Do

13

Nov

2014

Flückiger-Cross 2014 Vorschau

Nur noch 3 Tage bis zur 3. Austragung des Flückiger Cross Madiswil mit bereits über300  angemeldeten Fahrer/innen, angefangen bei den ganz Kleinen mit ihren Likeabikes über die Jedermann Kategorie bis hin zur Top Elite.

Sei auch du dabei! Der Eintritt ist gratis und nebst dem sportlichen Spektakel kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. (Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen)

 

Tagesprogramm:

09.30 Schüler U13 + U15 (Parcours)

10.00 Elite Frauen

10.04 Anfänger U17 (m+w)

11.00 Schüler U13 + U15

11.30 Kids-Cross (Jg. 98 und jünger)

13.00 Amateure/U19/Masters

14.00 Jedermann-Cross

15.00 Elite Herren

17.15 Preisverleihung Elite Herren Top 10 in der Festwirtschaft

17.30 Ehrung Korbball Schweizermeister

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Di

23

Sep

2014

Swiss Epic 2014

Die erste Austragung des Swiss Epic ist Geschichte. Es ist schwer alle Erlebnisse in Worte zu fassen. Der Zeitpunkt Mitte September war einerseits passend, denn man kann ohne Druck an das Rennen heran gehen anderseits war es ein riesen Kampf sich noch weiter für einen solchen Kraftakt zu motivieren. Die Woche nach der WM fuhr mein Körper und Geist ziemlich auf den Nullpunk. Ich versuchte aber die Spannung doch mit ein paar Ausfahrten mit dem Bike aufrecht zu erhalten. Am Sonntag fuhr ich dann das erste Radquer in Baden der neu entstandenen EKZ Cross Tour. Ich kämpfte mich irgendwie durch. Es kam aber nicht mehr als Platz 7 raus.

 

Anschliessend ging es am Abend direkt nach Verbier (Wallis) wo am Montag der Prolog zum 6-tägigen Swiss Epic gestartet wurde. Ralph und ich bildeten zusammen ein Team. Zum Glück nahm er sich die Zeit um den Prolog anzuschauen, so konnten wir wenigstens in den Abfahrten einigermassen Zeit rausholen. Den in den Aufstiegen lief bei mir kaum was. Ich war nur müde und total am Limit. So waren wir dann auch etwas überrascht, dass trotz allem ein 4. Rang herauskam.

Die darauf folgenden Tage lief es dann etwas besser. Die Aufstiege waren zwar unendlich lange und die Schmerzgrenze war  bei uns recht tief. So schlugen wir oft unseren eigenen Rhythmus ein. Die Abfahrten waren dann aber umso schöner und liessen uns die harten Aufstiege schnell vergessen. Dort holten wir meist die Zeit auch wieder zurück. Die meisten Etappen endeten aber mit Aufstiegen, so war es schwer für uns um den Etappensieg zu kämpfen. Wir festigten aber unseren 3. Rang im Zwischenklassement von Tag zu Tag mehr. So konnten wir diesen dann auch bis nach Zermatt bringen.

Es war eine unvergessliche Woche. Auch wenn wir oft an unsere Grenzen mussten.

 

Ein Super Saisonabschluss, einer der besten den ich hatte aber auch einer der härtesten. Unser ganzes BMC Team arbeitete aber wieder extrem hart um uns bestmöglich zu unterstützen. Grosser Dank an alle die die es möglich gemacht haben vor allem dem ganzen Team BMC (Mechaniker, Masseur, Koch…usw), meinem Teampartner Ralph der mir oft wieder aufzeigte wie man lebt oder auch nicht, inkl. After Party ha ha ha Danke, Alex Moos der jeden Winkel und Stein im Wallis kannte und natürlich dem Organisator von Swiss Epic. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr.

Danke…!!!!

 

Weiter geht’s.

Ich lasse die Saison noch zwei Wochen weiterlaufen und fahre noch zwei Cross Rennen bevor ich am 6. Okt. Meine Pause/Ferien starte.

 

Bis bald Luk

 

 

 

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Sa

13

Sep

2014

Weltcup Final Meribel, WM Hafjell

Es ist schon wieder eine Woche her seit der WM in Hafjell. Meine Enttäuschung hat sich mittlerweile etwas gelegt. Das Rennen war für mich mit dem 7. Rang keine Katastrophe aber auch nicht was ich eigentlich wollte und auf was ich hingearbeitet habe.

 

Mit dem Weltcup Final in Meribel konnte ich trotz des üblichen schlechten Starts wieder in die ersten 5 Fahrer fahren und viel Selbstvertrauen mit nach Hafjell nehmen. Die Rundenzeiten waren gut und liessen mich mit einem guten Start auf einen Top 3 Platz hoffen. Alles war gut und die Motivation war hoch. Der einzige Punkt der mich verunsicherte war die Strecke, besser gesagt nur ein Abschnitt. Die Sprünge waren mir schon bei der Anreise ein Dorn im Auge und so verkrampfte ich mich von Tag zu Tag mehr. Jedes Mal wenn ich auf der Strecke war, waren meine Gedanken dort. Ich konnte nie frei fahren, war immer nervös  wenn ich schon auf die Strecke einbog. Der Rest der Strecke war super und kam meinen Eigenschaften entgegen.

 

Die Beine drehten am Renntag beim Einfahren super. Ich war mir sicher, dass ich mit diesen Beinen mein Ziel heute erreichen werde.

Doch wie bei den meisten Weltcups in diesem Jahr fand ich auch in Hafjell an der WM nicht den richtigen Zug am Start. Nach der ersten Runde (12 Minuten Fahrzeit) und schon 1 min Rückstand, sehr schlechte Ausgangslage für eine Medaille.

 

Ich versuchte Zeit gut zumachen. Aber dies war trotz den guten Beinen irgendwie nicht so einfach. Ich verkrampfte mich in den Downhills, verlor Zeit wo ich eigentlich aufholen sollte. 2 Runden vor Schluss als ich wieder in Reichweite von Platz 4 u. 5 war stürzte ich in einer schnellen Abfahrt und verlor völlig die Konzentration. Letzte halbe Runde noch mit Platten zu absolvieren machte die Situation auch nicht besser. So überquerte ich die Ziellinie als 7.

Wie gesagt keine Katastrophe aber doch weit entfernt von meinen Vorstellungen.

 

Mittlerweile schaue ich schon wider gespannt auf die nächste Saison und weiss genau bei was ich das WM Rennen vergeben habe. Start und Sprünge sind mal zwei Elemente an denen ich diesen Herbst und Winter arbeiten will.

 

Die Saison ist für mich im Moment am auslaufen, morgen Sonntag EKZ Tour Eröffnung in Baden (switchen auf Cross) Montag–Samstag Swiss Epic mit meinem Team-Kollegen Ralph Näf bildet so zusagen das Ende der MTB Saison. Ich freue mich auf die Woche im Wallis und bin gespannt auf das neue Rennen in der Schweiz. Anschliessend fahre ich noch 1-2 Cross Rennen so lange ich noch die Beine dazu habe. In ca. 2 -3 Wochen ist dann all meine übergebliebene Form weg und es wird Zeit mal andere Sachen zu machen für ein Paar Tage/Wochen.

 

Also, lets rolling in the dirt.

 

Freue mich später von einem schönen Saisonausklang zu erzählen.

 

Luk

 

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Mo

18

Aug

2014

Weltcup Windham,USA--BMC Racing Cup Muttenz

Der US Weltcup in Windham verlief noch einmal ein kleiner Schritt besser als jener in Kanada eine Woche zuvor. Ich konnte dieses Mal in der ersten langen Abfahrt schon zu der Spitzengruppe aufschliessen und mich die ganze Zeit über dort halten. In den Abfahrten konnte ich mit meinem BMC Fully immer viel Kraft sparen und kam so etwas frischer in die Aufstiege hinein. Die letzte Runde war dann wieder eine Kopie der Woche zuvor. Von Hinten schloss Dan McConnell zu mir auf, doch dieses Mal war ich vorbereitet und konnte seinen Angriff abwehren. Mit 16 Sekunden Rückstand holte ich mir hinter Nino Schurter und meinem Teamkollegen Julien Absalon den dritten Platz.

 

Mit einem guten Gefühl reisten wir am Tag darauf retour nach Europa. Dort wartete am Wochenende der BMC Cup Final auf uns. Ich konnte trotz Jetlage super Trainieren, evtl. etwas zu gut. Am Donnerstag merkte ich am Abend, dass ich total leer war. Die Nacht auf Freitag bekam ich starke Bauchprobleme und leichtes Fieber. So lag ich mehr oder weniger den ganzen Freitag im Bett und kämpfte mit Gliederschmerzen und Bauchweh. Ein Start in Muttenz rückte für mich in weite Ferne. Am Samstagmorgen war das Fieber aber weg und ich entschied ich mich trotzdem nach Muttenz zu gehen und mein Training dort zu absolvieren. Dies ging dann erstaunlich gut.

Die Nacht auf Sonntag war dann wieder sehr schlecht und so hatte ich am Sonntag wiederum Probleme mit dem Bauch. Die Energie war weg und auch das Vertrauen. Trotz allem entschied ich mich zu starten. Doch mir war eigentlich klar, dass es nicht gehen wird. Das Warmup am Morgen war sehr schlecht, ich hatte null Kraft oder Energie. Ich wollte aber in Hinblick auf den kommenden Weltcup und die WM kein Risiko eingehen. So war mir bewusst, dass ich evtl. nur über die Startrunde fahren kann und dann das Rennen beenden muss. Ich hatte mich das ganze Jahr über auf dieses Rennen gefreut. Es ist eine Interessante Strecke und macht trotz den vielen Flachpassagen Spass zu fahren. Die Stimmung im Zielgelände ist einmalig. Daher tat es etwas weh zu wissen, dass es evtl. nicht gehen wird.

Der Start war dann wie jedes Jahr sehr hektisch. Ich konnte mich dann aber bis zum ersten Aufstieg gut positionieren, verlor aber sofort den Anschluss und kam kaum den Berg hoch. Richtig kraftlos.

Also war klar, zurück ins Zielgelände und das Rennen verlassen. Heute geht’s einfach nicht.

Manchmal braucht es aber irgendwas, dass dich im Rennen hält. Keine Ahnung was es war aber ich fuhr einfach bei Start/Ziel vorbei und bog auf die 2. Runde ein ohne zu überlegen. Irgendwie schaffte ich den Anschluss und alles ging sehr schnell. Eine Runde später war ich  mit meinen Teamkollegen Moritz Milatz und Ralph Näf alleine an der Spitze und der Vorsprung gegenüber denn Verfolger wuchs stetig an. Von Runde zu Runde ging es besser.

 

Am Schluss wurde ich Zweiter hinter Ralph Näf. Müde aber zufrieden kann ich wirklich sagen, dass ich trotz einem schlechten Tag ein gutes Renne fahren konnte. Dies gibt mir ein sehr gutes Gefühl für die zwei letzten grossen Rennen der Saison und viel Selbstvertrauen.

Ich hoffe nun, dass ich mich in den nächsten Tagen gut erholen kann um in Méribel am Weltcup Final in einer Woche mit 100% Energie am Start zu stehen. Ich freue mich auf die kommenden zwei grossen Rennen.

Also schaut rein wie es gelaufen ist oder direkt live auf www.redbull.tv am Sonntag 24.8. um  15.30 Uhr

 

Luk

 

Bilder Gallerie Windham und Muttenz

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Mi

06

Aug

2014

Worldcup Mont sainte Anne, CAN

Das Schweizermeisterschafts Desaster war schnell vergessen und ich konzentrierte mich auf die kommenden Weltcups. Als letzter Test fuhr ich am Sonntag vor dem Abflug nach Amerika noch das Sanbike auf dem San Bernardino. Die Beine drehten gut und ich konnte ein gutes Gefühl mit nach Kanada nehmen.

 

Die Strecke in Mt. Saint-Anne wurde wieder etwas verändert und einige neue knackige Aufstiege eingebaut. Ich entschied mich mit dem Four Stroke (Fully) zu fahren um die vielen verblockten Stellen etwas flüssiger fahren zu können.

Der Start verlief nicht wie geplant und ich musste mich nach der Startrunde von Position 20 aus nach vorne arbeiten.

Die ersten zwei Runden lief es noch etwas harzig und ich versuchte meine Position etwas zu festigen. Ab Runde zwei konnte ich aber dann schnell in die Top 5 fahren und mich dort etwas erholen. Ich war mir fast sicher, dass ich den dritten Platz erreichen kann. Doch ich machte die Rechnung ohne den von hinten kommenden Dan McConnell. Im letzten Aufstieg überholte er mich noch und ich musste mich mit dem 4. Platz zufrieden geben.

Ich war jedoch mit dem Resultat zufrieden und war froh nach der etwas missglückten ersten Saisonhälfte nun wieder in den Top 5 zu sein.

 

Die nächsten Wochenende geht es gleich weiter mit Weltcup. Wir sind weitergereist nach Windham USA wo der nächste Weltcup am Sonntag über die Bühne gehen wird.

 

Bis dann.

Luk

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Mo

21

Jul

2014

Cross Country Schweizermeisterschaften Lostorf 2014

Meine Vorbereitung für die Schweizermeisterschaft mit der Anreise knapp 24h vor dem Rennen aus einem 3-wöchigen Trainingslager in St. Moritz waren sicher nicht ganz optimal. Da mein Fokus aber auf den noch kommenden drei Weltcups und der WM liegt, nahm ich dies in Kauf. 

 

Am Samstag nachmittag war die Strecke in Lostorf noch eine Autobahn und nicht allzu schwer zu fahren. Doch der angesagte Regen und das Gewitter machten die Reifenwahl zu einem Pockerspiel. Ich setzte voll auf Regenreifen, d.h. nicht nur Regenreifen mit etwas mehr Stollen, nein richtige Schlammreifen mit denen man wirklich einen Acker gepflügt hätte. Doch leider genau ein paar min. nach dem Start öffnete sich der Himmel und die Sonne trocknete die Strecke innerhalb einer Runde extrem ab. Der Untergrund war weich und meine Reifen bohrte sich richtiggehend in den Boden. Ich hatte das Gefühl ich würde kleben. Es war wie ein Albtraum. Ich kämpfte und versuchte in allen Kurven meinen Reifen als Vorteil auszuspielen aber ich musste so stark in die Pedale treten, damit ich überhaupt in den Kurven irgendwie vorwärts kam. Nach 4 Runden und immer noch knapp in Top 12 fahrend, entschied ich mich meine Räder zu wechseln.

Von diesem Zeitpunkt an ging es dann schnell mal vorwärts. Doch die Spitze war schon über 1 min 30 sek voraus und ich hatte die ersten 4 Runden viel Kraft liegen gelassen um mich überhaupt irgendwie behaupten zu können.

 

Bei Rang 4 war dann fertig mit aufholen und ich kam mit  45sek Rückstand auf Bronze ins Ziel. Enttäuscht über die verpasste Chance und verärgert über meinen Entscheid mit Schlammreifen zu starten, musste ich das Resultat akzeptieren. Doch was mich sehr positiv stimmte ist meine Verfassung/Form nach den 3 Wochen St. Moritz. Alles im guten Bereich und die Weltcups können kommen. Die zwei Wochen bis zum Start in Mount Saint Anne brauche ich aber noch.

 

Ich freu mich. Euch von einem super Rennen zu erzählen.

Bis bald.

 

Luk

 

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Mo

14

Jul

2014

BMC Racing Cup Lenzerheide

Bevor die zweite Saisonhälfte für mich startete, machte ich wie geplant meine Pause die ich gut nutzte und genoss. Zum Einstieg fuhr ich dann die Strassenschweizermeisterschaft in Roggliswil. Es waren schnelle 200km die für mich den Startschuss für den nächsten harten Trainingsblock im Engadin bedeuteten wo ich den Grundstein für die kommende Saisonhöhepunkte legen möchte.

 

Weder das kalte und nasse Wetter noch ein Sturz und Zusammenstoss mit einem Auto konnten meine Pläne durchkreuzen. Ich hatte bis jetzt nahezu zwei perfekte Wochen in der Höhe, die mich sehr weit bringen werden.

 

Am Sonntag hatte ich die Möglichkeit eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu schauen wo ich stehe. Der BMC Racing Cup machte halt auf der Lenzerheide. Nach den Schweizermeisterschaften letztes Jahr am gleichen Standort wurde die Strecke in Hinblick auf die nächsten Jahre (Weltcup, WM 2018)  mit Hilfe meines Team Kollegen Ralph Näf komplett überarbeitet. Heraus kam eine super harte und natur gebaute modifizierte Mountainbike Strecke die einem vieles abverlangte.

 

Gespannt wie im Frühling beim ersten Rennen, startete ich auf die 7 anstehenden Runden. Durch die harten letzten 2 Wochen fehlte mir ganz klar die Spritzigkeit. So handelte ich mir in den ersten Runden ca. 30 sek. Rückstand ein auf das Führungstrio Schurter, Math, Absalon. Ich konnte aber ab der 2 Runde den Rückstand konstant halten und mich von den Anderen etwas absetzten. Eingangs Runde 5 entschied ich mich eine Runde alles was noch im  Tank übrig war herauszufahren. So konnte ich die 30 Sek. nach vorne schließen.

 

Doch die Drei vorne hatten dann einfach auf den letzten 2 Runden doch noch etwas mehr Reserven und ich musste schauen, dass ich mithalten konnte. Da war keine Möglichkeit mehr um mich groß in  Szene zu setzten.  Ich musste mit Rang vier vorlieb nehmen. Was mich zwar nach der Zeit im Engadin sehr positiv stimmt aber es ist doch noch nicht ganz was ich möchte.

 

Dennoch war es ein super Weekend auf der Leinzerheide und ich freue mich auf die kommenden Jahre mit Weltcup und WM.

 

Zurück ins Engadin, zurück ins Training. Es stehen noch ein paar Tage gutes Training an, bevor es mit den Schweizermeisterschaften und Weltcup weiter geht. 

 

Keep rolling.

 

Bis bald.

Luk

 

 

 

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Mo

16

Jun

2014

BMC Racing Cup HC Gränichen SUI

Gränichen ist definitiv eines der besten Mountainbike-Rennen der Schweiz. Mit einer Strecke, die den Fahrern alles abverlangt jedoch für jeden fahrbar ist, gestalten sich die Rennen immer äusserst attraktiv und spannend. Es gibt manchmal Rennen oder Strecken, die wir einfach fahren und unsere Runden drehen und dabei nicht viel vom Mountainbike Sport mitbekommen. Nicht so in Gränichen. Jede Runde gibt dir ein Gefühl noch eine Weitere drehen zu wollen.

 

Ich war nach der enttäuschenden Europameisterschaft von letzter Woche überzeugt, dass ich meine Trainingspause welche nun vor der zweiten Saisonhälfte geplant ist, eine Woche vorziehen werde. Doch schon am Dienstag war die Vorfreude auf Gränichen da. Mit sehr guten Erinnerungen vom letzten Jahr als ich gewinnen konnte, nahm ich die letzten Tage in Angriff. Ich gestaltete mein Training aber mal nicht strikte nach Plan sondern fuhr nach Lust und Laune manchmal drauf los. So ergab es sich, dass ich am Dienstag mit über 10 Stunden Training und 300km etwas ans Limit fuhr. Klar dass die Reserven nun etwas angebraucht waren, doch irgendwie erholte ich mit trotz gutem Training über den Rest der Woche.

 

Am Sonntag ging es dann wie gewohnt sehr schnell los und für einen schnellen Cross Country Start waren meine Beine noch nicht so bereit. Ich konnte den Schaden aber in Grenzen halten und fing mir bis Runde 3 nie mehr als 35 sek ein. Nach erstem Renndrittel konnte ich dann konstant Zeit gut machen und fuhr Runde um Runde Bestzeit. Dies ermöglichte mir 2 Runden vor Schluss zu den zwei Führenden (Math und Fabian Giger) aufzuschliessen.

Von diesem Zeitpunkt an war mir klar, dass ich gewinnen will.

Doch die Gesellschaft der 2 Fahrer tat mir irgendwie nicht gut und ich verlor etwas die Konzentration und den Willen. Ich konnte nicht mehr ins Gesehen eingreifen als F. Giger und Math in der letzten Runde das Tempo anzogen. Mehr als Platz 3 lag nicht drin. Ich war auf irgendeine Weise glücklich über mein Rennen, obschon ich ganz gerne wieder gewonnen hätte. Mein Rennverlauf war ganz klar anders als noch die Wochenende zuvor. Keine Hänger nach 20 min Renndauer, das ist mal ein Schritt nach vorne.

 

Nun stehen für mich ein paar lockere Tag ohne Bike an bevor ich dann die 2. Saisonhälfte angehe und ich wirklich fest hoffe, dass es in einem anderen Stil weiter geht als die letzten Wochen.

 

Bis bald.

 

Luk

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Mi

11

Jun

2014

Europameisterschaft St.Wendel

Wiederum ein enttäuschendes Resultat an der Europameisterschaft in St. Wendel. Ich konnte mich über die ganze Woche vor dem Rennen gut motivieren und Selbstvertrauen tanken. DieStrecke war untypisch für einen modernen Cross-Country Kurs. Mit einer länge von über 7 km eher lang, jedoch mit einer Fahrzeit von 16-17min sehr schnell.

 

Ich fand schnell gut ins Rennen und fühlte mich in den ersten zwei Runden sehr gut. Doch in der 3. von 6 Runden fehlte mir immer mehr die Konzentration, das Vertrauen und die Entschlossenheit mich an der Spitze zu behaupten. So musste ich die Spitzengruppe die langsam auseinanderfiel ziehen lassen und rutschte innerhalb von einer Runde bis auf Platz 30 ab. Kraftlos drehte ich die letzten 2 Runden und konnte mich nicht mehr wesentlich verbessern. Als 26. beendete ich schliesslich enttäuscht und nachdenklich das Rennen. Es ist wirklich an der Zeit einen Strich zu ziehen und die erste Saisonhälfte abzuschliessen.

Ohne grosse Erwartungen werde ich nun am Sonntag noch den BMC Cup in Gränichen fahren, bevor ich dann ein paar Tage Ferien mache.

 

Egal was und wie es kommt, die zweite Saisonhälfte wird ganz anders verlaufen.

Luk

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Mo

02

Jun

2014

World Cup Albstadt, Deutschland

Auch wenn ich eigentlich mein Traum lebe und ich mir manchmal nicht ganz bewusst bin wie schön es doch ist mit dem Bike um die Welt zu reisen, auf den besten Trails Rennen zu fahren und meine Freiheit und die Ruhe im Training auszuleben, so ist es auch sehr sehr schwer wenn du deine gesteckten Ziele und Erwartungen an dich selber nicht erreichst.

 

Klar, dies erleben alle Leute so. Jeder hat Misserfolge und Erfolge. Doch ist es im kurzlebigen Sport extrem. Mann hat Erfolg und alles läuft wie am Schnürchen. Die Tage vergehen und das harte Training kommt dir als schöner Ausflug vor. Am Wochenende stehst du wieder voller Selbstvertrauen am Start und holst dir den nächsten Emotionsschub.

 

Aber was ist wenn es nicht nach Wunsch läuft? Jeden Montag bist du leer. Die positiven Gedanken sind schwer zu finden und die Motivation schwankt. Die Zeit vergeht aber schnell und das Wochenende und somit das nächste Rennen und deine nächste Chance um das Blatt zu wenden kommt. Die Aufgabe ist nicht nur immer gut zu trainieren, sondern dich auch wieder aufbauen zu können damit alle Zweifel und die negativen Gedanken am Start des nächsten Rennens wieder verflogen sind.

Das stetige emotionale Auf und Ab gehört zum Leben. Als Sportler habe ich manchmal das Gefühl, die Wellen sind 5 Meter hoch und schlagen dir voll ins Gesicht und reissen dich hinunter bis du kaum mehr Luft kriegst oder tragen dich eben manchmal grenzenlos weit.

 

Aber wir sind Emotionsjunkys und leben für Das. Das Gefühl des Erfolges und die Hoffnung treiben uns an.

Ich stehe im Moment in einem dreier Block wichtiger Rennen. Den Weltcups in Nove Mesto, Albstadt und nächsten Sonntag die Europameisterschaften in St. Wendel.

 

In Nove Mesto bin ich durch meine 3 Platten nicht dort gelandet wo ich hin wollte. Doch auch ohne Platten fühlte ich mich nicht richtig im Rennen und wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, fehlte irgendwas. Genau das verspürte ich auch dieses Wochenende in Albstadt. Ich brachte zwar einen zehnten Platz ins Ziel aber fühlte mich nie richtig gelöst und frei. Das ganze Rennen war ein Winden mit mir selber. Ich habe im Moment einfach diesen notwendigen Kick oder Klick noch nicht um den Schritt nach vorne zu machen. Albstadt war aber für mich eines der besten Rennen seit langem und ich bin mir sicher, dass dieses Rennen in mir was ausgelöst hat um einen weiteren Schritt zu machen. Es stehen nun weitere 6 Tage vor mir bis zu den Europameisterschaften am Wochenende. Sind dass die Tage an denen der Schalter kippt? Ich bin fest überzeugt.

 

Bis bald

Luk

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Mi

28

Mai

2014

Weltcup Nove Mesto CZE

Meine Vorbereitung auf den Weltcup in Nove Mesto (Tschechien) verlief perfekt und ich war überzeugt ganz vorne mitfahren zu können.

Die Strecke liegt mir, das wusste ich schon von den Austragungen die Jahre zuvor. Doch auch am Renntag muss alles zusammenpassen und dies war leider dieses Mal nicht der Fall. Nach einem mässigen Start verlor ich in der ersten Runde etwas Plätze und Zeit. Doch zu diesem Zeitpunkt war alles noch sehr nahe beisammen und die Rennsituation noch offen.

 

Leider erwischte ich gleich nach der ersten Runde einen Platten der mich etwas zurückwarf. Und eine Runde später das gleich Missgeschick an fast der gleichen Stelle. Also hiess es ein weiteres Mal mit Platten in die Techzone fahren und Rad wechseln. Als wären 2 Platten nicht genug, kam noch ein dritter dazu. Drei Runden waren gefahren und ich hatte schon 3 Platten. Ich stand zwischenzeitlich auf Rang 49.

 

Die zweite Rennhälfte lief dann aber etwas besser. So kam ich auch etwas mehr in den Rennrhythmus. Ich fuhr immer Top 3 Rundenzeiten und konnte mich noch bis auf Platz 16 vorarbeiten. Ein weiteres Mal eine Enttäuschung! Bei weitem nicht was ich mir vorgestellt habe.

Am nächsten Sonntag geht es bereits mit dem nächsten Weltcup in Albstadt (Deutschland) weiter und ich hoffe auf etwas mehr Rennglück.

 

Luk

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Mo

12

Mai

2014

Bike Days 2014 Solothurn, BMC Racing Cup

Die Bike Days 2014 in Solothurn sind schon wieder Geschichte. Es ist für mich immer ein spezielles Wochenende. Die Atmosphäre ist gigantisch. Man hat an diesen 3 Tagen eigentlich das Gefühl die Welt dreht sich nur ums Biken.

 

Am Samstag stehen die Rennen des BMC Racing Cup auf dem Programm. Auch wenn die Strecke mir überhaupt nicht liegt und ich mich noch ganz selten wirklich gut gefühlt habe, an diesem Rennen, freue ich mich immer wieder auf den harten Fight.

 

Leider erkältete ich mich am Mittwochabend und meine Erwartungen auf ein gutes Rennen sanken etwas. So kam ich auch am Eliminator am Freitagabend nicht über die erste Runde hinaus.

 

Der Samstagnachmittag kam und ich brachte das Hals-/Schluckweh leider nicht weg. Im Gegenteil. Meine Nase war dann am Samstag auch noch verstopft. Ändern konnte ich nichts mehr ausser positiv zu denken und mich auf das Rennen zu konzentrieren. Das tat ich dann auch und freute mich trotz allem auf das Rennen.

 

Um 16 Uhr ging’s los. Ich konnte mich zwar auf den ersten Metern vorne halten was sehr wichtig war aber das Rennen kann man schon ganz am Anfang verlieren wenn man zuwenig aufmerksam ist und eine der vordersten Positionen nicht halten kann. Als es nach 1 km in die Schlüsselpassage ging war ich ganz klar zu wenig gut platziert und die Lücke tat sich auf. Ich hatte dann auch überhaupt nicht die Beine um da die verlorenen Plätze wieder wett zu machen. Mit ca. 20 sek. Rückstand kam ich von der ersten Runde zurück. Anschliessend konnte ich dank der guten Arbeit meiner Teamkollegen wieder in die vordere

Gruppe fahren. Ich hatte aber in der ersten Rennhälfte einfach die Kraft nicht um etwas auszurichten oder mich an der Führungsarbeit zu beteiligen um den Vorsprung auf den Führenden zu verringern. Am Schluss lief es auf einen Sprint um Platz zwei hinaus. Zu fünft bogen wir in das Zielgelände ein. Ich konnte mir noch den 3. Platz sichern, was mich aber nicht sehr zufriedenstellte.

 

Ich denke aber und bin überzeugt, dass ich auf gutem Weg bin, dass es in 2 Wochen am nächsten Weltcup nochmals ein Stück besser läuft.

 

Schöne Woche an alle.

Luk

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Di

06

Mai

2014

HC Haiming, AUT

Mit neuer Motivation und Selbstvertrauen reiste ich letztes Wochenende an das HC Rennen nach Haiming (Österreich). Die Strecke war mit den tausend Wurzeln und vielen Höhenmeter trotz dem Regen in den Tagen zuvor sehr gut zu fahren. Mann brauchte viel Konzentration und Spannung um das Bike im guten Moment am richtigen Ort über die Wurzeln zu ziehen oder div. grosse Steine zu umfahren. Es gab ausser im Start/Zielbereich kaum ein Ort wo man mal etwas Durchatmen konnte.

 

Trotz Müdigkeit vom Samstag versuchte ich am Start alles um vorne zu sein. Leider gelang mir dies in den ersten 2 Runden nicht. Ich versuchte mich in den ersten 5 Plätzen zu halten, musste jedoch in dieser Zeit ab und zu ziemlich ans Limit gehen und baute dadurch auf dem technisch anspruchsvollen Rundkurs immer wieder Fehler die mich Zeit kosteten. In der 3. Runde konnte ich das erste Mal etwas ruhiger und flüssiger fahren und auch Plätze gutmachen. Den Abstand zu der Spitze konnte ich aber kaum verringern. Erst im zweiten Drittel des Rennens kam ich etwas näher an Ralph Naef heran, der überlegen führte. Ende

der zweitletzten Runde fuhr ich leider einen Platten ein, der mich über eine halbe Minute kostete. Auf dem 2. Platz fahrend versuchte ich alles um diesen ins Ziel zu bringen. Mit Ralph als überlegener Sieger und mir auf dem 2. Platz war es ein gutes Wochenende und gab mir weiter Zuversicht, dass ich im Hinblick auf den Weltcup in drei Wochen wieder in Schwung komme.

 

Nächstes Wochenende wird die letzte Station vor dem Weltcup in Nove Mesto noch die Bike Days in Solothurn sein. Ich starte am Freitagabend am Eliminator wie auch am Samstag am Cross Country.

 

Luk

  

 

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Do

01

Mai

2014

Weltcup Saison Start Pietermaritzburg SA/Cape Epic

Sieben Tage Training auf Gran Canaria, 10 Tage Zypern mit vier Rennen, 10 Tage Kroatien, dann direkt nach Südafrika (Cape Town) für mein viertes Cape Epic. So sahen die Wochen nach der Cross-Saison 2013/2014 aus.

 

Leider musste mein Partner Ralph Näf kurz vor der Abreise ans Cape Epic seine Teilnahme absagen. So startete ich mit Martin Fanger ins Rennen. Wir hatten einen guten Start in die Cape Epic Woche, doch mussten wir einsehen, dass unsere gemeinsame Vorbereitungszeit dann doch etwas zu kurz war. Wir konnte aber unser erstes gemeinsames Epic auf dem soliden 7. Overall Platz beenden.  Nach dem Epic verbrachte ich eine weitere Woche in Südafrika (Stellenbosch) bevor es dann weiter ging nach Pietermaritzburg an den ersten Weltcup der Mountainbike-Saison.

 

Ich hatte das Gefühl, mich gut von den Strapazen des Cape erholt zu haben. Die Strecke in PMB wurde etwas modifiziert und verändert. Ein neuer, moderner Kurs mit vielen verspielten Elementen und kaum Phasen zum Erholen. Leider hatte ich im letzten Training am Samstag vor dem Rennen einen Sturz, der mir etwas die Energie, das Vertrauen und die Spannung raubte die ich gebraucht hätte um ganz vorne zu sein. Mit Schürfungen, Prellungen und div. Verspannungen in Schulter und Hüfte versuchte ich mich aber möglichst normal und konzentriert auf das Rennen vorzubereiten. Die Nacht auf Sonntag war dann aber irgendwie unruhig und am Morgen fühlte ich mich als wäre ein Zug über mich gerollt. Doch ändern konnte ich die Situation nicht mehr. Enttäuscht über meine schlechte Ausgangslage vor dem Rennen versuchte ich ein gutes Warm up zu machen.

Der Start am späten Nachmittag gelang mir und ich konnte mich gut in den Top Ten halten jedoch nicht wirklich lange. Mir fehlte die Spannung im ganzen Körper, so dass ich weder in den Aufstiegen noch in den Abfahrten meine Leistung bringen konnte. Durch die Schmerzen in den Hüften lief mein linkes Bein gar nicht. Mitte Rennen musste ich einsehen, dass ich so das Ziel nicht sehen werde, also entschied ich mich aus dem Rennen auszusteigen. Doch als ich irgendwo im Wald stand und mich endlich durchstrecke konnte, kamen die Gedanke zurück „Gib nie ein Rennen auf“. Wenn du einmal den Resetknopf drückst, dann wird es immer wieder kommen. Kaum stimmt was nicht, willst du schon wieder Aufgeben und dein Glück am nächsten Rennen versuchen. Aufgeben ist nie die Lösung und bringt dich nicht ans Ziel.

Also fuhr ich weiter, sammelte und sortierte in der nächsten Runde all meine positiven Momente die ich diesem Winter hatte. Die nächsten Runden liefen harzig. Mit zunehmender Renndauer wurde das Rennen etwas ruhiger und ich konnte etwas Plätze gutmachen. Dies gab mir etwas Aufwind, so dass ich mit all meiner Motivation und Energie in die letzte Runde ging.  Die gute Schlussrunde brachte mich dann noch auf Platz 13.

 

Weit entfernt von meinen Vorstellungen wie der erste Weltcup hätte laufen sollen,  reiste ich am Montag nach mehr als 4 Wochen in Südafrika wieder nach Hause.

Mit ein paar guten Trainings in den Beinen fuhr ich 4 Tage später an Ostermontag das Strassenrennen in Schwarzhäusern. Dort konnte ich trotz müden Beinen ein gutes Rennen fahren und holte mir den 3.Rang.

 

Der zweite Weltcup in Australien hatte ich wegen dem Cape Epic nicht in meinem Rennplan.

Nun habe ich etwas Zeit zum Durchatmen und gut zu trainieren damit ich den verpatzten Weltcupstart in Nove Mesto (Tschechien) korrigieren kann.

Dazwischen liegen aber noch die Rennen in Haiming (AUT) und die Bike Days in Solothurn.

 

Also, wünsche allen einen schönen Frühlingsanfang.

 

Luk

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Mi

15

Jan

2014

Cross Schweizermesiterschaft Bussnang 2014

Nach unserem Cross in Madiswil verging die Zeit wie im Flug. Nach zwei weiteren Querrennen in Hittnau und Sion reiste ich anfangs Dezember für fast 3 Wochen nach Südafrika um eine gute Grundlage für die kommende Mountainbike-Saison zu setzen. Es scheint für viele etwas früh zu klingen, jedoch werde ich mit meinem Teamkollegen Ralph Näf schon etwas früher (Cape Epic) in die MTB-Saison einsteigen als sonst.

 

Ich hatte mit Jürg Graf und Ralph Näf zwei gute Trainingspartner und wir hatten eine wirklich gute Zeit zusammen. Als ich an Weihnachten zurück in die Schweiz kam, merkte ich schnell, dass meine Form jeden Tag besser wurde. Das spezifische Quertraining in der Altjahrs-Woche und in den ersten Tagen des neuen Jahres motivierten mich extrem für die Quer-Schweizer-meisterschaften.

 

Also stand ich letzten Sonntag gut vorbereitet am Start in Bussnang. Die Strecke brachte eigentlich nicht sonderlich viele technische Elemente mit sich. Doch die leichten Schräghänge in den Abfahrten waren sicher nicht zu unterschätzen. Ansonsten war es mehr eine physische Strecke. Bis Sonntagnachmittag war dann die Strecke auch fast abgetrocknet, was von Anfang an sicher ein taktisches Rennen bringen würde.

 

Ich hatte meinen Plan den ich schon von Start weg befolgte und nie verlies. Es waren 10 Runden zu fahren. Auch wenn Math und ich nicht mehr im gleichen Team fahren, haben wir zusammen den Plan erstellt. Math machte seine Aufgaben hervorragend und versuchte immer wieder  bei den Abschnitten wo es etwas härter wurde etwas das Tempo zu erhöhen und fuhr kleinere Löcher zu, so dass alles immer zusammen blieb.

 

Leider unterlief mir in der Abfahrt eingangs 2 Runde, also nach ca. 7 min Fahrzeit ein Fehler welcher mich dazu zwang die Strecke zu verlassen. So kam ich fast zu Fall, konnte mich jedoch fangen und konnte wieder auf die Strecke einbiegen. Jedoch verlor ich dabei einige Positionen und etwas Zeit.

Doch dieser Ausrutscher, welcher sicher schon vielen Fahrern auch so unterlaufen ist, hatte Auswirkungen, die ich in diesem Moment überhaupt nicht realisierte.

 

Die Runden vergingen und niemand wollte oder konnte die Initiative ergreifen eine Vorentscheidung  herbeizuführen. Drei Runden vor Schluss griff ich kurz nach der ersten Techzone an und konnte einige Meter herausfahren. Nur Julien Taramarcaz konnte kurz folgen, verweigerte aber die Führung und so wollte ich dies auch nicht durchziehen. Also kam alles wieder zusammen. Letzte Runde, 8 Fahrer und der Sprint war fast unumgänglich. Doch auf dies wollte ich mich nicht hinauslassen. Im letzten längeren Aufstieg legte ich alles auf die Waagschale und fuhr ohne Gedanken auf Verluste los. Ich konnte ein paar Meter Vorsprung aus diesem Aufstieg mitnehmen. Doch es waren immer noch über 1 km zu fahren. Hinten war die Gruppe. Die lange Zielgerade von 500 Meter kam näher. Doch auf diese freute ich mich überhaupt nicht. 500 Meter leicht steigend mit leichtem Gegenwind. Es rollte zwar irgendwie aber durch meinen Effort zuvor waren meine Beine wie Baumstämme. Die Ziellinie kam dann aber irgendwie doch recht schnell näher und es reichte.

 

Ich gewann nach fast 4 Jahren Unterbruch endlich wieder einmal eine Schweizermeister-schaft. Doch die Freude war nicht von langer Dauer. Es wurde ein Protest eingelegt gegen mein Verlassen der Strecke. Ich konnte diesen Protest überhaupt nicht nachvollziehen. Wie viele haben die letzen Jahre an dieser Stelle die Strecke verlassen, fast an jedem Rennen gibt es solche Fälle und niemand sagt was. Es war in der 2. Runde und überhaupt nicht rennentscheidend. Die Jury und die Kommissäre reagierten richtig und liessen den Protest fallen. Doch der Schaden war angerichtet und die Stimmung getrübt. Ich wünsche wirklich niemanden, dass er einmal einen SM-Titel  mit dieser Stimmung entgegen nehmen muss. Die Veranstalter in Bussnang haben einen super Job gemacht und es war während dem Rennen eine geniale Stimmung  und dies wurde durch diesen Vorfall  getrübt. Ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich bei allen Sponsoren, dem Veranstalter, meinem Team BMC, meiner Familie wie auch bei allen Fahrer die mich unterstützt und die Situation richtig eingeschätzt haben, bedanken und gleichzeitig auch entschuldigen.

Ich hoffe all diese, die es nicht menschlich gesehen und geurteilthaben werden nie in diese Situation kommen.

 

 

Für mich ist die Quersaison mit dieser Schweizermeisterschaft beendet und der Focus ist nun ganz auf die Mountainbikesaison gerichtet.

 

Bis bald

Luk

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Swiss Cup Lugano/Tesserete

Letzte Woche ging im Flug vorbei. Ich hatte nicht extrem viel Training jedoch sonst viel zu erledigen, so dass die Tage nur so verflogen. Schon war Wochenende und ich war motiviert und freute mich auf das Rennen in Lugano/Tesserete.

 

Samstag Mittag fuhren mein Mechaniker Oli Kaderli und ich ins Tessin um die Strecke gut zu besichtigen. Für mich ist Tesserete eine der besten Strecken im BMC Racing Cup. Viele Singletrails, hunderttausend Wurzeln und Steine. Richtig cool um Runden zu drehen. (-:

 

Der Regen welcher von Samstag auf Sonntag in Lugano nieder ging machte die Strecke etwas rutschig und umso technischer. Doch die Sonne und das warme Wetter durch den Sonntag trocknete die Strecke grösstenteils ab und so konnten wir bei perfekten Bedingungen um 14.00 Uhr starten. Mein Ziel war ganz klar dieses Rennen zu gewinnen und die Entscheidung schon früh zu machen. Ich startete schnell ins Rennen, versuchte Eingangs der ersten Singletrails sauber zu fahren. Leider hatte ich aber kurz verkrampfte Beine und musste etwas Tempo rausnehmen. Mitte der ersten Runde schlitzte ich an einem scharfen Stein mein Colle auf und so verlor ich am Hinterrad Luft. Ein Kilometer später hatte ich einen platten Hinterreifen. Nach dem Radwechsel und der 2. Runde hatte ich schon über 2 min. Rückstand. Ich hatte mir dies ganz anders vorgestellt. Also fuhr ich von diesem Zeitpunkt an konzentriert und machte Zeit und Ränge gut. Am Ende fuhr ich mit 1 min. 50 sek. auf dem 4. Platz ins Ziel.

 

Ich hatte die ersten 2 Runden ausgeschlossen einen guten Lauf und konnte mich durch das ganze Rennen hindurch motivieren trotz der schlechten Aussichten.

 

Herzlichen Dank an Oli für die super Betreuung über das ganze Wochenende.

 

Nächste Woche Heubach dann Solothurn, dazwischen viel Training so sehen die nächsten Tage und Wochen aus. Freue mich.

 

Bis bald.

 

Luk

 

2* Weltcup 2012 in Houffalize, Belgien

Mit viel Motivation und Sicherheit trat ich am Donnerstag die Reise nach Houffalize (Belgien) an. Es stand der 2. Weltcup auf dem Programm und somit auch das 2. Olympiaquali-Rennen. Ich konnte die letzten Wochen gut trainieren und meinen Aufwärtstrend letzten Montag beim Strassenrennen in Schwarzhäusern auch bestätigen.

 

Doch schon am Donnerstagabend kamen erste Zweifel auf. Ich hatte mich auf dem Weg nach Belgien irgendwie leicht erkältet. Bekam aber bis Samstag alles wieder in den Griff. Ich fühlte mich aber nie ganz 100% fit. So bekam ich am Samstag Abend eine grosse Fieberblase, die mich total aus dem Konzept brachte. Ich schleif schlecht und die Motivation sank. Am Morgen quälte ich mich aus dem Bett und konnte mich irgendwie nie richtig auf das Rennen konzentrieren und fokussieren.

 

Aus der ersten Reihe konnte ich mich beim Start zwar auf den ersten Meter noch behaupten doch schon in den ersten steilen Rampen konnte ich nicht voll hinauf drücken und verlor Position um Position. Ich wurde nie richtig warm im Rennen und war verkrampft. Immer um Position 10-15 fahrend, versuchte ich den Schaden in Grenzen zu halten und möglichst wenig Punkte zu verlieren. Dies gelang mir recht gut und ich beendete das Rennen auf Platz 13.

 

Das Positive ist, ich lies mich nie ganz fallen und kämpfte gegen mich und meinen verkrampften Körper. So habe ich für den kommenden Weltcup in Nove Mesto welcher in 4 Wochen stattfindet immer noch eine gute Ausgangslage/Startposition.

Dazwischen werde ich drei Rennen bestreiten die ich als Training und Weg zu einem weiteren guten Weltcup einbauen werde.

 

Ergebnisse unter. www.uci.ch

 

Ich wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

Schweizer MTB Saisonstart in Buchs

Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup. So reisten wir am Montagmorgen nach dem Rennen von Pietermaritzburg zurück in die Schweiz. Mein Ziel war es mich so schnell wie möglich zu erholen und mit dem grossen Training für den nächsten Weltcup in Houffalize, Belgien in vier Wochen zu beginnen. Leider verspürte ich schon am Mittwoch nach dem Training ein starkes Ziehen im linken Knie. Am Donnerstagmorgen war es dann leicht entzündet, so dass ich kaum richtig Druck auf die Pedale geben konnte.

 

Freitag und Samstag war dann nicht ans Trainieren zu denken. Keine Chance. Ich pendelte zwischen Physio, Massage, Verzweiflung und Stress. Ich wusste, dass ich das Training unbedingt brauche um mich bis Houffalize weiter zu steigern. Es waren wichtige Tage die vergingen und mich fast zum verzweifeln brachten.

Sonntagmorgen war dann etwas besser und ich konnte langsam wieder mit dem Training starten. Die nächste Woche startete super und ich konnte mein geplantes Training absolvieren. Mit den Gedanken im Hinterkopf, die verlorenen Zeit etwas aufzuholen, verbrachte ich fast die ganzen Tage mit Training, Dehnen usw.

 

Am Sonntag stand dann der erste BMC Racing Cup auf dem Programm. Ich wusste schon im Vorfeld, dass ich nicht gerade die Buchserberge hinauf fliegen werde. So kam es dann auch. Ich hatte schon in den ersten Runden extrem Mühe. Die Beine drehten einfach nicht und ich konnte nicht an meine Grenzen gehen. Ich suchte später im Rennen einen guten Rhythmus welcher ich auch fand und beendete das Rennen auf dem 11. Rang.

 

Nun geht es in grossen Schritten weiter Richtung Houffalize. Es bleibt nicht viel Zeit aber es gibt noch viel zu tun.

 

Bis Bald Luk

1* Weltcup 2012 in Pietermaritzburg, Süd Afrika

Der erste Weltcup der neuen Saison ist Geschichte.

 

Der Weltcupauftakt ist immer sehr speziell, jeder ist motiviert, alle treffen das erste Mal in der Saison aufeinander und sind gespannt wie gut das Wintertraining nun Früchte trägt. Klar sind ab und zu Rennen im Vorfeld schon aussagekräftig jedoch wird an einem Weltcup immer ein paar Prozent schneller und aggressiver gefahren als in anderen Rennen. Wenn du nur für ein paar Meter die Beine hängen lässt um durchzuatmen, befindest du dich ein bis zwei Plätze weiter hinten. Daher ist man vor dem Start auch immer etwas nervöser als an anderen Rennen. Die frage stellt sich dann immer und immer wieder: „Hast du die Beine und die mentale Stärke um deine gesetzten Ziele zu erreichen?“

 

Ich war mir sicher über den Winter gut trainiert zu haben, jedoch bin ich da nicht alleine, jeder der am Start steht hat viele und gute Kilometer in den Beinen. Doch das Testrennen eine Woche zuvor gab mir die Bestätigung auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Ich konnte aus der ersten Reihe starten und versuchte die ersten 600m keinen Platz zu verlieren um möglichst in den ersten 10 in den ersten Singletrail zu fahren. Dies gelang mir einigermassen. Doch es entstanden schon in der ersten Runde einige Lücken und so verlor ich den Kontakt zur Spitze. Es setzten sich 3 Fahrer ab und ich versuchte mich irgendwie bei der Verfolgergruppe festzusetzten. In den ersten 2 Runden war das Tempo jedoch so hoch, dass ich der Gruppe nicht folgen konnte. So fuhr ich bis auf die zweit letzte Runde um Rang 8 herum. In den letzten zwei Runden konnte ich dann noch etwas zulegen und kam wieder etwas näher an die Gruppe heran welche sich allmählich auflöste. So war ich in der letzten Runde wieder nahe an Platz 5. Ich kam zusammen mit Kulhavy auf die Zielgerade, doch war nicht mehr Imstande um den fünften Platz zu sprinten.

 

Ich habe gegenüber letzter Woche wiederum einen Schritt vorwärts gemacht und mit dem 6. Platz habe ich nun schon mal eine Olympiaquali-Norm erfüllt. Obschon es wahrscheinlich nicht reichen wird sich mit einem 6. Platz definitiv für Olympia zu qualifizieren bin ich meinem Traum doch schon ein Schritt näher gekommen. Ich habe nun 4 Wochen Zeit bis zum nächsten Weltcup in Belgien, Houffalize.

Dazwischen werde ich noch das Auftaktrennen des BMC Racing Cup und 2 Strassenrennen bestreiten.

 

Luk

Pietermaritzburg Weltcup Vorschau

Am nächsten Samstag geht es in Pietermaritzburg (SA) los „Die Olympia-Qualifikation wird extrem hart“ In Pietermaritzburg (SA) erfolgt der Auftakt zur Cross-Country-Mountainbike-Weltcupsaison. Das erste Rennen ist für Luk und Math Flückiger zugleich der erste von vier Selektionswettkämpfen für die Olympischen Spiele 2012 in London.

 

Von Kurt Henauer

 

Innerhalb von zwei Monaten zwischen Mitte März und Mitte Mai fällt in Pietermaritzburg (SA), Houffalize (Be), Nove Mesto (Tsch) und La Bresse (Fr) die Entscheidung, welche zwei Schweizer Fahrer den bereits selektionierten Nino Schurter, den WM-Zweiten von Champéry, an die Olympischen Spiele begleiten werden. „Es kommen wohl rund sieben Fahrer in Frage“, sagt Luk Flückiger, „und jeder wird wohl beim ersten Rennen übermotiviert sein.“ Der WM-Fünfte von 2011, in Champéry war er damit zweitbester Schweizer, macht sich keine grossen Gedanken zur Olympiaqualifikation. „Ich nehme es, wie es kommt, aber es wird extrem hart“ Auch sein jüngerer Bruder Math versucht nicht zu stark an die Quali zu denken: „Ich will mich nicht darauf versteifen. Natürlich träume ich von London“, so der U23-Weltmeister von 2010, „aber es wäre auch kein Weltuntergang, wenn es nicht klappen würde.“ Beide sagen, dass rund sieben Fahrer das Potenzial für die zwei verbleibenden Olympia-Startplätze hätten. Aber man wisse nie, wer plötzlich noch auftauche.

 

Die Flückiger-Brüder haben im Winter zahlreiche Radquer-Rennen bestritten und die Saisonvorbereitung mehr oder weniger so durchziehen können, wie sie wollten. „Math war einmal eine Woche krank, danach war ich auch einmal zwei bis drei Tage angeschlagen“, sagt dazu Luk, der im vergangenen Winter eher weniger Quers bestritt als ein Jahr zuvor. Math bekundete im Dezember zudem Knieprobleme. „Das hat aber für die Vorbereitung nichts ausgemacht“, sagt er jetzt eine Woche vor dem Weltcupauftakt. Beide sind sehr früh nach Südafrika gereist. „Zuerst standen noch das erste Zusammentreffen mit dem Trek-Team und ein Fotoshooting auf dem Programm. Am letzten Samstag haben sie ein Testrennen bestritten, das von Nino Schurter gewonnen wurde. Luk wurde im stark besetzten Feld Sechster, Math Neunter.

 

Neu mit 29-Zoll-Rädern

Die Flückiger-Brüder haben neu auf die grösseren 29-Zoll-Räder gewechselt. „In der Weltspitze fahren immer mehr mit diesen Rädern, wohl 80 bis 90%“, sagt dazu Luk. Beim Testrennen hätte die Hälfte der Fahrer davon Gebrauch gemacht. Bis zum Weltcupauftakt stehen neben der guten Erholung noch zwei bis drei qualitativ gute Trainings auf dem Programm. Math glaubt, dass er im Profileben „einen Schritt nach vorne“ gemacht habe. „Ich muss mich aber immer noch zusammen nehmen, dass ich mich nicht zu stark auf den Sport versteife und mich dann verkrampfe“, so der beim VBS mit einem 50-%-Pensum angestellte Zeitmilitär-Spitzensportler.

 

Luk und Math Flückiger sind für den Weltcup-Auftakt vom nächsten Samstag gerüstet und können bei der Vergabe der zwei Olympia-Tickets sicher ein Wort mitreden. „Wir müssen einfach locker bleiben und dürfen das Ganze nicht zu eng sehen“, gibt sich Math zuversichtlich. Stationen, bei denen laut Selektionskonzept mindestens ein 8. Platz verlangt wird. Angesichts der Leistungsdichte im Schweizer Team wird man aber nur mit Top-3-Plätzen dabei sein könne.

 

Das Rennen in Pietermaritzburg wie der ganze Weltcup 2012 kann Live im Internet auf www.redbull.tv oder auch auf www.redbull.com/bike verfolgt werden.

 

Weiter News unter http://www.rockyroads.net/de/ oder www.uci.ch

Süd Afrika, Teil 1

Etwas ungewiss aber dennoch mit einer guten Portion Motivation reiste ich letzten Samstag nach Pietermaritzburg (Südafrika). Die Zeit zwischen Zypern und Abflug nach RSA verbrachte ich damit, herauszufinden warum ich in Zypern nicht die gewünschten Beine hatte, Geburtstagstorte bauen für mein Fabi, Aus- und Einpacken von Kleidern und Waschen.

 

Das Training in den paar Tagen zuhause lief super und die Zuversicht kam zurück.

Die Reise nach Südafrika verlief beinahe reibungslos und wir lebten uns gut ein.

Heute, knapp eine Woche später, fuhren wir auf der Weltcupstrecke unser erstes Rennen. Es war wie jedes Jahr ein UCI C2 Rennen welches mit guten Fahrern besetzt war.

Die Strecke hat sich im Gegensatz zum letzten Jahr etwas verändert. Es sind einige Höhenmeter dazu gekommen und ein paar coole technische Abschnitte welche richtig Spass machen.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit und 26 Grad startete ich gut ins Rennen. Ich Konnte fast 2 Runden mit der Spitze mitfahren. In der 3. Runde verlor ich jedoch etwas die Konzentration und machte einige Fahrfehler. So kam es, dass ich in einem längeren Rockgarten stürzte und wieder auf mein sonst schon lädiertes Knie und den verstauchten Daumen fiel. Etwas gehemmt aber trotz allem mit einem guten Tempo fuhr ich die letzten 2 Runden und kam als 6er in Ziel.

 

Nach den eher schlechten Rennen in Zypern gab mir dieses Rennen doch Vertrauen für den Weltcup von nächsten Samstag zurück.

 

Wünsche allen eine schöne Woche und ihr hört spätestens nächsten Samstag von mir.

 

Luk

 

2. Woche in Zypern

Nach zwei Wochen Zypern kann ich leider nicht ganz das gewünschte Resultat verbuchen wie ich mir dies im Vorfeld erwünscht hätte. Ich konnte zwar super trainieren und hatte z.T. auch ein gutes Gefühl doch an den Renntagen waren die Beine nicht gut oder ich hatte Pech (Kettenriss, Sturz). Anschliessend verkrampfte ich mich einfach zu fest und fuhr nicht mit der gewissen Lockerheit. Doch ich denke, dass es eine gute Erfahrung war und ich trotz den nicht zufriedenstellenden Resultaten weiter gekommen bin.

Nun verbringe ich 4 Tage zuhause bevor ich mit dem ganzen Team am 3. März nach Südafrika an den ersten Weltcup fliege. Mit dem ersten Weltcup in Pietermaritzburg geht es nun in die erste Runde der Olympiaquali. Die Qualifikation umfasst 4 Läufe. Die ersten vier Weltcups, Pietermaritzburg (RSA), Houffalize (BEL), Nove Mesto (CZE), La Bresse (FRA). Anschliessend werden (Ende Mai) die besten 3 Fahrer qualifiziert.

 

Luk

Saison Start Sunshine Cup Cyprus

Nach den Cross-Schweizermeisterschaften anfangs Januar machte ich für ein paar Tage Trainingspause und verbrachte etwas Zeit in Adelboden auf den Ski’s.


Ende Januar ging es dann ins erste Trainingslager nach Gran Canaria wo ich mein geplantes Training bei super Bedingungen absolvieren konnte. Müde aber mit vielen und guten Kilometern in den Beinen verbrachte ich anschließend 4 Tage zu Hause, im Winter, wo ich trotz den kalten Temperaturen weiter an meiner Form arbeiten konnte.

 

Letzten Montag ging es schon wieder nach Zypern wo wir insgesamt 4 Wettkämpfe auf dem Programm haben. Da Math und ich dieses Jahr das Cape Epic nicht bestreiten werden, ist dies hier quasi unser Start in die Saison 2012. Die Rennen sollen aber mehr als Aufbau/Training gelten. Heute war der Auftakt zum Sunshine Cup 2012. Das Rennen war sehr gut besetzt und ich erwartete einen harten Kampf. Etwas unsicher über meine momentane Verfassung startete ich ins Rennen. Es war mein erste Rennen auf einem 29“ Fully, Die Frage war, wie komme ich mit dem Bike zurecht im Rennen. Die wenigen Trainings die ich mit dem Bike gemacht habe, waren immer sehr gut. Doch Training und Rennen sind zwei komplett verschiedene Sachen. Ich hatte schon in der ersten Runde Mühe der Spitzengruppe zu folgen. So musste ich abreisen lassen und fiel bis auf Rang 21 zurück. Nach einer Runde lösten sich meine verkrampften Beine allmählich und ich konnte einen zufriedenstellenden Rhythmus fahren. Von Runde zu Runde konnte ich Rang um Rang gut machen und beendete das Rennen auf dem 8. Rang.

 

Ich denke, dass ich noch ein paar Tage Zeit brauche um mich gut zu erholen und mich optimal auf das Bike einzustellen (habe die letzten Monate nur auf Strasse und Cross Bike trainiert.)

Nächsten Freitag geht es schon mit dem Drei-Etappen Rennen AFXENTIA (Prolog, Point to Point, Cross Country) in Macheras Forest weiter.

 

Luk

 

Cross Saison Abschluss/ CH-Meisterschaft

Nach dem Cross in Bützberg schaltete ich für drei Wochen eine Trainings-und Rennpause ein. Davon war ich zwei Wochen in Florida und konnte dort reichlich Sonne und Motivation für die kommende Bikesaison tanken. Es waren zwei super Wochen, die ich absolut nicht missen möchte.


Doch das böse erwachen kam wie jedes Jahr nach der Pause. Die Aufstiege waren plötzlich doppelt so lang und viel steiler und es fühlte sich an als hättest du immer Gegenwind oder einen platten Reifen. Auf jeden Fall machten die ersten Trainings gar keinen Spass. Leider stellte um diese Zeit auch noch das Wetter richtig auf Winter um und so brauchte es immer eine Portion mehr Motivation fürs Training. Motiviert war ich und so konnte ich mein Trainingspensum gut absolvieren.

Nach nur 10 Tagen zuhause stand ich mit meinen „Ferienbeinen“ schon wider am Start am Quer in Dagmersellen. Ohne grosse Ambitionen ging ich ins Rennen. Doch irgendwie kämpfte ich mich Runde für Runde über die Renndistanz und zwar immer ziemlich am Limit, doch am Schluss reichte es überraschend für den 4. Platz.

 

„Bin ich nun schon bald wieder auf dem Niveau wie vor der Pause?“

 

 

Nein….!!! Nach nur 8 Trainingstagen ist das fast nicht möglich. Jedoch gab mir der vierte Rang Vertrauen und Motivation für die Schweizermeisterschaften anfangs Januar. Doch bis dahin waren es nur noch 1,5 Wochen. Nach dem Quer in Dagmersellen liefen die Trainings einiges einfacher - im Kopf war es jedenfalls so. Die Berge wurden auch wieder etwas kürzer und die Beine drehten etwas leichter. Doch dies war nur mein Befinden, denn man kann nicht in 10 oder 12 Tagen wider in Form kommen.

 

Genau dies musste ich dann eine Woche später am Querrennen in Bussnang TG erfahren. Gut gestartet jedoch mit zu wenig Kraft um auf dieser Schlammstrecke (brauchte enorm viel Kraft) das Tempo durchzuziehen, verlor ich schon in der ersten Runde den Kontakt zur Spitze. Ich fuhr zwischenzeitlich auf Rang 8, konnte mich aber im Laufe des Rennens immer etwas weiter nach vorne arbeiten und erreichte das Ziel wider als vierter.

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir langsam klar, dass es mit der CH-Meisterschaft dieses Jahr ev. nichts wird. Ich hatte noch fünf Tage um mich etwas weiter zu bringen und die Ausgangslage zu ändern. Doch irgendwie erholte ich mich sehr schlecht nach dem Rennen in Bussnang und kämpfte die ganze Woche mit schweren Beinen. Einfach kraftlos….!!! Doch ich lies mich nicht entmutigen den in Beromünster wo die diesjährige Schweizermeisterschaft stattfand, hatte ich die letzten Jahren immer ein super Rennen. Also versuchte ich mich die letzten Tagen noch mental so gut wie nur möglich auf dieses Rennen vorzubereiten.

Die Strecke war wie erwartet sehr schwer und kraftraubend mit tiefen Wiesen (genau das hätte ich eigentlich nicht gebraucht) und rutschigen Abfahrten (was ich zwar mag). Ich kam am Start gut weg und konnte die ersten 3 Runden problemlos in der Spitze mitfahren. Doch als in der 4. Runde Julien Tamaracaz das erste Mal attackierte, musste ich abreissen lassen. Ich konnte etwas später wieder zu den drei Führenden aufschliessen, fiel jedoch später wieder zurück. Mir fehlte schlicht und einfach die nötige Power. Ohne Training geht nichts, dass musste ich zu diesem Zeitpunkt erfahren. Ich rettete mich erneut auf dem 4. Rang ins Ziel.

Julien gewann seinen ersten CH-Meister in der Elite Kategorie vor S. Zahner und Ch. Heule.

 

Enttäuscht war ich eigentlich nicht. Den ganz tief in mir wusste ich, dass diese paar Tage Training nicht ausreichen würden um um den CH-Titel zu fahren.

 

Ich bin jetzt frisch und erholt und blicke zuversichtlich Richtung Bike-Saisonstart. Dazwischen liegen noch zwei Trainingslager (Gran Canaria und Zypern) mit vielen Kilometern und harten und schönen Momenten auf dem Strassenvelo und Bike. Am 18. März geht es dann los mit dem ersten Weltcup in Süd Afrika.

 

Ich möchte mich bei allen die mich auf irgend eine Weise über diesen Winter unterstützt haben, herzlich bedanken. Besonderen Dank an Fabi, mein Familie (Päpu der jedes Wochenende wieder in der Wechselzohne stand und ein sauberes Velo für mich hatte.) Bruno Diethelm, und allen Sponsoren und treuen Fans an den Strecken. Ihr wart grossartig. Danke.

 

Ich werde mich in den nächsten Wochen wider aus dem Trainingslager melden.

 

Cheers luk

 

 

Race update CX und XC

Mit dem Radquer in Bützberg habe ich meine Herbstsaison nun beendet und werde nächsten Dienstag nach Miami in die Ferien fliegen. Die letzten Wochen und Tage bemerkte ich die lange Saison nun etwas und freue mich auf die Tage ohne Training.

Die letzten Rennen konnte ich zwar immer mit einem zufriedenstellenden Resultat beenden jedoch fehlte mir einfach ab und zu die Motivation bis zum letzten Tritt durchzuhalten.

 

Vor 3 Wochen konnte ich noch in den USA den Iceman (legendäres Mountainbike-Rennen in Michigan) noch gewinnen. Doch das Rennen stellte sich schwieriger heraus als ich gedacht hatte. Durch die wenigen Höhenmeter wurde das Rennen extrem schnell und taktisch. Da das Rennen ein Point to Point Rennen war, kannte ich die Strecke nur flüchtig. Ich versuchte nach 10 km auszubrechen und mir einen Vorsprung heraus zufahren. Jedoch jagte mich die hinten entstandene 6er Gruppe so stark, dass ich 30 min. später mein Vorhaben wider einstellte und mich einholen liess. So lief alles auf einen Sprint heraus. Diesen konnte ich dann knapp für mich entscheiden.

2 Tage später ging es dann schon wieder zurück in die Schweiz. Ich kam total übermüdet und ausgelaugt von dem Amerika Trip zurück und litt die ganze Woche im Training, konnte kaum ein zufriedenstellendes Training absolvieren. Dementsprechend startete ich in Frenkendorf am Internationalen Radquer. Nach einem schnellen Start bildete sich später eine 7er Spitzengruppe. Ich versuchte im schnellen Rennen immer in den ersten 3 Positionen zu fahren um etwas Kraft zu sparen, denn durch die vielen Kurven entstanden im hinteren Teil der Gruppe immer wieder Lücken, die man schliessen musste. Als in der letzten Runde der Angriff von Francis Mourey kam, fehlte mir einfach die nötige Kraft um mitzugehen. Es setzten sich 2 Fahrer ab und am Schluss verlor ich auch noch den Sprint um Platz drei.

 

Doch eine Woche später ich Bützberg, an unserem Heimrennen, konnte ich noch einmal ein super Rennen fahren. Von Start weg versuchte ich Druck zu machen und bemerkte sofort, dass ich einen guten Tag erwischt habe. Schon nach 2 Runden entstand eine kleine Lücke zwischen Marcel Wildhaber (mit welchem ich mich schon in der ersten Runde absetzten konnte) und mir. Ich konnte den Vorsprung von Runde zu Runde ausbauen und konnte das Rennen mit über 1 min. Vorsprung gewinnen.

 

Nun ist es aber an der Zeit ein paar Tage das Bike im Keller stehen zu lassen und mich zu erholen. Mitte Dezember werde ich dann das Aufbautraining für die kommende Mountainbike Saison starten.

 

Jetzt geht’s ab an die Wärme.

 

Bis Bald Luk

 

 

Rückblick der letzten Monate

Nach einer schlechten ersten Saisonhälfte machte ich eine Kehrtwendung und änderte einiges in meinem Training/Denken.

Ich brauchte zwar einige Wochen bis ich wieder etwas besser in Fahrt kam aber es ging stetig etwas aufwärts.

 

Den Grundstein konnte ich in den 3 Wochen im Engadin legen. Ich machte einen grossen Schritt vorwärts und konnte von Rennen zu Rennen mehr Selbstvertrauen tanken. Mit dem 5. Rang an der WM konnte ich mein Ziel erreichen. Durch das schöne Herbstwetter war ich weiter motiviert die Mountainbikesaison noch etwas weiter zu ziehen. So startete ich am Bundesliga in Heubach wo ich als 4. ein solides Rennen fahren konnte.  Zwei Wochen später stand schon das erste Radquer/Cross auf dem Programm wo ich zu meiner eigenen Überraschung dritter wurde.

 

Wie jedes Jahr arbeitete ich über die Herbsttage in der Mosterei meiner Eltern, so wurde es mir ganz bestimmt nie langweilig.

 

Leider kam das Training so etwas zu kurz und die Motivation, nach einem langen Sommer noch weiter zu trainieren, schwand allmählich etwas.

Ich versuchte aber trotzdem noch ein gutes Roc d’azur zu fahren. Leider erwischte ich 10 km vor dem Ziel, in der Spitzengruppe liegend, einen Platten und landete nur noch auf Rang 10.

Trotzdem hat mir das Rennen gezeigt, dass trotz den vielen Stunden in der Mosterei meine Batterien noch nicht ganz leer sind. Dies merkte ich auch 2 Wochen später am Radquer in Uster wo ich mehr oder weniger mühelos, trotz Kettenriss, gewann. Letzten Sonntag in Steinmauer war dann die Konkurrenz etwas stärker. Ich erwischte einen miserablen Start und musste mich zuerst 2 Runden lang nach vorne arbeiten. Kaum in der Spitzengruppe angekommen, die immer noch aus 5 Fahrern bestand, versuchte ich die Gruppe zu sprengen um etwas Ruhe ins Rennen zu bringen. Dies gelang mir aber 1 Runde später konnten alle wider aufschliessen. Ich bemerkte von Runde zu Runde mehr, dass ich die Beine hätte zu gewinnen. So entschied ich mich zu warten bis 3 Runden vor Schluss. Leider riss ich in der Zwischenzeit in einer Kurve das Collé von der Felge und musste anschliessend eine kleine Lücke schliessen. So brach die letzte Runde an, die mir jedoch kein Glück brachte. Denn bei einem Strassenübergang riss ich noch einmal das Collé ab. Nur war ich diesmal weiter weg von der Materialzone und so war das Rennen für mich gelaufen. Ich rettete mich noch als Sechster ins Ziel.

 

Im Moment bin ich für ein paar Tage in den USA bei TREK und werde am nächsten Samstag am legendären Iceman Race im Norden der USA starten. In Zwei Wochen geht es dann weiter mit dem Radquer in Frenkendorf, eine Woche später Quer in Bützberg. Und schon ist es ende November und Zeit ein paar Tage das Bike in den Keller zu stellen.

 

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden wie es weiter geht. Wünsche euch allen noch eine super Herbstzeit.

 

Luk

 

 

 

 

 

Weltmeisterschaften in Champery SUI - 5. Rang

Die Weltmeisterschaften im eigenen Land verliefen für die Flückiger-Brüder unterschiedlich: Luk war als Fünfter mit dem schweren Rennen in Champéry zufrieden. Der als 13. klassierte Math hätte es unmittelbar nach der Zieldurchfahrt am liebsten vergessen.

 

Von Kurt Henauer

 

Diese schweren Titelkämpfe auf einer sehr anspruchsvollen Runde und im zweiten Teil mit Regen sorgten an der Spitze für grosse Abstände. So verlor Luk als Fünfter auf den neuen Weltmeister und Saisondominator Jaroslav Kulhavy 4:29 Minuten; auf den viertplatzierten Spanier Hermida 2:20. „Die ersten vier sind an dieser WM in einer anderen Liga gefahren“, zollte Luk seinen Bezwingern Anerkennung. Das eigene Resultat stufte er positiv ein: „Ich bin in den letzten zwei Weltcuprennen und auch beim Bikers Cup konstant gefahren. Diese Leistung habe ich abgerufen und mein Ziel, einen Platz unter den Top 5, erreicht“, so Luk, der allerdings mit seiner Fahrt trotzdem etwas haderte. „In der Woche vor dem WM-Rennen habe ich mich frisch gefühlt, habe nur noch Intervalle gemacht. Deshalb habe ich nicht damit gerechnet, dass ich am Anfang Mühe habe.“

 

So nahm er in der Startschlaufe noch eine gute Position ein. „Aber in der ersten grossen Runde, als die Post abging, hielt ich nicht mit. Deswegen bin ich enttäuscht“, so Luk, der so schon früh aus dem Medaillenkampf fiel. „Dass ich diese Chance nicht wahrnehmen konnte, wurmt mich.“ Nicht nur zu Beginn auch wegen eines Defekts hatte er in der Wechselzone noch einmal eine Minute verloren. Aber wie das Endergebnis zeigt, wäre er auch ohne dieses Missgeschick nicht mehr in Medaillennähe gekommen.

 

Beine haben nicht gedreht

 

Math Flückiger ist als letztjährige U23-Weltmeister zu seinen ersten Elite-Titelkämpfen gestartet. Was ihm im Weltcup schon im letzten Jahr gelungen war, nämlich Top-Platzierungen bei den Besten, stellte sich heuer nie so richtig ein. „Eigentlich bin ich in guter Form, aber offensichtlich habe ich den Wechsel zum Berufs-Mountainbiker nicht wirklich geschafft“, so Math. Offenbar hat das zuviel an Zeit für den Zeitmilitär-Spitzensportler dazu geführt, dass er sich etwas verzettelt hat. „So gesehen war es für mich ein Lehrjahr. Das kann ich für die Zukunft mitnehmen. Ich weiss jetzt, was ich für mich machen muss.“ Zu denken gibt ihm, dass er von den Junioren bis zu den U23 immer Fortschritte gemacht und jetzt zum ersten Mal etwas stagniert hat. „Wenn ich dieses gleiche Gefühl wie früher wieder habe, dann geht es sicher wieder aufwärts“, gibt er sich zuversichtlich.

 

Diese Erkenntnis ist für ihn hart, umso mehr, „als dass mir die Strecke von Champéry gelegen wäre“, so Math, der als 13. auf den Sieger 6:44 Minuten verlor – keine Weltreise wenn man das ganze objektiv betrachtet. „Das wurmt mich, denn ich war wirklich in der Vorbereitung und auch an den WM motiviert. Aber ich hoffe, dass mich diese Erfahrung weiter bringt.“ Für seine Verhältnisse hatte er einen guten Start, aber nachher lief es nicht mehr rund. „Die Beine haben nicht ‚gedreht‘, ich hatte keine Kadenz und dann habe ich mich technisch verkrampft.“ so Math, der nachher auch mit nachlassender Konzentration zu kämpfen hatte, bei Wurzeln Fehler beging und Ausrutscher hatte. „Obwohl ich mir vorgenommen hatte, mich nicht zu nerven, tat ich es nachher trotzdem“, gab er sich am Tag nach der WM selbstkritisch.

 

London 2012

 

Nach den WM in Champéry ist für die Flückiger-Brüder vor den Olympischen Spielen 2012 in London. Weil es keinen Schweizer Weltmeister gab – Nino Schurter holte Silber – sind immer noch drei Startplätze offen, die im nächsten Jahr im Weltcup herausgefahren werden müssen. Pietermaritzburg (SA), Houffalize (Be), Nove Mesto (Tsch) und La Bresse (Fr) heissen zwischen Mitte März und Mitte Mai die Stationen, bei denen laut Selektionskonzept mindestens ein 8. Platz verlangt wird. Angesichts der Leistungsdichte im Schweizer Team wird man aber nur mit Top-3-Plätzen dabei sein könne. „Ich muss an dem festhalten, was ich in diesem Sommer gemacht habe“, sagt Luk zur Ausgangslage. Er hat wieder mit einem Trainer zusammen, der mir einen Raster für das Training gibt. „Es ist ein langer Weg bis zu den Olympischen Spielen, aber ich hoffe, dass ich noch einmal einen Sprung machen kann.“ Auch Math gibt die Hoffnung nach der nicht optimal verlaufenen Heim-WM nicht auf: „In Hinblick auf London fängt es nächstes Jahr mit den Selektionsrennen wieder von vorne an.“

Gut vorbereitet – aber die WM hat eigene Gesetze

Lukas und Mathias Flückiger gehören an den Mountainbike-WM in Champéry zum starken Schweizer Cross-Country-Team. Am nächsten Samstag um 16.30 gilt es ernst im Kampf um Podestplätze und Medaillen.

 

Von Kurt Henauer

 

Sowohl Luk wie auch Math wissen, dass sie gut vorbereitet sind. Trotzdem reden beide nicht euphorisch von den bevorstehenden Titelkämpfen im eigenen Land. „Es ist meine erste WM bei der Elite und WM-Rennen sind speziell“, sagt der letztjährige U23-Weltmeister Mathias Flückiger. „Die WM hat eigene Gesetzt, im letzten Jahr war ich in guter Form und dann hatte ich bereits in der ersten Runde einen Schuhdefekt“, blickt Luk zurück.

 

Trotz diesen leisen Bedenken sind beide zuversichtlich. „Letztes Jahr ging es gut. Ich werde die WM fahren wie einen Weltcup, auf diese kann ich mich immer gut fokussieren“, nennt Math seine Absicht. Vor zwei Jahren erzielte er auf der WM-Strecke als Fünfter seine erste Top-5-Platzierung bei der Elite; im Vorjahr war er im Wallis sogar Vierter. „Auf jeden Fall freue ich mich auf die Heim-WM mehr, als dass es mich unter Druck setzt“, so der jüngere der Flückiger-Brüder. „Bereits im letzten Winter, wenn es in der Spitzensport-RS in Magglingen manchmal hart war, habe ich mich mit Gedanken an die WM motiviert“, so der Zeitmilitär-Spitzensportler, der mit einem 50-Prozent-Pensum beim VBS angestellt ist.

 

Luk hat sich die Motivation und das Selbstvertrauen beim Racer Bikes-Cup in Muttenz geholt. Hinter Olympiasieger Julien Absalon wurde er Zweiter. „Ich habe gesehen, dass ich ihm Paroli bieten kann“, so Luk, der zuerst allein geführt hatte, und nach der Einholung durch den Franzosen und abwechslungsweisem Führen nur wegen eines Sturzes den Anschluss verlor. „An den WM wäre ich mit einem Top-5-Resultat zufrieden. Das ist realistisch, so fuhr ich auch in den letzten Weltcups“, so Luk, für den eine allfällige Medaille „nur ein Traum ist.“ Denn in diesem Jahr war er im Weltcup noch nie unter den besten 3. In Champéry hatte er vor zwei Jahren den 4. Platz belegt. „Die Strecke liegt mir“, sagt der gelernte Landmaschinenmechaniker, der mit seinem Bruder am Montag ins Wallis reiste. „Neben guter Erholung und Pflege werde ich wohl noch ein Intervalltraining machen und die heiklen Teile der Strecke anschauen“, nennt er das Vorbereitungsprogramm unmittelbar vor dem Tag X.

7* Welt Cup Final in Val di Sole

Luk und Math Flückiger tankten Selbstvertrauen für die WM

Luk (5.) und Math (7.) Flückiger vermochten sich beim Weltcupfinal in Val di Sole (It) rund zwei Wochen vor den WM in Champéry VS erneut zu steigern. Als Sieger ging einmal mehr der Weltcup-Gesamtsieger Jaroslav Kulhavy hervor.

 

Von Kurt Henauer

 

Mit Rang 5 gelang Luk Flückiger gegenüber Nove Mesto (6.) erneut eine kleine Steigerung. „Für mich war es die Bestätigung, dass ich in Nove Mesto nicht nur einen guten Tag hatte, sondern dass die Form soweit stimmt“, so Luk. „Ich hoffe aber schon, dass ich mich auf die WM hin noch etwas steigern kann.“ Nur 12 Sekunden hinter seinem älteren Bruder kam der letztjährige U23-Weltmeister Math Flückiger auf Rang 7. „Ich hatte wieder etwas Mühe am Start“, haderte der Zeitmilitär-Spitzensportler mit dem Beginn des Rennens. Auf der überaus schwierigen Strecke mit harten Aufstiegen und schnellen Abfahrten – „ man kann sich praktisch nie erholen“ – fällt es nach einem schlechten Start nicht leicht, wieder nach vorne zu fahren. „Ich habe zwar im letzten Winter in der Spitzensport-RS viele Startübungen gemacht“, sagte Math, der glaubt, „dass ich dann auf der Runde ähnlich schnell wie die Spitze fahren kann.“ Dies bewies er in Italien nach Rennhälfte. Während Luk während des ganzen Rennens in den Top Ten fuhr, konnte Math erst nach der Hälfte in die Gruppe mit seinem Bruder und weiteren Schweizern aufschliessen.

 

Die Flückiger-Brüder benutzten für den Weltcup-Final ein Fully. „Es hat in den Abfahrten doch ziemlich geschlagen, so konnten man sich mit dem hinten und vorne gefederten Rad doch etwas besser erholen“, so Math. Trotz gutem Material gefiel die Strecke in Italien Luk auch diesmal nicht uneingeschränkt: „Diese Strecke, eine der härtesten im Weltcup, sagt mir eigentlich nicht zu“, so der gelernte Landmaschinenmechaniker. „Aber dieser Wettkampf gab mir Zuversicht für die nächsten Rennen.“

Im Kampf um den Sieg musste diesmal Jaroslav Kuhlavy bis zur Ziellinie hart kämpfen. Erst im Endspurt gelang es ihm den zeitgleichen Olympia-Dritten Nino Schurter knapp auf Rang 2 zu verweisen. „Die zwei fahren im Moment in einer anderen Liga“, zollte Luk den Beiden Anerkennung.

 

Cross-Country präsentiert sich

Am Donnerstag (25. August) kann die Cross-Country-Weltelite an der Swiss Bike Trophy im Herzen der Stadt Bern live miterlebt werden. Auf dem Kurs rund um das Bundeshaus sind spannende Rennen im Kampf um das Siegerpreisgeld von 3500 Franken zu erwarten. „Das ist für uns eine Zwischenstation im Hinblick auf die WM, die acht Tage später stattfindet“, so Luk. „Trotzdem wäre ein gutes Resultat für das Selbstvertrauen schön.“ Er findet es ausserdem gut, „dass sich die Cross-Country-Fahrer den Leuten hautnah präsentieren können.“

6* Welt Cup Nove Mesto, Tschechien

Nur einer Woche nach der eher missglückten EM in der Slowakei lief es den Flückiger-Brüdern beim Weltcup in Nove Mesto (Tsch) vor über 50‘000 Zuschauern wieder besser: Lukas erreichte als Sechster das beste Ergebnis dieser Saison, Mathias fuhr auf den 10. Platz, obwohl er nach den EM noch die ganze Woche Mühe hatte.

 

Von Kurt Henauer

 

Nicht ganz unerwartet, kamen Lukas und Mathias Flückiger wenige Tage nach dem Ende des Höhentrainingslagers im Engadin vor einer Woche bei den EM nicht ganz auf Touren. Doch nun zeigten beide einen deutlichen Aufwärtstrend, was auch im Hinblick auf die Heim-WM am 4. September in Champéry zu Zuversicht Anlass gibt.

„Diese Strecke lag uns, sie ist ganz ähnlich wie die WM-Strecke“, sagte Luk nach dem Rennen. „Es hat Wurzeln, aber der Untergrund ist gut fahrbar und sie ist technisch nicht superschwer. Den Unterschied machte die Geschwindigkeit und unser Velo war für diesen Kurs optimal.“ Im Vergleich zu früheren Rennen in dieser Saison kam Luk beim Start auch viel besser weg: „Diesmal glückte mir der Start wieder. Ich war wieder so gut wie letztes Jahr“, nannte der 27-Jährige den Unterschied. So konnte er von Beginn weg in den Top 10 fahren, zwischenzeitlich sogar in der Gruppe, die sich hinter dem schon in der ersten Runde davon gezogenen Lokalmatadoren Jaroslav Kulhavy gebildet hatte. „Vor der letzten Runde war ich Fünfter“, so Luk, „aber ich machte dann wohl den Fehler, dass ich nicht selber in die Offensive ging. Dabei dachte ich, dass ich am Berg der Stärkste sei.“ So kam es, dass er nicht folgen konnte, als der Spanier Mantecon attackierte. „Nach dem letzten Aufstieg kam ich noch knapp über die Welle“, schilderte Luk die letzte Rennphase. Trotzdem durfte er sich am Ende mit dem 6. Platz über sein bisher bestes Saisonresultat freuen.

 

Während Lukas gut von der Höhe ins Flachland umstellen konnte, hatte Mathias seine liebe Mühe. „Die ganze Woche konnte ich kaum Velofahren“, so Math, dem ganz offensichtlich der Höhenunterschied und die lange Reise mehr zugesetzt hatten, als ihm lieb war. „Aber schon gestern und auch heute hatte ich wieder bessere Beine“, sagte Math. „Ich wollte die EM ganz einfach vergessen.“ Trotzdem kam er am Start nicht optimal weg. „Ich war träge und nach der Startschlaufe nur auf dem 30. Rang. Ich konnte auf den Single-Trails nicht überholen. Am Ende betrug sein Rückstand auf die besten Fünf rund eine Minute. „Das habe ich alles zu Beginn verloren“, so Math, der von der grossen Zuschauerkulisse rund um das Weltcup-Langlaufstadion und an der Strecke begeistert war. „Das ist einer der grössten Mountainbike-Events, und es wurden auch hochprofessionelle TV-Bilder produziert. So kann man unseren Sport gut verkaufen.“

 

Die grosse Zuschauermenge konnte ihren Landsmann Jaroslav Kulhavy bejubeln, der sich mit seinem vierten Tageserfolg vor Nino Schurter und Olympiasieger Julien Absalon vorzeitig den Weltcup-Gesamtsieg sicherte.

Die nächste Weltcup-Station ist Val di Sole in Italien, wo der Wettkampf nächsten Samstag auf dem Programm steht. Noch am Sonntagabend fuhren Luk und Math Flückiger mit dem Auto bis nach Linz, damit sie die rund 10-stündige Reise nicht an einem Stück unter die Räder nehmen mussten.

Europameisterschaften Dohnany, Slovakei

Licht und Schatten für die Flückiger-Brüder bei den Mountainbike-EM in Dohnany (Slk): Lukas verfehlte als 11. knapp die Top Ten; Mathias kam wenige Tag nach dem Ende des Höhentrainingslagers im Engadin nicht auf Touren und wurde lediglich 49.

 

von Kurt Henauer

 

Weder Lukas noch Mathias waren mit grossen Erwartungen in die Slowakeit gereist. Diese Kontinentaltitelkämpfe passten im Hinblick auf die WM in Champéry (4. September) auch nicht in ihr Konzept. Denn nur drei Tage nach einem fast dreiwöchigen Höhentrainingslager und einer beschwerlichen Anreise vom Hoch- ins Tiefland kann man in der Regel nicht viel erwarten. „Wir kamen zudem auf der Anreise in einen Stau und waren rund 13 Stunden unterwegs, so dass wir erst am Abend nach 22 Uhr im Hotel ankamen“, sagt Lukas zur beschwerlichen Reise. Ihm hat dies aber offenbar nicht so viel ausgemacht. „Bis drei Runden vor Schluss bin ich um Rang 4-6 gefahren“, sagt der ältere der Flückiger-Brüder zum Rennen das über acht Runden und rund 40 km führte. „Es war aber sehr heiss und feucht, so dass ich nachher mein Tempo gefahren bin, um mich im Hinblick auf den Weltcup vom nächsten Sonntag in Nove Mesto nicht kaputt zu machen“, ergänzt Lukas, der für das nächste Rennen zuversichtlich ist.

 

„Das war ein kraftloses Rennen“, zog Mathias Flückiger zu seinem Einsatz eine doch eher negative Bilanz. Der U23-Weltmeister liess sich deswegen aber nicht verunsichern. „Ich bin sicher deswegen nicht am Boden zerstört, denn ich hatte schon am Samstag keine Kraft, nachdem ich mich im Vorfeld gut gefühlt hatte.“ Mathias setzte der Wechsel von der Höhe ins Flachland und vor allem die beschwerliche Reise mehr zu als seinem Bruder. „Ich musste dann halt einfach langsam fahren“, so Mathias, der anderthalb Runden vor Schluss wegen der 80-Prozent-Rückstandsregel (auf den Führenden) sogar aus dem Rennen genommen wurde. Für Mathias Flückiger wird jetzt wichtig sein, sich gut zu erholen, um dann in Nove Mesto seine wahres Leistungsvermögen abrufen zu können.

An der Spitze lieferten sich der tschechische Weltcup-Dominator Jaroslav Kulhavy, Julien Absalon (Fr) und Florian Vogel (Sz) einen Dreikampf, der in dieser Reihenfolge ausging.


 

„Die EM nehmen wir einfach mit“

Die Mountainbiker Lukas und Mathias Flückiger (Leimiswil/Ochlenberg) starten am Sonntag (7. August) an den Europameisterschaften in Dohnany (Slowakei). Danach stehen die Weltcups in Nove Mesto (Tsch/14. August) und Val di Sole (It/21. August) auf dem Programm.

 

von Kurt Henauer, 3.8.11

 

Der Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaften vom 4. September in Champéry VS, rücken für die Oberaargauer Mountainbiker Lukas und Mathias Flückiger immer näher. Zuerst steht nach einem rund dreiwöchigen Höhentrainingslager im Engadin noch die EM an. „Die EM wollten wir eigentlich gar nicht fahren, wegen der WM-Qualifikation machen wir es trotzdem“, sagt dazu Mathias und fügt an: „Sie passt vom Datum her nicht in unser Vorbereitungskonzept.“ Ähnlich sieht es Lukas: „Wir fahren wegen der Qualifikation“, sagt der ältere der Beiden. „Und wenn wir gut fahren, ist es sicher gut fürs Selbstvertrauen. Wenn nicht, machen wir uns keine grossen Gedanken.“ Nur eine halbe Woche nach einem intensiven Höhentrainingslager ist dieser Wettkampf sicher nicht ideal.

 

Mathias und Lukas Flückiger reisen nachher gerade weiter nach Tschechien, nach Nove Mesto, wo der erste von zwei wichtigen Weltcup-Wettkämpfen ansteht. Eine Woche darauf starten sie in Val di Sole (It).

 

 

Im Engadin einen wichtigen Schritt Richtung WM getan

Nach den nicht ganz zufriedenstellend verlaufenen Schweizer Meisterschaften in Plaffeien dislozierten Lukas und Mathias Flückiger ins Engadin. In ihrem fast 3-wöchigen Trainingslager taten sie einen wichtigen Schritt Richtung WM in Champéry (4. September).

 

von Kurt Henauer, 3.8.11

 

Als ideale Basis für ihre ausgedehnten Trainings in der Engadiner Höhenluft erwies sich das Hotel Randolins, das oberhalb St. Moritz im Suvretta-Gebiet liegt. „Das Hotel liegt auf rund 2000 m über Meer und ist ruhig“, schwärmt Lukas Flückiger von der guten Unterkunft. „Und vor allem haben wir sogar sagen können, was wir essen wollen. Das haben Mathias und ich sehr geschätzt.“

 

Gute Verpflegung war für die grossen Trainingsumfänge wichtig. Auch Mathias, der schon vor den Weltcups in den USA drei Wochen im Engadin trainiert hatte, ist über das Hotel Randolins und auch über das absolvierte Training des Lobes voll. „Ich habe weitere Fortschritte gemacht“, so Mathias, „vor allem bin ich nach den Trainings nicht mehr so müde gewesen, wie noch im Juni. Jetzt ist es einfach muskulär, weil ich viel gemacht habe. Er konnte die Trainings etwas anders gestalten, „weil ich mich viel schneller angepasst habe, als beim ersten Höhenaufenthalt in diesem Jahr.“ So machte er kürzere, dafür aber intensivere Einheiten.

 

Über zahlreiche Pässe

Die langen Ausfahrten auf dem Rennvelo kamen aber in der wunderbaren Umgebung des Engadins nicht zu kurz. „Ich habe drei ganz lange Einheiten über sechs Stunden gemacht“, erzählt Mathias. Der Ofenpass, der Stelvio und der Umbrail mussten einmal „dran glauben“…..ein anderes Mal waren es der Julier, der Splügen und der Maloja, den Mathias bezwang. Trotz der erzielten Fortschritte bleibt nach einem Höhentrainingslager immer ein wenig ein zwiespältiges Gefühl. „Ich habe zwar ein gutes Gefühl, trotzdem hoffe ich, dass es nicht zu stark an die Substanz ging.“, sagt Mathias, nach Tagen mit bis zu drei Trainings. Neben dem Rennvelo und dem Bike absolvierten Lukas und Mathias noch Krafttrainings. „Vor allem die Stärkung der Rumpfmuskulatur und die Koordination standen da im Mittelpunkt“, sagt Mathias. Und wie sah es mit den Techniktrainings aus: „Im Engadin sind vom Gelände her immer schwierige Sachen möglich. Dazu kommt, dass es noch viel bergauf geht, was auch für die Kraft gut ist.“ Dass es im Engadin bergauf geht, musste auch Luks Freundin erfahren. „Wir sind mit ihr nach Corviglia hoch gefahren, am Schluss haben wir sie am Gummiseil geschleppt“, erzählt Lukas schmunzelnd.

 

Leistungssprung gemacht

 

„Im Vergleich zu den Schweizer Meisterschaften habe ich einen rechten Leistungssprung gemacht“, ist Lukas überzeugt. Dabei ist er gar nicht so gern ins Engadin gefahren, weil er ganz gerne zuhause trainiert. „Es ist für mich im Vorfeld ein Müssen, weil ich im Vergleich mit dem Tiefland keinen grossen Unterschied spüre“, so Lukas, „aber ich habe mich dann trotzdem wohl gefühlt. Von der Umgebung her war es perfekt und auch das Wetter hat gepasst.“ Er habe die zweieinhalb Wochen gut trainiert und hart gearbeitet. „Vielleicht war ich halt in den letzten Weltcups doch nicht so gut in Form, wie ich vom Training her das Gefühl hatte“, blickt er zurück. „Das Gefühl im Training und im Rennen, bei dem man auf Gegner trifft, ist halt oft sehr verschieden.“ Nun ist er aber für die kommenden Wettkämpfe, zuversichtlich. „Im Vergleich zu den Schweizer Meisterschaften in Plaffeien und den Weltcups in den USA habe ich Fortschritte gemacht. Ich denke, dass ich 5 bis 6 Prozent mehr Schub habe als vorher.“

 

Vom Engadin reisen Lukas und Mathias Flückiger direkt nach Dohnany (Slowakei), wo am 7. August das EM-Rennen auf dem Programm steht.

 

 

4* und 5* Lauf Welt Cup MSA (CAN) und Windham (USA)

Weltcup 4 und 5 schliesse ich mit etwas gemischten Gefühlen ab. Ich habe mir nach intensiver Vorbereitung doch einiges mehr vorgenommen.

 

In Mont Sainte Anne fand ich trotz Jetlag gut ins Rennen, stürzte aber in der ersten Runde bei einer nicht gerade spektakulären Stelle und riss mir die Schuhschnalle ab. So hatte ich in der Startrunde schon mal ein Brecher, der mich etwas aus dem Rhythmus brachte. Ich fing mich aber wieder und arbeitete mich bis auf Rang 8 vor.

 

Doch dann stürzte ich in einer technisch schwierigen Abfahrt wieder. Kurze Zeit wusste ich nicht, ob ich das Rennen überhaupt fortsetzen kann. Helm war gebrochen und ich konnte ihn kaum noch auf dem Kopf fixieren und an Luft fehlte es mir auch gerade etwas. Nach ein bis zwei Minuten setzte ich das Rennen aber fort und fand nach einer halben Runde schon wieder einen guten Rhythmus und machte so Platz um Platz gut. Zuerst etwas niedergeschlagen kam ich als 17er ins Ziel.

Doch das Resultat wiederspiegelte nicht meine momentane Form. Ohne Jetlag welches ich mir beim verpassten Anschlussflug von New York nach Quebec einholte (kam erst um 4 Uhr morgens in MSA an) und den zwei Stürzen, hätte ich ev. um einen Platz in den Top 5 mitkämpfen können. So oder so gehören solche Stürze dazu und jeder kämpft irgend auf eine Weise mit sich und der Strecke.

 

So reiste ich zuversichtlich nach Windham. Die Strecke präsentierte sich wie im letzten Jahr mit einem langen Aufstieg und einer schnellen Abfahrt nicht sehr spektakulär oder technisch. Jedoch kannst du, wenn du dich nicht von A-Z konzentriert bist, bei den scharfen Steinen schnell einen Platten einfangen und auch in der Abfahrt viel Zeit verlieren.

Der Start verlief einigermassen gut. Leider konnte ich mich wiederum nicht ganz vorne einreihen. Ich versuchte mich etwas nach vorne zuschieben. Mir fehlte aber schlicht und einfach die Power um in der höchsten Liga mit zu fighten. So suchte ich schnell meinen eigenen Rhythmus. Ich fuhr mehr oder weniger das ganze Rennen zwischen fünfzehn und zehn. Am Schluss reichte es gerade knapp für den neunten Platz. Top 10 ist ok. Doch ganz zufrieden sein kann ich noch nicht, den meine Ziele sind doch noch ein Stück höher. Rückblickend habe ich aber in allen Bereichen einen Schritt vorwärts gemacht gegenüber den ersten Weltcups zu Beginn der Saison.

 

Nun geht es zurück in die Schweiz wo nächstes Wochenende die CH- Meisterschaften stattfinden. Anschliessend werden Math und ich für 3 Wochen nach St.Moritz ins Höhentrainingslager fahren um noch einen weiteren guten Schritt nach vorne zu machen und bereit zu sein für die nächsten Höhepunkte Europameisterschaft, Weltcup, und WM in Champery.

 

Ihr hört von mir.

 

Luk

 

Racerbikes Cup in Chur

**Kurzes Update Racer Bikes Cup in Chur**

 

Ich bin im Moment in New York und habe meinen Flieger weiter nach Quebec verpasst. Dies gibt mir etwas Zeit um ein etwas verspätetes Update der letzten Wochen und dem Racer Cup in Chur zu schreiben. Ich konnte die letzten Wochen gut und konzentriert zuhause trainieren und mich wirklich optimal auf den kommenden Weltcupblock in Canada (MSA) und USA (Windham) vorbereiten. Auf dem Weg dorthin lag aber noch das Rennen in Chur, welches ich nutzte um mein Selbstvertrauen noch etwas mehr zu stärken.

Mit dem dritten Rang konnte ich mein Ziel mehr oder weniger erreichen. Ich hatte zwar in der 2. Runde einen kleinen Hänger der mich etwas zurückwarf. Mit der zweiten Gruppe um Platz drei fahrend, fühlte ich mich immer stark und wusste was ich zu tun hatte. Ich teilte mir die Kräfte gut ein und versuchte auch nicht total ans Limit zugehen.

So konnte ich dann in der letzten Runde, sicher auch dank meinem perfekt abgestimmten Bike, in der Abfahrt etwas Zeit zwischen mich und die Verfolger bringen und den dritten Rang für mich sichern.

 

Nun bin ich also schon unterwegs nach Canada an den nächsten Weltcup. Zuversichtlich, dass ich nun einen grossen Schritt vorwärts gemacht habe, starte ich am Samstag in Mt. Sainte Anne zum 4. Weltcup Lauf.

 

Ich wünsche allen eine schöne Woche bis Bald.

 

luk

 

 

Racerbikes Cup in Engelberg

Klar will man immer gewinnen, doch diesmal war es anders. Für mich war es einen Schritt, den ich unbedingt jetzt machen musste. Die Gewissheit endlich wieder ein Rennen von A-Z zu bestimmen. Auch wenn das Rennen in Engelberg nicht gerade mit vielen Stars glänzte, war doch der Weltmeister Jose A. Hermida, Vorjahressieger Martin Fanger (welcher in Engelberg immer 10% schneller fährt als sonst an einem Rennen. Ist auch sein Heimrennen), Balz Weber der langsam aber sicher im Aufwärtstrend und noch ein paar weitere Zufallskandidaten, die einem bei solchen Rennen grausam die Zähne ziehen können.

Nach der Pause vor 2 Wochen und jetzt mit einer Woche gutem Training in der Tasche, wusste ich, dass ich einiges mehr leisten kann als noch 1 Monat zuvor.

Der Start erfolgte um 15 Uhr und es wurde ziemlich kontrolliert, jedoch zügig gestartet. Die Strecke war mit einem langen Aufstieg und einder schnelle Abfahrt einfach zu fahren. Wir hatten 10 Runden zu absolvieren. Ich wollte als erster in die lange Abfahrt um jegliches Risiko zu vermindern. Dies gelang mir dann auch und so konnte ich das Tempo gut kontrollieren. Das Rennen verlief eher langweilig. Fanger und ich setzten uns in der 3. Runde von Jose A. Hermida ab und fuhren unsere Runden gemeinsam. In der 3-letzten Runde machte Fanger einen Fehler in der Abfahrt und ich setzte mich ab. Mit fast 1,5 min. Vorsprung erreichte ich das Ziel als Erster. Ich will dieses Rennen nicht überbewerten, dennoch ist es für mich ein Schritt in die Richtung in die es gehen sollte.

Bevor es mit dem Weltcup in Kanada und der USA weitergeht, werde ich noch den Racer Cup in Chur fahren, welcher in 2 Wochen stattfindet. Bis dahin stehen aber noch zwei gute Trainingswochen an.

 

Bis bald

Luk  

Racerbikes Cup in Gränichen

Nach den enttäuschenden Weltcup-Resultaten der vergangenen zwei Wochen legte ich 1 Woche trainingsfrei ein. Donnerstag machte ich eine lockere Ausfahrt, Freitag ein weiterer blauer Tag und Samstag reiste ich dann nach Gränichen einerseits um die Strecke zu besichtigen, andererseits freute ich mich auf das Treffen mit Frank Stacy und seiner Frau Carol von Bontrager/ Trek. Frank entwickelt für Bontrager/ Trek die besten Reifen und wir konnten mit ihm zusammen die letzten Monate   interessante Entwicklungsschritte betreffend den Reifen machen.

 

Die Strecke präsentierte sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal attraktiver. Am Sonntag um 14 Uhr fiel dann bei Temperaturen um die 30 Grad der Startschuss. Ich konnte mich die ersten ¾ Runden gut in der Spitzengruppe halten, doch Ende der Runde stürzte ich an einem Drop unkontrolliert, so dass es mir die ersten paar Sekunden die Luft komplett abstellte. Ich setzte das Rennen in einem eher gemütlichen Tempo fort und versuchte einfach weiter zu fahren. Zwei Runden später lag ich um den 15. Rang. Etwas hoffnungslos drehte ich meine Runden. Doch irgendwann fand ich meinen eigenen Rhythmus und beendete das Rennen auf dem 4. Schlussrang.

Das Resultat war sekundär für mich. Ein gutes Training nach der“ Ruhe“ -Woche war wichtiger und jetzt bin ich wieder frisch und freue mich auf die kommenden harten Trainings in Hinblick auf die Übersee Weltcup (USA, Canada) in 4 Wochen.

Nächstes Rennen werde ich in Engelberg fahren, jedoch werde ich das Rennen als Vorbereitung bestreiten und im Training einbauen. Trotzdem ist ein Rennen eben ein Rennen und ich werde mein Bestes geben.

 

Bis bald

 

Luk

3* World Cup Offenburg, Germany

Wie schon letzte Woche gesagt, hatte ich nicht viel Zeit um mir gross Gedanken um meine momentane Form oder Situation zu. Ich habe diesen Winter und Frühling härter trainiert den je zu vor. Immer mit den Gedanken und dem Ziel vor Augen jeden Weltcup in den ersten fünf zu beenden. Ich habe mein Rennkalender gegenüber den letzten Jahren total umgestellt und wollte mich nur noch auf die Weltcupläufe konzentriere, d.h. weniger Wettkämpfe vor und nach den Weltcup’s. Doch ich bin weit entfernt von meinen Vorstellungen .

Leider stehe ich jetzt in einer Sackgasse und kann nicht so schnell drehen wie ich mir das eigentlich wünschen würde. Nach dem ersten Weltcup in Südafrika konnte ich noch irgendwie über den 20. Platz hinweg sehen. Doch nach Dalby und jetzt Offenburg muss ich feststellen, dass es einfach meiner momentanen Form oder Situation entspricht. Mehr geht im Moment nicht…!!!

Wieso, dass ich bei Platz 20 hängen bleibe, weiss ich nicht. Und wo dass ich Änderungen anbringen soll, weiss ich auch noch nicht. Ich werde aber irgendwie den Weg an die Spitze wieder finden…das weiss ich und dies treibt mich weiter an.

Das Rennen in Offenburg verlief genau gleich wie die letzten zwei Weltcup zuvor. Ich hatte einen normalen Start und reihte mich zwischen 15 und 20 ein. Ich fuhr ein unauffälliges Rennen und beendete es auch auf dem unauffälligen Platz 20.

 

„Das ist das Leben eines Sportlers. Die Resultate und daraus entstehenden Emotionen bestimmen dein Leben und dein Gemüt. Ich lebe für den Erfolg, die Aussicht und die Vorstellung zu gewinnen oder deine Ziel zu erreichen geben mir jeden Tag die Motivation weiter zu machen, zu kämpfen und zu leiden für meine Leidenschaft.“

 

Wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

2* World Cup Dalby Forest UK

Wie soll ich beginnen? Klar waren die Erwartungen an mich selber sehr hoch. Mit spezifischem Training suchte ich den richtigen Weg um ganz vorne mitfahren zu können. Ich fühlte mich sehr gut und war konzentriert und bereit ein super Resultat abzuliefern. Die Strecke im englischen Dalby Yorkshire National Forest war wiederum sehr schnell und die sechs Runden versprachen ein super schnelles und intensives Rennen. Durch die mäßige Platzierung am ersten Weltcup konnte ich nur aus der dritten Startreihe starten. Mit einem kontrollierten Start kam ich gut weg. Jedoch nicht gut genug wie sich später herausstellte. Das Tempo vorne war so extrem hoch, dass die Positionen schon früh bezogen wurden. Es entstanden Lücken, die ich nicht mehr schließen konnte. Zwischenzeitlich schien mir die Situation aussichtslos. Auf den Plätzen 20.-25. Fahrend, kämpfte ich verbissen um den Anschluss zur nächsten großen Gruppe die vor mir lag. Doch der Abstand blieb konstant. Mir fehlte schlicht und einfach die Geschwindigkeit und die Power. Nach 1h45min fuhr ich als 19er über die Ziellinie. Ich bin etwas ratlos. Im Moment weiß ich noch nicht genau was ich machen oder denken soll. Groß Zeit um nachzudenken habe ich aber nicht, denn schon am Sonntag bietet sich die nächste Chance um den erhofften Sprung nach vorne zu machen. Der Weltcup macht Halt im deutschen Offenburg.

 

Luk

Racerbikes Cup in Solothurn

Die zwei Wochen nach Südafrika bis zum Racer Cup in Solothurn nutzte ich um mich gut von der Verletzung am Zeigefinger zu erholen und gut zu trainieren. Vor allem in der zweiten Woche konnte ich ein paar gute und harte Trainings absolvieren.

Motiviert und zuversichtlich ging ich am Freitagabend beim Short Race an den Start. Mit dem Ziel mich gut für das Hauptrennen am Samstag einzufahren, kämpfte ich mich Runde für Runde weiter und schaffte den Einzug ins Final bei welchem ich den 4. Schlussrang erzielte.

Am Samstag wurde dann um 16 Uhr zum Hauptrennen gestartet. Von den Jahren zuvor wusste ich, dass die erste Runde matchentscheidend sein wird und so versuchte ich mich in eine gute Ausgangslage zu bringen. Ich konnte mich mit Sauser, Schurter, Vogel und Gujan etwas absetzen. Die Schlüsselstelle war immer der lange aber sehr schnelle Aufstieg ca. Mitte der Runde. Wir hatten 7 Runden zu absolvieren. Die ersten 3 Runden gingen sehr schnell vorbei und ich konnte mich mühelos immer gut in der Spitzengruppe behaupten. Doch in der Vierten musste ich kämpfen um den Anschluss nicht zu verlieren und so geschah es, dass ich in der 5. Runde den Kontakt verlor. Ich versuchte den Schaden in Grenzen zu halten und blieb in Tuchfühlung mit dem Drittplatzierten Martin Gujan. Auf der letzten Runde verlor ich weiter etwas an Zeit und beendete das Rennen auf dem 4. Rang.

Das Rennen war noch nicht ganz was ich mir vorgestellt habe. Ich bin mir aber sicher, dass ich in den nächsten Wochen noch einen guten Schritt weiter nach vorne machen kann. Bis zum zweiten Weltcup bleiben mir noch 2 Wochen.

Nächstes Rennen; Weltcup Dalby Forest UK

 

Luk

1* World Cup Pietermaritzburg SA

Mit grosser Zuversicht schaute ich anfangs Woche noch Richtung Weltcup. Alles lief perfekt. Ich hatte die Strecke gut im Griff, die Beine drehten gut und ich war motiviert. Doch am Freitag auf der letzten Runde stürzte ich in einer Steinpassage unglücklich und verdrehte mir dabei die rechte Hand und Finger.

 

Zuerst wusste ich nicht, ob ich überhaupt starten kann weil ich den Lenker kaum halten konnte. Nach einer unruhigen Nacht, war es leider am Samstag morgen nicht besser. Doch ich versuchte die negativen Gedanken wegzustecken, was nicht so einfach war.

 

Der Start war extrem schnell, trotzdem konnte ich mich gut behaupten und lag nach der ersten Runde um den 10. Rang. Doch ich hatte in den technischen Passagen absolut keine Kontrolle über das Bike. Auch das Vertrauen fehlte mir, da ich den Lenker kaum halten konnte. In den Aufstiegen konnte ich nicht richtig am Lenker abstützen oder ziehen, so dass ich alles aus den Beinen herausfahren musste. Die ersten paar Runden konnte ich den Schaden in Grenzen halten. Doch die Schläge auf die Hand wurden zum Teil so stark, dass ich das Tempo nicht mitgehen konnte. Ich finishte auf Rang 22.

 

Enttäuscht über die Situation aber trotzdem froh, dass Rennen beendet zu haben, fliege ich nach fast 5 Wochen Süd Afrika wieder zurück in die Schweiz und werde zuerst meine Hand untersuchen lassen, damit ich sicher sein kann, dass nichts gerissen oder gebrochen ist.

Das nächste Rennen wird der Racer Cup in Solothurn sein bevor es mit dem nächsten Weltcup in Dalby, England weiter geht.

 

Luk

 

Rangliste unter www.uci.ch

 

Trek In Pursuite Movie ist online. Cape Epic 2011

Pietermaritzburg SA CUP 2011

SOUTH AFRICA....verbindet man immer mit Sonne, Wärme, Trockenheit und vielen Tieren. Hier in Pietermaritzburg in der Nähe von Durban am Indischen Ozean ist es alles andere als sonnig und trocken. Dafür hat es genug Tiere. Am Morgen spielen und streiten immer die Affen vor meinem Zimmer im Garden und die Vögel tun auch so als wären sie alleine auf diesem Planeten. (-:

Seit wir letzten Mittwoch angekommen sind, regnet es fast ununterbrochen. Eigentlich sehr untypisch für Südafrika. Doch der Regen stört mich wenig da es oft genug warm ist um das Training gut zu absolvieren.

 

Letzten Samstag hatten wir die Gelegenheit ein Rennen auf der Weltcupstrecke zu fahren. Das Rennen zählte zum Süd Afrika Cup.

Die Strecke war trotz des anhaltenden Regens gut fahrbar und bot uns eine gute Gelegenheit um noch einmal etwas intensive Kilometer zu sammeln.

 

Der Start war wiederum sehr wichtig da es nach 200m schon das erste Mal schmal wurde. Um 14.30 fiel der Startschuss bei leichtem Regen und ich konnte mich gleich nach ein paar km mit Jaroslav Kulhavy absetzen. Er versuchte in der ersten Runde immer wieder ein Loch zwischen uns zu bringen. Doch ich konnte reagieren und an seinem Hinterrad bleiben. Ende erster Runde übernahm ich das Tempo und konnte mich gleich etwas absetzten. Von da an versuchte ich das Tempo immer so hoch zu halten, dass er die Lücke nicht mehr schliessen konnte. Leider fing ich Mitte Rennen einen platten Hinterreifen ein und musste ca. 2 km mit flachem Reifen zurücklegen bevor ich das Rad in der Techzone wechseln konnte. Der Vorsprung von über 1 min. war schnell mal aufgebraucht und auf dem Ersatzrad welches ich bekam, war kein Schlammreifen aufgezogen. So musste ich Kulhavy in der 3. Runde ziehen lassen. Ich entschied mich eine Runde später das Rad noch einmal zu wechseln um wieder einen Pneu mit mehr Profil zu fahren. Es war absolut die richtige Entscheidung. Denn ich konnte Kulhavy kurze Zeit später wieder einholen und versuchte gleich vorbei zu fahren um als Erster auf die letzte Runde zu gehen. Mit einer guten letzten Runde konnte ich die Führung bis ins Ziel verteidigen und siegte vor J. Kulhavy und Math.

 

 

Nun blicke ich zuversichtlich auf nächstes Wochenende und hoffe auf etwas besseres Wetter.

 

Wünsche allen eine schöne Woche.

 

Luk

 

NEWS aus Süd Africa

Nach langer Homepage-Abwesenheit melde ich mich mal wieder. Die Website hat sich grundlegend etwas verändert und ich hoffe euch gefällt der neue Look. Ich verbrachte die Winterzeit ausschliesslich in der Schweiz, fuhr einige Cross Rennen, die ich z.T. erfolgreich beendete. Leider konnte ich aber den Schweizermeistertitel nicht verteidigen. Ende Januar flog ich für 3 Wochen nach Stellenbosch (SA) um in der Wärme etwas Kilometer zu sammeln. Nach einem kurzen Aufenthalt zuhause ging es weiter zum ersten Team Camp in Malaga (ESP) und dann 1 Woche Training in Giverola. Ich denke, dass ich mich nahezu optimal auf die neue Saison vorbereiten konnte. Nach der langen Trainingszeit war ich dann froh, dass es mit dem Cape Epic ende März endlich los ging. Leider hatten wir nicht den optimalen Start in die Epic Woche. Math hatte sich auf dem Weg nach Südafrika erkältet und dazu kam noch, dass wir die ersten zwei Tagr reichlich platte Reifen sammelten. Doch je länger das Cape Epic ging um so besser in Fahrt kamen wir. Ich musste aber in diesen 8 Tagen sehr oft ans Limit gehen und erlebte wieder mal was es wirklich heisst körperlich an die absolute Grenze zu gehen. Am zweitletzten Tag fuhr ich mit allerletzter Kraft über den Zielstrich und war total am ende mit den Kräften. Die Etappe hätte keine 100m weiter gehen dürfen. Mit letzter Kraft rollte ich ins Ziel und lebte dann für einige Minuten in einer anderen Welt. Andere bräuchten reichlich Drogen für auf diesen Trip zu kommen. ☺ Was zwar für mich in dieser Zeit sekundär war ist, dass wir trotzdem noch auf Platz 3 fuhren. Podestplatz Nr. 4 aber immer noch keinen Sieg und nur noch eine Etappe zu fahren. Sah also nach meinem Desaster am Samstag ziemlich bitter aus für die letzte Etappe. Eigentlich war es unser Ziel mind. eine Etappe zu gewinnen und wenn möglich auch die letzte nach Lourensfort. Der letzte Tag nach Lourensfort ist wie die Champ Elysse bei der Tour de France. Jeder will diese letzte Etappe gewinnen, denn es ist die Prestigeträchtigste und die mit den meisten Emotionen. Math und ich hatten kein Plan, den keiner wusste wie sich die Beine nach dem Start anfühlen werden. Also gingen wir ohne grosse Ambitionen ins Rennen und freuten uns auf die Ziellinie, die uns in Lourensfort erwartete. Doch es kam ganz anders. Irgendwie hatten wir doch noch den Drang um eine Etappe zu gewinnen. Nach ein paar Kilometern waren wir schon alleine unterwegs und versuchten das hohe Tempo weiter zu ziehen. Nach ca. halber Distanz schloss das Merida Team von hinten auf und begleiteten uns einige Kilometer. Doch ca. 20 Kilometer vor dem Ziel lösten wir uns erneut und konnten die Etappe für uns entscheiden. Als wir in Lourensfort ins Zuschauerstation einfuhren, war dies einer der schönsten und emotionalsten Momente die Math und ich bis anhin je zusammen erleben durften. Die Zuschauer und alles rundherum war einmalig und wir konnten diesen speziellen Moment in vollen Züge geniessen. Für mich ist dieser Sport die ganze Zeit ein auf und ab. Mann lebt eigentlich 24h in einer Emotionswelle die nie abreisst. Ob es jetzt positive Emotionen sind nach einem Sieg, einem starken Trainingstag oder negative Momente nach einem Defekt oder kraftlosen Renntag. Sie kommen Schlag auf Schlag und geben dir immer diesen Kick um noch weiter zu gehen. Nach dem guten Ende des Cape Epic 2011 traffen wir in Stellenbosch auf das ganze TREK World Racing Team und hatten ein gemütliches Abschlussnachtessen mit einigen anderen Teams und der Organisation von Cape Epic. Die letzten 10 Tagen verbrachten wir mit Erholen, Trainieren, Pneutests mit Frank Stacy von Bontrager, Fotoshooting Wein tasting auf den umliegenden Weinfarmen usw. Im Moment sind wir gerade auf dem Weg nach Pietermaritzburg zum ersten Weltcup Lauf welcher in 10 Tagen stattfindet. Am Samstag werden wir jedoch schon die Gelegenheit haben ein Rennen auf dem neuen Weltcup Course zu fahren. Ich bin gespannt wie ich mich vom Cape Epic erholt habe und wie gut ich wirklich durch den Winter trainiert habe. So, der Flug von Capetown nach Durban ist schon bald vorbei und es ist Zeit abzuschliessen und den Laptop wider einzupacken. Ich wünsche allen eine gute Zeit und ihr hört ganz sicher von mir in den nächsten Tagen. Luk

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