

 

Nun blicke ich zuversichtlich auf nächstes Wochenende und hoffe auf etwas besseres Wetter.

 

Wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

NEWS aus Süd Africa

Nach langer Homepage-Abwesenheit melde ich mich mal wieder. Die Website hat sich grundlegend etwas verändert und ich hoffe euch gefällt der neue Look. Ich verbrachte die Winterzeit ausschliesslich in der Schweiz, fuhr einige Cross Rennen, die ich z.T. erfolgreich beendete. Leider konnte ich aber den Schweizermeistertitel nicht verteidigen. Ende Januar flog ich für 3 Wochen nach Stellenbosch (SA) um in der Wärme etwas Kilometer zu sammeln. Nach einem kurzen Aufenthalt zuhause ging es weiter zum ersten Team Camp in Malaga (ESP) und dann 1 Woche Training in Giverola. Ich denke, dass ich mich nahezu optimal auf die neue Saison vorbereiten konnte. Nach der langen Trainingszeit war ich dann froh, dass es mit dem Cape Epic ende März endlich los ging. Leider hatten wir nicht den optimalen Start in die Epic Woche. Math hatte sich auf dem Weg nach Südafrika erkältet und dazu kam noch, dass wir die ersten zwei Tagr reichlich platte Reifen sammelten. Doch je länger das Cape Epic ging um so besser in Fahrt kamen wir. Ich musste aber in diesen 8 Tagen sehr oft ans Limit gehen und erlebte wieder mal was es wirklich heisst körperlich an die absolute Grenze zu gehen. Am zweitletzten Tag fuhr ich mit allerletzter Kraft über den Zielstrich und war total am ende mit den Kräften. Die Etappe hätte keine 100m weiter gehen dürfen. Mit letzter Kraft rollte ich ins Ziel und lebte dann für einige Minuten in einer anderen Welt. Andere bräuchten reichlich Drogen für auf diesen Trip zu kommen. ☺ Was zwar für mich in dieser Zeit sekundär war ist, dass wir trotzdem noch auf Platz 3 fuhren. Podestplatz Nr. 4 aber immer noch keinen Sieg und nur noch eine Etappe zu fahren. Sah also nach meinem Desaster am Samstag ziemlich bitter aus für die letzte Etappe. Eigentlich war es unser Ziel mind. eine Etappe zu gewinnen und wenn möglich auch die letzte nach Lourensfort. Der letzte Tag nach Lourensfort ist wie die Champ Elysse bei der Tour de France. Jeder will diese letzte Etappe gewinnen, denn es ist die Prestigeträchtigste und die mit den meisten Emotionen. Math und ich hatten kein Plan, den keiner wusste wie sich die Beine nach dem Start anfühlen werden. Also gingen wir ohne grosse Ambitionen ins Rennen und freuten uns auf die Ziellinie, die uns in Lourensfort erwartete. Doch es kam ganz anders. Irgendwie hatten wir doch noch den Drang um eine Etappe zu gewinnen. Nach ein paar Kilometern waren wir schon alleine unterwegs und versuchten das hohe Tempo weiter zu ziehen. Nach ca. halber Distanz schloss das Merida Team von hinten auf und begleiteten uns einige Kilometer. Doch ca. 20 Kilometer vor dem Ziel lösten wir uns erneut und konnten die Etappe für uns entscheiden. Als wir in Lourensfort ins Zuschauerstation einfuhren, war dies einer der schönsten und emotionalsten Momente die Math und ich bis anhin je zusammen erleben durften. Die Zuschauer und alles rundherum war einmalig und wir konnten diesen speziellen Moment in vollen Züge geniessen. Für mich ist dieser Sport die ganze Zeit ein auf und ab. Mann lebt eigentlich 24h in einer Emotionswelle die nie abreisst. Ob es jetzt positive Emotionen sind nach einem Sieg, einem starken Trainingstag oder negative Momente nach einem Defekt oder kraftlosen Renntag. Sie kommen Schlag auf Schlag und geben dir immer diesen Kick um noch weiter zu gehen. Nach dem guten Ende des Cape Epic 2011 traffen wir in Stellenbosch auf das ganze TREK World Racing Team und hatten ein gemütliches Abschlussnachtessen mit einigen anderen Teams und der Organisation von Cape Epic. Die letzten 10 Tagen verbrachten wir mit Erholen, Trainieren, Pneutests mit Frank Stacy von Bontrager, Fotoshooting Wein tasting auf den umliegenden Weinfarmen usw. Im Moment sind wir gerade auf dem Weg nach Pietermaritzburg zum ersten Weltcup Lauf welcher in 10 Tagen stattfindet. Am Samstag werden wir jedoch schon die Gelegenheit haben ein Rennen auf dem neuen Weltcup Course zu fahren. Ich bin gespannt wie ich mich vom Cape Epic erholt habe und wie gut ich wirklich durch den Winter trainiert habe. So, der Flug von Capetown nach Durban ist schon bald vorbei und es ist Zeit abzuschliessen und den Laptop wider einzupacken. Ich wünsche allen eine gute Zeit und ihr hört ganz sicher von mir in den nächsten Tagen. Luk

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